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Bernd Eichinger
Regisseur, Produzent, Drehbuchautor: Entdecken Sie Bernd Eichinger - die Biografie. |
Produktinformation
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Früher einmal waren Emilia (Heike Makatsch) und Felix (Benno Fürmann), Charlotte (Nina Hoss) und Dylan (Mehmet Kurtulus), Annette (Alexandra Maria Lara) und Boris (Jürgen Vogel) nicht nur die besten Freunde, sie waren auch glücklich. Davon ist nun kaum mehr etwas zu spüren. Dylan und Charlotte sind an der Börse zu Geld gekommen. Doch die materielle Sicherheit hat sie nicht näher zusammengebracht, sie haben sich vielmehr voneinander entfremdet. Zudem steht das Geld wie eine unüberwindliche Mauer zwischen ihnen und ihren nicht so erfolgreichen Freunden.
Emilia und Felix haben sich schon vor einiger Zeit getrennt, aber ihnen fehlt die Kraft, einen endgültigen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit zu ziehen. Nur Annette und Boris haben sich noch etwas von der Unbeschwertheit bewahrt, die sie einst alle glücklich und zufrieden sein ließ. Allerdings brodelt es auch bei ihnen unter der Oberfläche, und so ist ihre Zukunft fast genauso ungewiss wie die der anderen beiden Paare. Als sich alle sechs zu einem Abendessen in Charlottes und Dylans neuem Designerhaus treffen, brechen all die Konflikte auf, die nun schon seit Jahren zwischen ihnen schwelen.
Hatte sich Doris Dörrie bei ihrem vorherigen Film Erleuchtung garantiert noch ganz von der Freiheit leiten lassen, die ein Filmemacher durch die Arbeit mit einer digitalen Videokamera gewinnt, wird Nackt von einer überaus radikalen ästhetischen Strenge bestimmt, die man so aus ihrem Werk gar nicht kannte. Jede Einstellung ist bis ins letzte Detail durchkomponiert, jedes noch so kleine Requisit hat seine Bedeutung, jede Szene und jede Figur hat ihre Farben, die mit ihren speziellen Konnotationen das Alltägliche ins Allgemeine überführen soll, und jeder Satz, den die sechs von sich geben, wirkt, als wäre er zuvor von Doris Dörrie in Stein gemeißelt worden. Dieser rigide Stil, der wohl zum Teil auch aus der Vorlage, Dörries eigenem Theaterstück Happy, resultiert, hat zwar in Momenten seinen Reiz, vor allem wenn Frank Griebes Kamera die Räume in Spiegel zu verwandeln scheint, die das Innerste der Figuren entblößen, doch letztlich erstickt er die Figuren und den Film.
Noch nie haben Heike Makatsch, Benno Fürmann, Nina Hoss und Mehmet Kurtulus in einem Film so leblos gewirkt wie hier. Nicht nur ihre Figuren erscheinen einem als Zombies, denen die Schein- und Warenwelt der New Economy die Seele geraubt hat. Nur Alexandra Maria Lara und Jürgen Vogel gelingt es gelegentlich, aus Doris Dörries viel zu starrem Konzept auszubrechen. Sie haben sich eine gewisse Distanz zu ihren Dialogen bewahrt, und so ahnt man, dass hier zwei wirkliche Menschen sprechen, die keine Sprache für ihre tiefsten Ängste und Empfindungen haben, die sich also in Plattitüden und Kalendersprüche flüchten, weil das immer noch besser ist, als ganz zu schweigen. --Sascha Westphal
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebesphilosophie,
Rezension bezieht sich auf: Nackt (DVD)
Nackt ist eine nicht ganz geglückte Umsetzung einer süffisanten Buch-Idee, ein bißchen nacktes Fleisch (wie der Titel ja bereits verspricht), ein bißchen Begrapschen - klingt nach nem gemütlichen Videoabend... erwartet man das, sitzt man wärend des Abspanns sicherlich ein bißchen enttäuscht vorm TV.Vielmehr ist Nackt der Versuch die Liebe, deren Ups and Downs, und die Vielschichtigkeit wenigstens ansatzweise zu deuten. Trotzdem gibt's von meiner Seite nur 4 Sterne, da mir das Schauspielerische Stellenweise doch zu laienhaft, der Text zu 'aufgesagt' schien. Alles in Allem, ein netter Film, den man sich alleine oder in verliebter Zweisamkeit auch gerne ein 2. oder 3. mal anschaut. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Langweilig und oberflächlich,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nackt (DVD)
Ich hatte mir von dem Film viel erhofft und wurde bitter enttäuscht. Statt tiefe Einblicke in die Dynamik von Partnerschaften gibt es eine Handvoll Klischees, Dialoge, die schreien 'Männer und Frauen verstehen einander nicht, weil Männer zu doof sind, die den Frauen eigene Lyrik zu verstehen!', und Szenen, die zumindest ich trotz gutmütigster Reindeuterei nicht wirklich verstehen kann.Am meisten ärgert mich das Ende, das keines ist, sondern einfach ein Cut durch sämtliche Handlungsstränge. Dann hatte ich den Plan, das Buch dazu zu lesen, in der Hoffnung, dass der Tiefsinn erst beim Umarbeiten in ein Drehbuch flöten gegangen ist. Doch siehe: Dieser Film ist alles an Tiefgang, was man in Sachen 'Nackt' von Frau Dörrie zu hören bekommen wird, denn Dörries Urwerk ist das Drehbuch. Schade. Die Geschichte hätte wirklich Potential gehabt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sprüche,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nackt (DVD)
Ich habe den Film gestern - mehr durch Zufall - im TV gesehen, und war von Anfang an "dabei". Kammerspiel, Lehrstück, Bonbon-Farben - alles richtig: und dann kommen die Schauspieler(innen) mit ihren Sprüchen. Ja: Sprüchen; es sind die bekannten, x-mal gehörten Sentenzen, "Weisheiten" etc.; aber in ihrer kunstvollen Aneinanderreihung entsteht sozusagen neues Leben. Und das wäre ja wohl, wenn überhaupt etwas, das "Thema" dieses Films. Nur daß er, wie die Bühnenvorlage, besser weiterhin "Happy" geheißen hätte...
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