1. Die USK 18 Version ist kräftig zusammengeschnitten. Für Details siehe: Schnittberichte.com
2. Das Spiel ist sowohl in der UK Fassung, als auch in der AT Pegi Version uncut und wahlweise auf Deutsch mit deutschen UT und Englisch mit englischen UT spielbar.
Abwechslung, eine interessante Story und besonderen Spielspaß sucht man bei WET vergeblich.
Das Spiel orientiert sich bei der Optik an trashigen Tarantino/Rodriguez-Produktionen. Bei WET ist aber alles übertrieben cool. Ruby, die Hauptfigur, nervt nach wenigen Minuten mit ihrem pseudo-harten Gehabe. Braucht sie Energie, so säuft sie Whiskey und schießt dann auf die Flasche. Das ist vielleicht dreimal lustig, dann nervt es nur noch. Die schnelle Musik und die Charaktere sind ebenfalls im Tarantino-B-Movie Stil gehalten. Die Bösewichte sollen hyper-cool und gefährlich sein, wirken aber nur lächerlich. Dem Spiel fehlt es an Seele. Das ganze harte Getue und die Hauptfiguren sind leider in Wahrheit weder cool, lustig, noch interessant. Es steckt einfach nichts dahinter. WET ist nicht viel mehr als ein hohler Abklatsch, nach dem Motto: "Leute, weil's grad modern ist, machen wir jetzt schnell und billig ein Spiel mit B-Movie Optik." Das völlig unspektakuläre Ende gibt dem Ganzen dann noch den Rest.
Leider nervt das Gameplay aber noch mehr als die übertrieben coole Story. Man macht immer nur 2 Dinge: Klettern und Kämpfen. Die Umgebung ändert sich zwar, das eintönige Gameplay bleibt aber gleich. Man läuft und klettert ständig durch enge geskriptete Kanäle und muss dabei auf endlose, ewig gleiche, Gegnerhorden ballern/einschlagen. Besondere Special- oder Killmoves gibts nicht. Gäääähn. Es gibt 2 verschiedene Arten von Kampf-Arenen am Ende der Level. Spielprinzip, Gegner und Endgegner sind dabei immer mehr oder weniger dieselben. Die Steuerung ist sehr hakelig. Die Figur macht nicht immer das, was man will. Das Herumgehüpfe nervt nach wenigen Minuten, weil man sofort abstürzt, wenn man nicht milimetergenau abspringt. Kein Vergleich zu Assassins Creed, Uncharted und anderen Kletterspielen. Oft dreht sich die Kamera wild und man läuft ungewollt nach hinten statt nach vorne. Manchmal hängt man an der Wand und sieht nicht, wo es weitergeht. Zum Teil stirbt man, obwohl man die eingeblendete Taste rechtzeitig gedrückt hat, trotzdem. Es kann schon mal 10 und mehr Versuche samt Absturz, Tod und anschliessendem neuen Ladevorgang brauchen, bis die Figur endlich von A nach B hüpft.
Ein Online- oder Multiplayermodus ist nicht vorhanden.
FAZIT: Wenn überhaupt, dann sollte man nicht mehr als 10 Steine für die ungeschnittene Version von WET bezahlen, oder noch besser: sich das Spiel für 1-2 Tage ausborgen und durchspielen.