Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leben in einem KZ, 5. September 2002
Der 1958 entstandene Roman spielt während der Zeit der nationalsozialistischen Judenverfolgung im oberhalb von Weimar gelegenen Konzentrationslager Buchenwald. Im März 1945 entdecken KZ - Häftlinge in einem eingeschmuggelten Koffer ein dreijähriges jüdisches Kind namens Stefan, dessen polnische Eltern in Auschwitz vergast wurden. Die ebenfalls vom Tode bedrohten Häftlinge verstecken den Jungen, um ihn nicht in die Hände der unmenschlichen Lagerkommandantur fallen zu lassen. Das bringt nicht nur die unmittelbar Beteiligten in höchste Gefahr, Stefans Anwesenheit gefährdet auch den geplanten Aufstand zur Selbstbefreiung der Gefangenen. Die aus Häftlingen bestehende Lagerverwaltung muß nun zwischen dem Leben eines hilflosen Kindes und dem zahlloser Häftlinge abwägen. Doch eines ist klar, jeder Tag, den der Junge unentdeckt im Versteck verbringt, ist ein kleiner Sieg der erniedrigten KZ - Gefangenen gegenüber den grausamen SS - Schergen Kluttig, Reinebothe und dem sadistischen Bunkerkommandanten Mandrak. Zwar kommt duch die von Westen her stetig näher rückende Kriegsfront Hoffnung auf. Doch niemand hat die Sicherheit, daß die SS - Verwaltung nicht doch noch alle Lagerinsassen kurz vor der Befreiung durch die Amerikaner tötet.Fazit : Der düstere und grausame KZ - Alltag erwacht zum Leben bei der Lektüre dieser authentischen Geschichte, die Bruno Apitz kenntnisreich und spannungsvoll mit großer menschlicher Anteilnahme niedergeschrieben hat. Das verwundert nicht, bedenkt man, daß der 1900 in Leipzig geborene Autor, der seit 1927 Mitglied der KPD war, fast 9 Jahre von 1936 bis 1945 als Häftling im Konzentrationslager Buchenwald verbracht hat. 'Nackt unter Wölfen' ist über alle ideologisch unterschiedlichen Anschauungen hinweg ein lesenswertes Buch über menschliches Verhalten während der wohl düstersten Periode deutscher Geschichte.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Beweis der Menschlichkeit!, 11. April 2001
Von Ein Kunde
"Nackt unter Wölfen": Ein Buch mit packender Story,die auf einer wahren Begebenheit beruht;dies und die Tatsache,dass Bruno Apitz sehr fessenlnd schreibt,ist sicherlich die Ursache dafür,dass dieses Buch unter die Haut geht! "Am Schicksal einer Kindes wird die Grausamkeit der Faschisten,aber auch die tiefe Solidarität der polnischen Häftlinge deutlich,die ihr Leben auf die Waagschale legen,um ein eiziges Kind, aber mit ihm die eigene Menschlichkeit vor dem Untergang zu retten!" Bruno Apitz war selber Gefangener in Buchenwald.Jahre nach der Befreiung schrieb er das Buch! Wir,der Deutsch-Ergänzungskurs vom 2. Semester des Rückert-Gymnsiums behandelten dieses Buch!!! Liebe Grüsse an meine Schule!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gefangen in der Hölle, 1. Januar 2001
Von Ein Kunde
Bruno Apitz (1900-1979) hat mit dem Werk NACKT UNTER WÖLFEN (1958) einen Roman gegen das Vergessen geschrieben. Denn es ist auch über 50 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ungemein wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, wie hauchdünn die Trennungslinie zwischen Menschenwürde und Barbarei ist.Dieser Roman-Klassiker ist ein Buch, das unsere Kenntnis von Wesen unmenschlicher Naturen, der perfekt funktionierenden Organisation von Unterdrückung und der Ausübung von Gewalt maßgeblich bereichert. Die emotionale Kraft dieses Werkes liegt in der großen Genauigkeit, die Gefangenschaft in der Hölle auf Erden ohne sprachliche Umschreibungen auf den Punkt zu bringen. Das Werk kann helfen, die Hilflosigkeit zu überwinden, die es heute noch zu diesem Thema gibt. Es zeigt auch, dass ein Schlußstrich auch nach einem halben Jahrhundert längst nicht gezogen werden kann. Apitz zeigt, dass Haß das Zusammenleben von Menschen belastet und die willkürliche Drohung mit dem Tod in die Barbarei führt. Vielleicht hilft dieses Buch weiterhin eine Kultur des Erinnerns und Mitfühlens zu kultivieren. Denn "Wiedergutzumachen" ist nichts mehr. Denn wer an der Vernichtung menschlicher Würde mitwirkt, entwürdigt letzten Endes sich selbst - ohne es oftmals bewußt zu merken.
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