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Nackt
 
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Nackt

Heike Makatsch , Benno Fürmann    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 35,83 Kostenlose Lieferung. Details
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Autorin und Filmemacherin Doris Dörrie hat eine Vorliebe für ganz einfache und dabei ungeheuer bedeutungsschwangere Titel. So folgt auf Männer, Paradies, Geld, Keiner liebt mich und Bin ich schön nun Nackt. Und wie schon bei ihren früheren Filmen hat dieses eine Wort, das man in Gedanken sofort mit einem Ausrufezeichen versieht, auch hier neben seiner konkreten mindestens noch eine metaphorische und eine philosophische Bedeutung. Doris Dörrie will uns ihre Figuren, drei Paare, deren Beziehungen sich in unterschiedlichen Stadien der Auflösung befinden, nackt, also all ihrer Masken und Schutzmechanismen beraubt, zeigen. Zugleich zielt der Titel aber auch auf den nackten Materialismus unserer Zeit und unserer Gesellschaft ab, auf die Kälte und die spirituelle Leere, die das Leben der Menschen immer weiter aushöhlen.

Früher einmal waren Emilia (Heike Makatsch) und Felix (Benno Fürmann), Charlotte (Nina Hoss) und Dylan (Mehmet Kurtulus), Annette (Alexandra Maria Lara) und Boris (Jürgen Vogel) nicht nur die besten Freunde, sie waren auch glücklich. Davon ist nun kaum mehr etwas zu spüren. Dylan und Charlotte sind an der Börse zu Geld gekommen. Doch die materielle Sicherheit hat sie nicht näher zusammengebracht, sie haben sich vielmehr voneinander entfremdet. Zudem steht das Geld wie eine unüberwindliche Mauer zwischen ihnen und ihren nicht so erfolgreichen Freunden.

Emilia und Felix haben sich schon vor einiger Zeit getrennt, aber ihnen fehlt die Kraft, einen endgültigen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit zu ziehen. Nur Annette und Boris haben sich noch etwas von der Unbeschwertheit bewahrt, die sie einst alle glücklich und zufrieden sein ließ. Allerdings brodelt es auch bei ihnen unter der Oberfläche, und so ist ihre Zukunft fast genauso ungewiss wie die der anderen beiden Paare. Als sich alle sechs zu einem Abendessen in Charlottes und Dylans neuem Designerhaus treffen, brechen all die Konflikte auf, die nun schon seit Jahren zwischen ihnen schwelen.

Hatte sich Doris Dörrie bei ihrem vorherigen Film Erleuchtung garantiert noch ganz von der Freiheit leiten lassen, die ein Filmemacher durch die Arbeit mit einer digitalen Videokamera gewinnt, wird Nackt von einer überaus radikalen ästhetischen Strenge bestimmt, die man so aus ihrem Werk gar nicht kannte. Jede Einstellung ist bis ins letzte Detail durchkomponiert, jedes noch so kleine Requisit hat seine Bedeutung, jede Szene und jede Figur hat ihre Farben, die mit ihren speziellen Konnotationen das Alltägliche ins Allgemeine überführen soll, und jeder Satz, den die sechs von sich geben, wirkt, als wäre er zuvor von Doris Dörrie in Stein gemeißelt worden. Dieser rigide Stil, der wohl zum Teil auch aus der Vorlage, Dörries eigenem Theaterstück Happy, resultiert, hat zwar in Momenten seinen Reiz, vor allem wenn Frank Griebes Kamera die Räume in Spiegel zu verwandeln scheint, die das Innerste der Figuren entblößen, doch letztlich erstickt er die Figuren und den Film.

Noch nie haben Heike Makatsch, Benno Fürmann, Nina Hoss und Mehmet Kurtulus in einem Film so leblos gewirkt wie hier. Nicht nur ihre Figuren erscheinen einem als Zombies, denen die Schein- und Warenwelt der New Economy die Seele geraubt hat. Nur Alexandra Maria Lara und Jürgen Vogel gelingt es gelegentlich, aus Doris Dörries viel zu starrem Konzept auszubrechen. Sie haben sich eine gewisse Distanz zu ihren Dialogen bewahrt, und so ahnt man, dass hier zwei wirkliche Menschen sprechen, die keine Sprache für ihre tiefsten Ängste und Empfindungen haben, die sich also in Plattitüden und Kalendersprüche flüchten, weil das immer noch besser ist, als ganz zu schweigen. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

"In ihren Beziehungen irgendwo zwischen Herzklopfen, Entfremdung und Trennung, treffen sich drei befreundete Paare. Als Test für die erreichte Nähe entschließt man sich zu einem Experiment. Nackt und mit verbundenen Augen soll der Partner mit den Händen erkannt werden. Doch die Liebesprobe führt zu ernüchternden Ergebnissen."

VideoMarkt

Ein Abendessen, drei Pärchen, sechs Meinungen und ein Spiel: Emilia und Felix, die sich soeben getrennt haben, die reichen, ewig streitenden Gastgeber Charlotte und Dylan sowie Annette und Boris, die miteinander einigermaßen glücklich zu sein scheinen. Weil keine rechte Stimmung aufkommen will, stachelt Emilia die anderen zu einem Experiment an. Problemstellung: Würde man seinen Partner erkennen, wenn dieser nackt vor einem stünde und man ihn mit verbundenen Augen ertasten müsste...

Video.de

Die deutsche Schauspielelite, darunter Heike Makatsch, Benno Fürmann und Jürgen Vogel, kehrt unter Doris Dörries souveräner Regie ihr Innerstes nach Außen. Einmal mehr geht es um Sein und Schein, um Liebe und Leid und all die anderen verdammt schmerzhaften Dinge. Ein solide arrangiertes Kammerspiel, bei dem der kalten, hypermodernen Ausstattung sowie dem wohlüberlegt eingesetzten Soundtrack von Liquid Loop tragende Rollen zukommen. Eine reife Arbeit nach eigener Vorlage - ein Muss für Freunde des deutschen Qualitätsfilms.

Blickpunkt: Film

Um die Stimmung nach dem Abendessen zu heben, vertreiben sich drei Pärchen die Zeit mit einem Experiment: Erkennt man seinen Partner, wenn dieser nackt vor einem steht und man ihn mit verbundenen Augen ertasten muss? Ensemble-Kammerspiel, in der sich unter Anleitung von Doris Dörrie die deutsche Schauspielelite ein Stelldichein gibt.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Dialogintensive Komödie von Doris Dörrie über drei Paare, die Vergänglichkeit der Liebe und die Phasen einer Beziehung.

Kurzbeschreibung

Drei befreundet Paare treffen sich am Samstagabend.

Emilia und Felix sind seit kurzem getrennt worunter beide psychisch und finanziell leiden. Charlotte und Dylan sind plötzlich reich geworden, ihre Paarbeziehung wird jedoch trotz wachsendem Luxus immer armseliger; einzig Annette und Boris sind nach wie vor glücklich verliebt und mit der Ikea-Einrichtung so weit zufrieden. Die unbeschwerte Fröhlichkeit will sich heute nicht mehr so recht einstellen. Da erzählt Emilia von einer Studie, bei der selbst Paare, die über 20 Jahre zusammenlebten, auf Fotos nicht mal die Hände des anderen identifizieren konnten. Sie wettet, dass die meisten Männer mit geschlossenen Augen nicht einmal ihre eigene Frau erkennen würden. Wenn alle so sicher seien, dann könnte man ja eine Wette wagen. Ein Experiment mit prekären Folgen beginnt...

Produktbeschreibungen

Drei befreundete Paare treffen sich am Samstagabend. Emilia und Felix sind seit kurzem getrennt, worunter beide psychisch und finanziell leiden. Charlotte und Dylan sind plötzlich reich geworden, ihre Paarbeziehung wird jedoch trotz wachsendem Luxus immer armseliger, einzig Annette und Boris sind nach wie vor glücklich verliebt und mit der Ikea-Einrichtung soweit zufrieden. Die unbeschwerte Fröhlichkeit will sich heute nicht mehr so recht einstellen. Da erzählt Emilia von einer Studie, bei der selbst Paare, die über 20 Jahre zusammenlebten, auf Fotos nicht mal die Hände des anderen identifizieren konnten. Sie wettet, dass die meisten Männer mit geschlossenen Augen nicht einmal ihre eigene Frau erkennen würden. Wenn alle so sicher seien, dann könnte man ja eine Wette wagen. Ein Experiment mit prekären Folgen beginnt...
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