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Naked City

John Zorn Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (14. September 1990)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nonesuch (Warner)
  • ASIN: B000005J08
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.018 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Das ist die unbekümmertste Jazzplatte seit langem! Hier auf "Naked City" - so benannt nach einer uralten Krimi-Klamotte - werden die Stillosigkeit, der hemmungslose Eklektizismus des John Zorn zum Prinzip erhoben. Da geht es mitunter drunter und drüber, türmt sich offenkundiger Lärm mit der Musik mindestens dreier Jahrzehnte zu gigantischen Klanggebilden von oft bestürzender Kürze (Höhepunkt der Verknappung: "Hammerhead" mit nackten 8 Sekunden!) - zügellos aber wird die Musik von John Zorn deswegen noch lange nicht. Dieser Meister der Collage, der mit sicherem Gespür für Effekte eine Leiche aufs Cover packte, hat für jeden noch so groben Klotz einen Keil: Das hämmernde Stride-Piano mit röhrendem Saxophon wechselt wie selbstverständlich zu rohesten Free-Passagen, dazwischen wird lässig augenzwinkernd eine Runde Rhythm & Blues verbraten, und über das Fingerschnippen wundert man sich schon gar nicht mehr - vor allem nicht über das eigene. Gnadenlos jongliert John Zorn unter tatkräftiger Assistenz von Bill Frisell (Gitarre), Fred Frith (Baß), Wayne Horvitz (Keyboards) und Joey Baron (Drums) mit den Hörerwartungen, reißt seine irritiert fasziniert staunenden Zuhörer von einer Überraschung zur nächsten. Kein Wunder, daß Kino-Freak Zorn auch mit Vergnügen "Batman", Ennio Morricones "Sicilian Clan" und das "James Bond Theme" durch den Wolf dreht, immer mit jenem leicht überzogenen Humor, der "Naked City" so außerordentlich spritzig und amüsant macht. Die absolute Hit-Scheibe für die nächste Champagner-Party, empfohlen von ...

© Stereoplay -- Stereoplay

Mit lärmender Noise-Musik begann John Zorns Europa-Karriere. Inzwischen ist der Altsaxophonist bei Rhythm And Blues und Country angelangt - und trötet dazwischen so lärmig-rotzig wie einst. Facettenmusik spielt er, abrupt geschnittene Klangmuster zu unsichtbaren Filmen. Bei Ennio Morricone lieh er sich das Thema von Sicilian Clan aus, bei John Barry das James Bond Theme. Der Witz von Bill Frisell (Gitarre), Wayne Horvitz (Keyboards), Fred Grith (Baß) und Joey Baron (Schlagzeug) paßt bestens.

© Audio -- Audio

Nach Frederik Schikowskis Mini-LP “Mein kleines Pony” erblickt im grenzüberspannenden Experimentierfeld von Lux Nigra eine zweite Pop-Überraschung das Licht der Welt. Zorns “The City’s Collapsing (but not tonight)” ist die Chronologie einer Ausgeh-Nacht, von “Schatten und Staub” über “Rock the boat” bis “Nachtbus‘. Schon kurz vor elf steht fest: der Flow stimmt. Holpernd, aber geschmeidig zieht der Sequenzer seine Bahn, schaltet die Dub-Orgel an, bringt kleine Glocken zum Schwingen, stöbert auf Nebenbahnen im Fundus metallischen Gerölls und versetzt so ziemlich alles in Bewegung was Ohren und Beine hat. Digitale Strukturierung von organisch klingenden Patterns, die eine schöne Mischung darstellen aus Kühle und der ernstgemeinten Einladung, in Trance zu verfallen und mitzuschweben. Die Beats als Spitze eines sich jedesmal anders in Bewegung setzenden Rhythmusgefüges sind wie emsige Bienchen, schieben knallend, aber filigran voran und zeigen an ausgewählten Stellen ihre Macht, wenn sie ohne Vorwarnung beginnen, gegen den Strich zu laufen und alle Partikel innerhalb einer Zehntelsekunde in die Gegenrichtung zu magnetisieren, um dann in einer ganz anderen Spur weiterzumachen. Oder sie tun nur so, und in Wirklichkeit bleibt alles wie gehabt. Man würde gerne einen Blick auf Zorns Monitor werfen, um Aufschluss darüber zu erhalten. Aber wer will schon was über Strukturen wissen, wenn doch Soul im Spiel ist, und Melodien, die, selbstgewiss in sich ruhend, ihr Wissen kundtun, dass nichts, aber auch gar nichts schiefgehen kann? Zumindest nicht heute nacht.

Hendrik Kröz / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de -- INTRO


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5.0 von 5 Sternen Meisterwerk des Jazz-/Hardcorecrossover 3. November 2005
Format:Audio CD
Was für eine Platte: Filmmusik, Freejazz, Latin, Hardcore - alles ist möglich, alles ist packend interpretiert. Die Allstarband der N.Y. Downtownszene um John Zorn mit Fred Frith am Bass, Bill Frisell an der Gitarre, Wayne Horvitz am Keyboard, Joey Baron am Schlagzeug und dem grandios nervigen und anstrengenden Yamatsuka Eye an Gesang/Gebrüll (zum Glück nicht bei allen Stücken) begeistert mit unzähligen Rhythmuswechseln, bringt Musikstile zusammen, die nicht zusammengehören und trotzdem wunderbar zusammen passen. Höhepunkte: Die tollste Version des James Bond Themes ever und N.Y. Flat Top Box, wo in lediglich 45 Sekunden der ganze Humor dieser grandiosen Band zum Ausdruck kommt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nackter Zorn! 21. Juli 2010
Format:Audio CD
Das erste Album von Zorn`s Avantgarde-Projekt "Naked City" tönt wie ein makaberes Abgespiel auf den toten Gangster des Covers.

Die mit häufigen Verschiebungen in Tempo, Thema und Stil bis hin zum musikalischen Schleudertrauma versehenen instrumentalen Eigenkompositionen und Interpretationen von Filmsoundtrack- und Jazzklassikern bewegen sich spektakulär aber locker aus dem Ärmel gespielt zwischen (Free-) Jazz, (Punk-) Rock, (Thrash-) Metal, (Krach-) Noise oder sogar manchmal swingend-sonniger Surfmusik. Hierbei weht meist ein kräftiger Sturm durch`s meisterliche Saxophon und die teilweise durchgeknallten Klangfarben der F&Fschen Saiten werden von soft bis hart voll ausgereizt. Es gibt wohl wenige Alben, die derart unberechenbar sind.

Die mittig eher als Intermezzo eingefügten acht kurzen industrialpunkgrindcoreschen "Game Pieces"- in rasanter Abfolge und brachialer Lautstärke aneinandergefügt und zudem mit psychiatrischem Geschrei versehen - sind bestimmt nicht Jederhörers Sache; sie überzeugen jedoch ohrenbetäubend mit ihrer kakophonisch-noisigen Kompromisslosigkeit. Es ist aber reiner terroristischer Hardcore.

Die brutalen Angriffe auf das Ohr werden immer wieder mit schön-melodischen Abschnitten abgedämpft. Aber egal welche Gefühlslage grad ausgespielt wird - in jeder Sekunde ist den Hochkarätern ihre Begeisterung für dieses energiegeladene fast schon telepatische Zusammenspiel anzuhören - und dieser Spaß springt dem Zuhörer förmlich entgegen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grenzen suchend und ueberwindend: Naked City 1. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Naked City sind wirklich einmalig. Auf dieser ersten Veroeffentlichung dieser "Band" werden Filmklassiker gecovert und mit einer eigenen Note versehen, welches die Stuecke einmalig werden laesst. Hinzu kommen noch Versatzstuecke extremerer Praegung, da hier saemtliche Grenzen gesprengt werden. Dort treffen Grindcore-Aesthetik mit der wunderbaren Welt des Jazz aufeinander und ergeben ein ganz eigenes Klanggebraeu. "Naked City" ist etwas für Menschen mit sehr offenem Musikgeschmack, die Lust haben auf eine nervenintensive Reise in eine Welt des Klangkosmos in der nichts verboten zu sein scheint.
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4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hmm 12. Mai 2002
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Die Platte ist mir zu jazzig. Ich habe mit verrücktem
Crossover Zeugs a la Mr Bungle gerechnet... naked city benützt
kaum Metaleinflüsse. Aber trotzdem immer noch
ziemlich abgefahrene Tracks dabei, zb Batman, Saigon Pickup,
Punk China Doll, graveyard Shift. John Zorn ist ein Gott am Sax,
und auch sonst groovt die scheibe... yeah baby.
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