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Nader und Simin - Eine Trennung
 
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Nader und Simin - Eine Trennung

Leila Hatami , Peyman Moadi , Asghar Farhadi    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Leila Hatami, Peyman Moadi, Shahab Hosseini
  • Regisseur(e): Asghar Farhadi
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alamode Filmdistribution (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 27. Januar 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 118 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B005F8CL04
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.526 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Simin will sich von ihrem Mann Nader scheiden lassen. Allerdings nicht, wie man vermuten könnte, weil sie ihn nicht mehr liebt, sondern weil er seinen demenzkranken Vater nicht allein in Teheran zurücklassen will. Simin sieht dagegen keine Zukunft mehr für sich im Iran und will vor allem ihrer Tochter Termeh ein besseres Leben im Ausland ermöglichen. Weil Nader und damit auch der Scheidungsrichter jedoch ihre Zustimmung verweigern, zieht Simin zunächst zu ihren Eltern, ist Nader aber noch dabei behilflich, die Tagespflege für seinen Vater zu organisieren. Doch die tiefgläubige Razieh, die den alten Mann betreuen soll, ist schnell überfordert mit der Aufgabe, zumal sie schwanger ist und gleichzeitig ihre kleine Tochter beaufsichtigen muss. Als Razieh den alten Mann ans Bett fesselt, angeblich um mit ihrer Tochter Besorgungen machen zu können, kommt es zum Eklat: Nader wirft ihr vor, seinen Vater misshandelt zu haben, und wirft Razieh aus der Wohnung. Dabei stürzt diese und verliert ihr Baby. Nader droht nun eine Haftstrafe, die Simin um jeden Preis verhindern will. Es scheint allerdings, als ob Razieh, die ihre Anstellung selbst vor ihrem Mann geheim gehalten hat, nicht ganz die Wahrheit sagt.

Regisseur Asghar Farhadi ist mit seinem Film ein eindrucksvolles Bild der Lebensumstände ganz normaler Menschen im heutigen Iran gelungen, das fast schon dokumentarischen Charakter hat. Der familiäre, aber auch nachbarschaftliche Zusammenhalt unter den Menschen ist groß. Vertraute Regeln und Traditionen bestimmen den Alltag, spinnen aber auch unsichtbar ihre Netze, in denen sich Nader und Simin ebenso wie Razieh und ihr Mann verfangen. Farhadi (Alles über Elly) vergleicht Nader und Simin mit einem Kriminalfilm, mit dem Zuschauer in der Rolle des Ermittlers. Der Film ist ein vielschichtiges Rätsel, das aus jeder Perspektive eine andere Bedeutung zu erhalten scheint und eine Vielzahl von Interpretationen zulässt. Wer sagt die Wahrheit, wer hat Recht? Welche Motive bestimmen das Handeln? Die Kinder spielen dabei eine ganz besondere Rolle, sie sind die eigentlichen Richter.

Jede Entscheidung, die wir treffen, hat Auswirkungen auf das Leben anderer sowie das eigene. Zwar lässt sich eine Entscheidung relativieren, aber vollkommen zurücknehmen lassen sich die Folgen nicht. Vieles bleibt unausgesprochen oder im Verborgenen. Farhadis fein verzweigtes Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen und moralischer Haltungen entfaltet sich vor dem Porträt der modernen iranischen Gesellschaft, berührt aber genauso Fragen von allgemeiner Gültigkeit, was das Verhältnis zwischen Mann und Frau, Eltern und Kindern und verschiedenen sozialen Schichten angeht. Nader und Simin wurde 2011 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären sowie zwei silbernen Bären für die schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet. Zudem erhielt er den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film. -- Ellen Große

Produktbeschreibungen

Nader und Simin sitzen vor Gericht. Simin will die Scheidung, um mit ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen an Alzheimer leidenden Vater nicht zurücklassen. Als ihr der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin zurück zu ihren Eltern. Nader engagiert für die Pflege seines Vaters die junge Mutter Razieh. Doch Razieh arbeitet ohne Erlaubnis ihres jähzornigen und hoch verschuldeten Ehemannes - und sie erwartet ein weiteres Kind. Mit der Pflege des verwirrten Vaters ist sie schon bald überfordert. Eines Tages bindet sie den alten Mann ans Bett und verlässt die Wohnung. Als Nader seinen bewusstlosen Vater findet, stößt er Razieh wütend aus der Wohnung. Am nächsten Tag erfährt Nader, dass Razieh bei dem Sturz ihr Kind verloren hat. Wusste er, dass sie schwanger war? Sagt Razieh die volle Wahrheit? Ein Netz aus Lügen, Angst und Beschuldigungen spinnt sich unentrinnbar um

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
... wird Teil eines komplexen Geflechtes aus Handlungen, Unterlassungen, Gesagtem und Unausgesprochenem. Zwar kann eine neue Entscheidung die ältere relativieren oder gar ablösen, völlig aus der Welt schaffen lässt sich eine einmal getroffene und in (Wort und in) die Tat umgesetzte Entscheidung aber nicht.
Die mit dem Namen der Protagonisten verbundene, titelgebende Entscheidung zur Trennung der Ehe ist schon in der Eröffungsszene des Films zu sehen. Interessanterweise sitzt der Zuschauer auf dem Platz des Richters (wie z.B. auch im Filmklassiker Rashomon) und hört sich an, warum die schöne, selbstbewusste Simin die Scheidung eingereicht hat und warum der ernste, aber einfühlsame Nader dieser nicht zustimmen will. Eigentlich will Simin das Land verlassen, um ihrer 14-jährigen Tochter Termeh eine bessere Ausbildung zu ermöglichen. Nader sagt, er könne seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht einfach zurücklassen. Eine Scheidung kann wegen Uneinigkeit nicht ausgesprochen werden, so zieht Simin erstmal zu ihrer Mutter, die Tochter bleibt in der Familienwohnung bei Vater und Großvater und für letzteren wird nun eine Pflegekraft eingestellt. Die schwangere Razieh hat zwar kaum Erfahrung in der Pflege, ist aber wegen der Arbeitslosigkeit ihres Mannes und der hohen Schulden dringend auf Geld angewiesen. Noch problematischer wird es, als sie sich auf Grund ihrer starken religiös-traditionellen Verwurzelung in Gewissenskonflikte verwickelt, weil sie den Großvater, der sich auch nicht mehr selbst waschen kann, körperlich berühren soll. Die Ereignisse spitzen sich weiter zu, als durch eine Unachtsamkeit und den anschließenden Streit zwischen Nader und Razieh Verletzungen geschehen.

Regisseur und Drehbuchautor Asghar Farhadi hat in seinem dritten Spielfilm die Thematik der ersten beiden Filme ("Fireworks Wednesday" und About Elly) fortgesetzt. Es geht um die Strukturen und Verflechtungen auf der zwischenmenschlichen Ebene in der gegenwärtigen iranischen Gesellschaft, aber auch Fragen von allgemeiner, internationaler Gültigkeit: Die Rolle der Frau, die Bedeutung von Religion und Tradition, die Entwicklung zu einem stärker westlich geprägten Lebensstil und die universalen Fragen, die mit Mann-Frau- und Eltern-Kind-Beziehungen zusammenhängen.
Insofern ist der 2011 mit dem Goldenen Bären der Berlinale und zwei sibernen Bären für die besten Darstellerleistungen ausgezeichnete Film "Nader und Simin" weniger die Geschichte einer Scheidung eines Ehepaares, sondern zeigt ein sich in feinen Linien verzweigtes Geflecht von Beziehungen und Haltungen der Menschen untereinander, angesichts von unterschiedlichen sozialen Hintergründen und moralischen Fragen. Wichtiger als die Dinge, die gesagt und getan werden, sind die Gesten, Blicke, Unterlassungen und Aussparungen. Oft genug sieht der Betrachter nicht, was die Figuren tun oder es werden nur Ausschnitte durch Türrahmen und Fenster gezeigt, so dass vieles im Kopf erst konstruiert werden muss. Manche entscheidende Handlung wird sogar nur rückblickend erzählt oder lediglich angedeutet. Dazu passend bleiben viele Fragen und Themen ungelöst, dies macht aber das eigentlich Faszinierende dieses sehr dichten und menschlich ungemein spannenden Filmes aus. Am Ende muss wieder eine Entscheidung getroffen werden: Die Tochter soll dem Scheidungsrichter sagen, bei welchem Elternteil sie leben will. Tameh ist erwachsener geworden in all den Verwicklungen mit den Eltern, dem Großvater und Razieh und ihrem Mann. Sie weiß nun, dass eine Entscheidung eine Fülle von Folgen hat, die das Leben völlig verändern können.

Die in den Extras enthaltenen Interviews und der kurze Bericht über die Hintergründe der Entstehung des Films sind sehr informativ, um die Arbeitsweise von Regisseur Farhadi besser zu verstehen, der bereits 2009 für seinen Film "Elly" den silbernen Bären für die beste Regie gewann und seitdem zu den bedeutendsten iranischen Regisseuren gezählt wird. Sehr sehenswert!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von HEAVENSHALLBURN TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
"Nader und Simin" erzählt die Geschichte von eben diesen beiden Personen und ihrer Tochter Termeh, die in Teheran als Familie zusammenlebten. Die Vergangenheitsform deshalb, da der Film mit dem Ende einer 14jährigen Ehe beginnt, dessen Ursachen aber weitestgehend im Dunkeln bleiben. In der gemeinsamen Wohnung lebt der an Demenz erkrante Vater Naders, um den sich die gesamte Familie in der Vergangenheit kümmerte. Simin bittet um die Scheidung. Als Grund gibt sie an, dass der Ehemann nicht mit ihr ins Ausland gehen möchte. Die Weigerung begründet er unter anderem mit dem kranken Vater. Dem Scheidungsgrund wird aufgrund fehlender triftiger Gründe nicht entsprochen. Simin zieht aus, jedoch nicht in die Welt hinaus, sondern lediglich zu ihren Eltern. Die Organisation der Pflege des Vaters bereitet Nadar Probleme und so engagiert er eine Betreuung und Haushaltshilfe. Rahzi ist schwanger. Ihr Ehemann Hodjat ist seit längerer Zeit arbeitslos und ihre kleine Tochter muss sie zu der Arbeit begleiten. Ihr Anfahrtsweg ist mühsam, sie wohnt ausserhalb der Stadt. Die Pflege des alten Mannes erweist sich als schwierig und schwer mit dem eigenen Glauben vereinbar. Trotzdem nimmt Rahzi die Herausforderung an, sie kann auch nicht anders, die Familie braucht das Geld. Nader und seine Tochter kommen eines Tages fürher nach Hause. Rahzi ist nicht da und der "Pflegefall" liegt gefesselt und verletzt in seinem abgeschlossenen Zimmer. Als Rahzi und ihre Tochter kurze Zeit später wieder auftauchen, bezichtigt Nader sie des Diebstahls und es kommt zum Streit, in dessen Folge es zu einer scheinbaren Wendung des Filmes kommt. Zwei Familien finden sich vor Gericht wieder und bezichtigen sich gegenseitig. Naders und Simins Tochter Termeh wird zunehmend zum Syptomträger gestörter Kommunikation und Interaktion und tappt von einer Beziehungsfalle in die nächste.

"Nadar und Simin" ist ein wuchtiges, zugleich feinfühliges iranisches Drama des Drehbuchautors und Regisseurs Asghar Farhadi, der mir bisher vollkommen unbekannt war. Der geschickte dramaturgische Aufbau und die sich zunehmend auswegsloser gestaltende Storyline nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, auf der er ab der Mitte schnell vergisst, dass das Ende bereits feststehen und es zurück in die eigenen vier Wände gehen könnte. Aus einer Situation heraus, die jegliche und vorstellbare Dynamik hätte erzeugen können, ergibt sich ein Netz, aus dem es mit zunehmender Spieldauer kaum ein Entrinnen zu geben scheint. Zu festgefahren und unnachgiebig scheinen die Protagonisten auf die jeweilige eigene Position zu beharren und aus dieser heraus ergeben sich folgenschwere neue und vorher unvorstellbare Situation für alle. "Nadir und Simin" ist ein Film über Beziehungen, über Kommunikation, Wahrheit und Lüge, Moral und Ethik, als auch über eine Familie im konkreten und speziellen. Eine Familie, die nicht nur zerbricht, sondern zudem versucht die gegenseitigen Argumente und Beschuldigungen die zum Scheitern führten, auf sämtliche soziale Nebenschauplätze zu verlagern. Der Untertitel "Eine Trennung" weist auf ein mögliches Beurteilungskriterium des Films hin, bei dem es schwerfällt der zunehmenden Auswegslosigkeit folgen zu können. Obwohl die Entwicklung logisch erscheint, insbesondere wenn ein Blick durch die "differenzierende Kulturbrille" möglich ist, fällt es einem schwer, Partei für einen der Protagonisten zu ergreifen. Ebenso kann jedoch auch keiner als "persona non grata" identifiziert werden. Ein perfekter Schachzug und etwas nicht all zu oft erlebtes. "Nadar und Simin" dokumentiert und inszeniert die Komplexität menschlichen Handelns auf eine sehr undogmatische und zuschreibende Art und Weise und gehört für mich zu einem der Highlights in 2011.

Lobend möchte ich auch die "angenehme Darstellung" des Landes, der Kultur und der Menschen erwähnen. Nachdem Menschen aus dem vorderasiatischen Raum in der nahen Film - Vergangenheit all zu oft das Label des "Bösewichts" in jeglicher Hinsicht aufgedrückt bekamen, halte ich es für einen notwendigen Schritt, die Stereotypen und Diskriminierungen nicht fortwährend zu reproduzieren, sondern auch auf "die andere Seite der Medaille" hinzuweisen. Asghar Farhadi muss sich meines Wissens nach nicht vorwerfen lassen, ein geschöntes Bild einer "kaputten Gesellschaft" entworfen zu haben, welches als Propaganda die Welt bereisen sollte. Was zu den Extras auf dieser DVD führt. Neben einer Dokumentation und einem Interview mit dem Regisseur, gibt es auch ein Interview mit Leila Hatami, die Simin spielt. Etwas verwundert bin ich über das Fehlen der persischen Originaltonspur auf der Amazon Produktbeschreibung. Meine Version besitzt diese nämlich.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einer der besten Filme 2011 9. November 2011
Format:DVD
Der Regisseur Asghar Farhadi hat mit Nader und Simin einen der intensivsten und emotionalsten Filme dieses Jahres vorgelegt. Nicht umsonst räumt er überall die begehrtesten Filmpreise ab und wurde vom Iran für den Oscar vorgeschlagen.

Nader und Simin wollen die Scheidung. Die Umstände haben sie auseinander getrieben, obwohl sie sich eigentlich lieben. Simin will mit der gemeinsamen Tochter das Land verlassen, aber Nader will seinen pflegebedürftigen Vater nicht im Stich lassen. Der Richter verweigert die Scheidung und so zieht Simin aus der gemeinsamen Wohnung aus. Nader muss für seinen Vater eine Pflegerin engagieren. Die junge Mutter Razieh arbeitet ohne die Erlaubnis ihres jähzornigen Ehemannes und erwartet erneut ein Kind. Schon bald ist sie mit der Pflege des verwirrten Vaters überfordert und begeht einen folgenschweren Fehler. Im Streit mit Nader darüber, stößt er sie wutentbrannt aus der Wohnung. Am nächsten Tag erfährt er, dass Razieh durch den Sturz ihr Kind verloren hat.

Vor diesem Hintergrund durchleuchtet Farhadi die iranische Mittelschicht und erzählt von einem Netz aus Lügen, Halbwahrheiten und Beschuldigungen eine wahnsinnig intensive Geschichte, die einen so schnell nicht wieder loslässt.
Unbedingt anschauen!
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genial
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Nader und Simin - Eine wahre Offenbarung für das...
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Vor 4 Monaten von Michael Kandov veröffentlicht
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