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Nackige Engel: Kriminalroman
 
 
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Nackige Engel: Kriminalroman [Gebundene Ausgabe]

Max Bronski
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Dass München mit Nackerten kein Problem hat, ist spätestens jedem Touri klar, wenn er einmal durch den Englischen Garten gelatscht ist. Bei Max Bronskis viertem Krimi ist der Name aber nicht Programm, sondern vielmehr Marketingstrategie. Hierum geht es wirklich: Trödelhändler Gossec ist in schnapsseliger Laune als Hitler verkleidet durchs Schlachthofviertel getapert - und wurde prompt fotografiert. Glücklicherweise wird die Tat einem bekannten Kabarettisten in die Schuhe geschoben, doch der wird ein paar Tage später tot aufgefunden. Für Hobbyermittler Gossec ein gefundenes Fressen. Nach und nach kommen noch ein Nazi-Geheimbund, korrupte Beamte und diverse Prügeleien hinzu. Die Geschichte überzeugt im ersten Teil vorrangig durch Wortwitz und wunderbar kreative Sprache, diverse Seiten später verliert sich diese dann aber im struppigen Dickicht der Handlung. Da helfen leider auch die nackten Engel nicht weiter. (es)

Kurzbeschreibung

Hitler in München! Die Schlagzeile war echt. Fasching, womöglich ein Scherz, auf jeden Fall aber eine geschmacklose Provokation. Das Bild dazu ein grobkörniger Schnappschuss. Da stand ein Troll im Wehrmachtsmantel, Stiefeln, mit einer Offiziersmütze auf dem Kopf. Der Wiedergänger hatte dem Schlachthofviertel einen Besuch abgestattet. Gossec, der grantige Trödler mit dem untrüglichen Gefühl für Gerechtigkeit, will nach einer durch etliche Biere beflügelten Diskussion seinem Freund Julius beweisen, dass der Münchner heute genauso anfällig ist für den »Führer« wie einst. Er greift in seinen Klamottenfundus, verkleidet sich und zieht los. Eine Schnapsidee, leider mit höchst problematischen Folgen. Er trifft auf eine Mahnwache von Neonazis und rettet sich nur mit Mühe. Am Tag danach muss er in der Zeitung lesen, dass seine Aktion einem bekannten Kabarettisten in die Schuhe geschoben wird und die Neonazis Vergeltung geschworen haben. Gossec fühlt sich miserabel. Er trifft den Kabarettisten, will die Sache aufklären. Der aber ist eher amüsiert und hat nichts dagegen, mit dieser Aktion identifiziert zu werden. Ein paar Tage später ruft er Gossec an, anscheinend wird er doch bedroht. Kurz darauf ist er tot. Und Gossec findet sich bewusstlos in dessen Wohnung wieder. Max Bronski erzählt in »Nackige Engel« von einem Mord, der keiner gewesen ist, von einer Geheimloge, die sich als harmloses networking bayerischer Couleur entpuppt, und von alten Freunden, von denen einer bereit ist, über Leichen zu gehen. Auch in diesem Kriminalroman leuchtet München. Für Gossec allerdings wird es dunkel.

Über den Autor

Max Bronski, geboren 1964 in München, hat seine Heimatstadt nie verlassen. Nach einem abgebrochenen Theologiestudium hat er sich mit verschiedenen Jobs durchgebracht, gemalt und geschrieben.
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