Sowas erlebt man wirklich nicht oft! Da werden Filme wie Dune oder Bladerunner mit aufwendigen Mitteln liebevoll vom Original Filmmaterial neu digitalisiert und in einer solchen Qualität auf Bluray herausgebracht, dass man nochmal tief in die Tasche greift und - nur weil man solche Streifen ja so genial findet - auf Bluray kauft. Irgendwann sieht man sich aber - sicherheitshalber erst mal aus der Videothek - die Bluray Veröffentlichung eines ganz großen Films: "Der Name der Rose" an - und fällt hinterrücks vom Stuhl! Hier ist offensichtlich das Material der ersten Digitalisierung, das noch für die DVD-Veröffentlichung produziert wurde, mit derartigen Scharfmachern, Hochrechnern, Kontrast- und Gamma"korrekturen" und was-weiß-ich-noch-alles derart hochgezwiebelt worden, dass man sich über das total verrauschte und in dunklen Bildpartien völlig abgesoffene Bild nur ärgern kann. Der gesamte Film kann nun als Lehrmaterial verwendet werden, wie eine Digitalisierung auf keinen Fall aussehen darf. Artefakte von solcher Großflächigkeit (hier besonders die kläglichen Überreste von helleren Nuancen in Schattenbereichen) habe ich noch nicht einmal in miesen DVD Produktionen je erlebt. Aber ein Publisher wie "Kinowelt" hat da wohl andere Vorstellungen: Lasst uns von der S*h*i*e hier verkaufen soviel wie geht, der Kunde ist ja nur ein dummes und glückliches Kauftier. Gaanz schlechtes Kino, Kinowelt, gaanz schlecht!