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Naked Lunch

4 von 5 Sternen 44 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: Peter Weller, Judy Davis, Sir Ian Holm, Julian Sands, Roy Scheider
  • Komponist: Howard Shore
  • Künstler: David Cronenberg, Peter Suschitzky, Jeremy Thomas
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 19. April 2005
  • Produktionsjahr: 1991
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen 44 Kundenrezensionen
  • ASIN: B0007U5V7U
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

New York 1953: Der erfolglose Schriftsteller Bill Lee hält sich als Kammerjäger über Wasser und versucht, seinen Frust mit Drogen zu betäuben. Vollgedröhnt mit Insektengift erschießt er seine Frau Joan beim "Wilhelm-Tell-Spiel" und flüchtet sich an einen fiktiven Ort namens Interzone. Dort wähnt er sich von skurrilen Kreaturen aus seinem schizoiden Unterbewusstsein verfolgt. Seine Schreibmaschine mutiert zu einem überdimensionalen Insekt, das ihn zwingt, seine Erlebnisse für eine geheimnisvolle Organisation zu dokumentieren. Die Kreatur fordert mehr und mehr Stoff...

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Die Handlung von Naked Lunch ist in einem Satz berichtet: Ein junger Autor erschießt versehentlich seine Ehefrau und flüchtet anschließend in den durch Drogenkonsum erreichten Realitätsverlust. Hinter dem Film, der sich um diesen Plot windet, stecken jedoch zwei Meister des Surrealen, der eine Schriftsteller, der andere Regisseur. Naked Lunch ist der Titel eines autobiografisch gefärbten Romanes von William S. Burroughs, der mit Jack Kerouac und Allen Ginsberg zur "Beat"-Generation der 60er Jahr gehörte. Unter der Beschreibung von Drogenexzessen vermittelte er seine Anklagen gegen Realität und Gesellschaft.

Regisseur David Cronenberg, der sich in eXistenZ mit eben diesen Themen auseinandersetzte, und der mit Crash ein ähnlich kontroverses Buch von J. G. Ballard verfilmt hatte, vermischte in seiner Adaption noch einmal Fiktion und Biografie. So stellt Peter Weller (Robocop) als Bill Lee ein doppeltes Porträt von W. S. Burroughs dar. Der Film vermittelt die zynische Weltsicht, das Unterbewusste und die Interpretation des drogenbeeinflussten Schreibens des Romans in eigenen, bizarren Bildern. Bei der Schreibmaschine, die sich in eine sprechende Küchenschabe verwandelt, lässt Franz Kafkas Verwandlung grüßen. Die Darstellung der seltsam menschlich-unmenschlichen "Mugwumps", Gestalten aus der Hölle der Opiate, zeigen, wie eng die Visionen Burroughs und Cronenbergs zusammenliegen.

Die Besetzung wird Freunden des Genre-Films als sehr treffend erscheinen: Ian Holm (Kafka, Brazil), Julian Sands (Gothic, Warlock), sowie Judy Davis (Barton Fink) und Roy Scheider (Der weiße Hai) bilden den inspirierten Cast eines wilden Trips, der nicht allein auf der Oberfläche seiner Bilder bleibt. --Alexander Röder -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Videokassette
Es erging mir genau gleich wie meinen Kumpels, als wir den Film das erste mal gesehen haben: Fragezeichen regierten unsere Welt. Der Film begann und hörte auf und liess uns völlig verwirrt und voller Unverständnis zurück. Als ich mir den Streifen dann nochmals zu Gemüte führte, konzentrierte ich mich speziell intensiv auf das bisher kaum verständliche Geschehen und war begeistert, selbst beim vierten und fünften mal...: Ein Kammerjäger, der sich mit seiner Frau zusammen Wanzenpulver in die Venen spritzt, begeht einen "Unfall" und findet sich fluchtmässig zwecks Drogenkonsum in einer Art Parallelwelt mit der Bezeichnung "Interzone" wieder. Die ganze Geschichte kann anhand zweier Schlüsselszenen reichlich entwirrt werden, denn einzig in diesen zwei Momenten sieht man durch die Augen nüchterner Aussenstehender: Der Held trägt jegliche Einzelteile seiner kaputten Schreibmaschine mit sich herum und trifft auf besagte alte Bekannte, denen er einen Blick in den Sack mit der "Schreibmaschine" gewährt. Was sich aber tatsächlich dort drinnen befindet: Spritzenhülsen, leere Tablettenpackungen und Unmengen sonstigen "Junkie-Abfalls". Ein brillianter Film mit einem Wahnsinns-Ende, das mir jedesmal seiner gemeinen Subtilität wegen einen harten Schlag versetzt... Kompromisslos und erschreckend klar...
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Format: DVD
Ich persönlich finde Naked Lunch ist eine gelungene Verfilmung von William S. Burroughs. Und zwar nicht primär die des gleichnamigen Buches sondern eher eine um Burroughs selbst und seinem psychedelischen Schaffensprozess des Werkes. So werden hier von Cronenberg biografische Fragmente Burroughs (z.B. die Wilhelm Tell Nummer war tatsächlich passiert!) mit phantasmagorischen Wahnfantasien eines überdrehten Drogenrausches des Schriftstellers versehen. Zu sehen gibt es hier insektoide Schreibmaschinen als Geheimagenten, Wanzenpulver als Drogen, alienartige Zwischenweltsfiguren die zwecks Drogengewinnung gemolken werden und übergreifende Themen wie Drogenmissbrauch, Homosexualität, Pädophilie, Wahnsinn und einiges mehr. Der gesamte Film ist sehr abstrakt gehalten und lässt sich sicherlich unterschiedlich interpretieren.
Zu den schauspielerischen Leistungen ist zu sagen, dass Peter Weller den ständigen Wechsel eines abstrusen Doppelagenten und eines von Drogen zerfressenden Wracks glaubhaft transportiert.
Wer ein Freund von David Cronenberg, David Lynch oder William S. Burroughs selbst ist, kann hier getrost zugreifen!
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Format: DVD
Naked Lunch ist ein Film, bei dem es besonders schwer fällt, sich eine Meinung zu bilden.
Die Frage ist, wie dieses Stück Kunst ohne das zugehörige Buch aufgenommen würde. Jedoch ist es natürlich absolut richtig einen Film auch in seinem Kontext zu bewerten und eben nicht nur auf sich selbst bezogen.
Zuerst eine Warnung: der Film ist anstrengend. Sowohl sein Inhalt, als auch seine Bilder fordern dem Zuschauer eine ganze Menge ab.
Naked Lunch ist nicht nur die Verfilmung des gleichnamigen Buchs von S. Burroughs, sondern verschmilzt den Inhalt des Buches mit der Biographie des Autors. Dies macht einen großen Reiz des Filmes aus. Wer das Buch gelesen hat und sich etwas mit der Biographie des Autors auskennt, wird viel Freude daran haben die einzelnen Szenen auseinander zu nehmen. Zusätzliche Aufwertung gewinnt der Film durch die wirklich hervorragende Perfomance von Peter Weller.

Wer weder Buch, noch Autor kennt, der wird eher weniger Spaß am Film haben. Eine vorherige Lektüre des beiliegenden Booklets ist zudem durchaus empfehlenswert. Der Film lebt nicht von seiner ausgefeilten, spannenden Geschichte. Man verdirbt sich also nichts, wenn man Teile der Story schon vorher kennt. Der Zugang zum Film und damit das Sehvergnügen wird aber extrem erhöht.
Deswegen kann jeder, der nicht zur Arthaus-Edition greift und/oder sich vorher umfangreich belesen hat, durchaus einen bis zwei Sterne in der Bewertung abziehen.
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Format: DVD
Ein erfolgloser Schriftsteller, der sich als Kammerjäger über Wasser hält, erschießt im Rausch des Insektenvernichtungsmittels seine Frau. Fortan versucht er sich von der Droge zu distanzieren, gerät jedoch immer tiefer in einen Sog aus Sucht und Haluzinationen.

Der Film ist schlichtweg brillant. Peter Weller spielt seine Rolle hervorragend, die skurillen Einfälle und Inszenierungen Cronenbergs sind unglaublich (auch wenn ich einige seiner Werke nicht so gut finde wie sie sein sollen) und die Stimmung des Films ist definitiv einzigartig. Zum Teil ist es schwer zu bestimmen, was Realität ist und was nur haluziniert wird, allerdigs gibt es hierfür gewisse Andeutungen und Zeichen. Den Film als sinnlos zu bezeichnen, finde ich in diesem Sinne nicht ganz richtig, da durchaus - wenn auch versteckt - Gesellschaftskritik geübt wird und bestimmte Branchen aufs Korn genommen werden. Das Tempo des Streifens ist langsam und gemächlich, wunderbar untermalt von jazzigen Tönen.

Fazit: Ein Leckerbissen für schwarzhumorige und geduldige Leute, die ein Auge für kunstvoll gedrehte Filme haben.
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