Ich habe dieses Buch unmittelbar nach Haus, Frauen, Sex gelesen. Ich war ziemlich enttäuscht. Die Geschichte an sich gäbe einiges her. Schreiner schildert den Abschied von ihrem an Alzheimer erkrankten Vater. Einige Szenen sind auch sehr bewegend. Als Linzerin hat mir natürlich auch gefallen, dass ich den Schauplatz wie meine Westentasche kenne und meine eigene Oma noch beim legendären "Kolczak" eingekauft hat. Die sicher notwendigen dramatischen Szenen haben jedoch meine Schmerzgrenze überschritten. Das Sterben des Vaters ist derart minutiös geschildert, dass ich einige Seiten aus Selbstschutz übersprungen habe. Wenn ich solche Einzelheiten wissen will, dann lese ich in einem Fachbuch nach. In einem Roman brauche ich sie nicht. Am meisten habe ich jedoch bedauert, dass das Buch nicht die gleiche Kraft wie Haus, Frauen, Sex ausstrahlt. Schade!