Es gibt 'lustige' Menschen. Menschen, die im Fernsehen Frauenwitze erzählen für die man(n) vor noch wenigen Jahren öffentlich gesteinigt worden wäre, zumindest war die Gefahr groß, wichtige Körperteile unfreiwillig zu verlieren. Heute verdienen die Leute, neben denen man nie in der Kneipe sitzen wollte ein Vermögen mit eben diesen Zoten.
Zum Glück gibt es versteckte, rebellische und weitestgehend unentdeckte Bereiche des Humors, die sich diesem Zotentrend entziehen. Die in geheime und absurde Innenwelten entführen und dabei stets weniger fremdartig erscheinen, als vorher gedacht. Humor, der stets auch das eigene Zerrspiegelbild mit belacht, anstatt dem Zeigefinger als Mittel der Respektlosigkeit zu neuen Stilblüten zu verhelfen. Vielleicht brauchen wir mehr Sozialarbeiter, die uns lehren, wie wir wieder freudvoll mit Humor umgehen können. Am Rande sei bemerkt, dass natürlich auch alle wichtigen Aspekte des alltäglichen Wahnsinns abgedeckt werden, Beziehungen in völlig neuem Licht erscheinen und wichtige Reiserouten ins Absurde aufgezeigt werden. Ich persönlich nutze nach der Lektüre Taxifahrten und den öffentlichen Nahverkehr als Abenteuer-Kurzurlaube.