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Nackt unter Wölfen: Roman [Taschenbuch]

Bruno Apitz
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. Oktober 1998 --  
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 1998
Ein Kind im Konzentrationslager Buchenwald, ein dreijähriger Junge, eingeschleust von einem Neuzugang aus Auschwitz. Wenn die SS davon erfährt, ist ihm der Tod gewiß. Und auch denjenigen, die sein Leben bewahrten. Mehr noch: Die SS könnte auf die Spur des geheimen internationalen Lager-Komitees gebracht werden, das durch einen Aufstand der Liquidierung aller zuvorkommen will. Denn das ist der Plan der Lagerleitung: Die näherrückenden Amerikaner sollen in Buchenwald keine lebende Seele vorfinden. Dennoch – nirgendwo kann man das Kind besser schützen als hier. Aller Vernunft zum Trotz verbergen die Häftlinge den Jungen bis zu dem Tag, an dem sie das Lagertor stürmen.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 409 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 12 (1. Oktober 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746614201
  • ISBN-13: 978-3746614205
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 256.507 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Bruno Apitz, 1900 als zwölftes Kind einer Leipziger Proletarierfamilie geboren, lernte Stempelschneider, kam 1917 wegen Antikriegspropaganda ins Gefängnis, begann eine Buchhändlerlehre und war u. a. Schauspieler. Seit 1927 Mitglied der KPD, wurde er 1933 inhaftiert, war in mehreren KZ, einem Zuchthaus und ab 1937 bis zur Befreiung 1945 im KZ Buchenwald. Danach arbeitete er als Redakteur, Verwaltungsdirektor der Städtischen Bühnen Leipzig und Dramaturg bei der DEFA. Ab 1955 freier Autor in Berlin. Er starb 1979. Sein erster Roman „Nackt unter Wölfen“ (1963 verfilmt von Frank Beyer, u. a. mit Erwin Geschonneck und Armin Mueller-Stahl) wurde zu einem Welterfolg.

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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
55 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leben in einem KZ 5. September 2002
Format:Broschiert
Der 1958 entstandene Roman spielt während der Zeit der nationalsozialistischen Judenverfolgung im oberhalb von Weimar gelegenen Konzentrationslager Buchenwald. Im März 1945 entdecken KZ - Häftlinge in einem eingeschmuggelten Koffer ein dreijähriges jüdisches Kind namens Stefan, dessen polnische Eltern in Auschwitz vergast wurden. Die ebenfalls vom Tode bedrohten Häftlinge verstecken den Jungen, um ihn nicht in die Hände der unmenschlichen Lagerkommandantur fallen zu lassen. Das bringt nicht nur die unmittelbar Beteiligten in höchste Gefahr, Stefans Anwesenheit gefährdet auch den geplanten Aufstand zur Selbstbefreiung der Gefangenen. Die aus Häftlingen bestehende Lagerverwaltung muß nun zwischen dem Leben eines hilflosen Kindes und dem zahlloser Häftlinge abwägen. Doch eines ist klar, jeder Tag, den der Junge unentdeckt im Versteck verbringt, ist ein kleiner Sieg der erniedrigten KZ - Gefangenen gegenüber den grausamen SS - Schergen Kluttig, Reinebothe und dem sadistischen Bunkerkommandanten Mandrak. Zwar kommt duch die von Westen her stetig näher rückende Kriegsfront Hoffnung auf. Doch niemand hat die Sicherheit, daß die SS - Verwaltung nicht doch noch alle Lagerinsassen kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner tötet.

Fazit : Der düstere und grausame KZ - Alltag erwacht zum Leben bei der Lektüre dieser authentischen Geschichte, die Bruno Apitz kenntnisreich und spannungsvoll mit großer menschlicher Anteilnahme niedergeschrieben hat. Das verwundert nicht, bedenkt man, daß der 1900 in Leipzig geborene Autor, der seit 1927 Mitglied der KPD war, fast 9 Jahre von 1936 bis 1945 als Häftling im Konzentrationslager Buchenwald verbracht hat. 'Nackt unter Wölfen' ist über alle ideologisch unterschiedlichen Anschauungen hinweg ein lesenswertes Buch über menschliches Verhalten während der wohl düstersten Periode deutscher Geschichte.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefangen in der Hölle 1. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bruno Apitz (1900-1979) hat mit dem Werk NACKT UNTER WÖLFEN (1958) einen Roman gegen das Vergessen geschrieben. Denn es ist auch über 50 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ungemein wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, wie hauchdünn die Trennungslinie zwischen Menschenwürde und Barbarei ist.

Dieser Roman-Klassiker ist ein Buch, das unsere Kenntnis von Wesen unmenschlicher Naturen, der perfekt funktionierenden Organisation von Unterdrückung und der Ausübung von Gewalt maßgeblich bereichert.

Die emotionale Kraft dieses Werkes liegt in der großen Genauigkeit, die Gefangenschaft in der Hölle auf Erden ohne sprachliche Umschreibungen auf den Punkt zu bringen.

Das Werk kann helfen, die Hilflosigkeit zu überwinden, die es heute noch zu diesem Thema gibt. Es zeigt auch, dass ein Schlußstrich auch nach einem halben Jahrhundert längst nicht gezogen werden kann. Apitz zeigt, dass Haß das Zusammenleben von Menschen belastet und die willkürliche Drohung mit dem Tod in die Barbarei führt.

Vielleicht hilft dieses Buch weiterhin eine Kultur des Erinnerns und Mitfühlens zu kultivieren. Denn "Wiedergutzumachen" ist nichts mehr. Denn wer an der Vernichtung menschlicher Würde mitwirkt, entwürdigt letzten Endes sich selbst - ohne es oftmals bewußt zu merken.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und ergreifend 24. September 1999
Format:Taschenbuch
Für mich ein packendes Buch über das Schicksal eines kleinen Kindes und der Hilfs- und Aufopferungsbereitschaft der Insassen eines Konzentrationslagers. Als eines Tages wieder ein Zug mit jüdischen Männern und Frauen im Konzentrationslager Buchenwald ist unter ihnen auch ein Mann mit einem großen Koffer. Man trennt ihm von diesem und eher zufällig werden einige Häftlinge des kleinen Kindes, ein kleiner Junge, im Inneren des Koffers gewahr. Von nun an beginnt ein Katz und Maus Spiel mit der Lagerleitung. Doch ist es nicht nur damit getan ein Versteck für das Kind zu finden, so muß es auch versorgt und beschäftigt werden, ferner gefährdet das Kind das bisherige Leben der Insassen. Apitz schafft es den Leser in diese traurige Welt hineinzuversetzen und schildert neben den erschreckenden Zuständen im Lager, auch die Wege und Möglichkeiten die sich die Häftlinge geschaffen haben und nun durch daß Verstecken des Kindes aufs Spiel setzen. Ein gutes Buch über ein trauriges Kapitel in der Geschichte und doch soll es keine Anklage sein, sondern vielmehr ein Aufruf alles für die Zukunft unserer Kinder zu tun, auch wenn es inzwischen schon länger zurückliegt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Weniger packend, als die Inhaltsangabe vermuten ließe
Im Frühjahr 1945 wird ein dreijähriges Kind ins KZ Buchenwald geschmuggelt. Die Lagerinsassen stehen nun vor der Gewissensentscheidung, dieses zu verstecken oder es zu... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von schmechi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nackt unter Wölfen
Auch dieses Buch ist sehr gut geschrieben und läßt einen teilhaben an dem Wissen, daß es selbst in dieser
Hölle hilfsbereite und sogar opferbereite... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von it-direkt24 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Willkommen im KZ Buchenwald
Der Autor dieses Buches, Bruno Apitz, weiß, wovon er schreibt, verbrachte er doch selbst viele Jahre im KZ Buchenwald. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Thom-X veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nackt unter Wölfen von Bruno Apitz
Dieses Buch kam in sehr gutem Zustand bei mir an ( Leinenbindung)
Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Christine veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Kind in Buchenwald...
Bruno Apitz, Jahrgang 1900, war aus kinderreicher Familie stammend, als Buchhändler und Linksradikaler mit Antikriegspropaganda politisch tätig, bevor ihn die Nazis... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2010 von Shaun
4.0 von 5 Sternen Ein sehr emotional angelegtes Buch
Bruno Apitz, der selbst 8 Jahre in Buchenwald einsaß, kannte das Lagerleben natürlich sehr genau. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2010 von R. Zentgraf
5.0 von 5 Sternen sehr packend
Also ich muss erstmal sagen,dass ich mit kaum einer Erwartung an das Buch herangegangen bin. Auf den ersten zwei, drei Seiten ist es etwas gewöhnungsbedürftig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Februar 2009 von Stefanie Hojenski
5.0 von 5 Sternen Menschsein in der Inhumanität
Bruno Apitz, gestorben 1979 in Ost-Berlin, hat acht Jahre Buchenwald überlebt. Sein authentischer KZ-Roman "Nackt unter Wölfen" wurde in mehr als 30 Sprachen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2007 von Dr. Reinhard Lahme
4.0 von 5 Sternen spannung ohne ende!!!
Das Buch "Nackt unter Wölfen" von Bruno Apitz war sehr interessant und vor allem spannend!!! Lesen Sie weiter...
Am 27. Mai 2001 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen kampfgeist trotz grausamkeiten!
meines erachtens nach spricht dieses buch für sich. grausamkeiten, mißhandlungen und die allgemeine verfassung der insassen werden so realistisch geschildert, daß... Lesen Sie weiter...
Am 8. Mai 2001 veröffentlicht
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