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Nackige Engel: Kriminalroman
 
 
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Nackige Engel: Kriminalroman [Gebundene Ausgabe]

Max Bronski
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Kunstmann (1. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888976448
  • ISBN-13: 978-3888976445
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 358.571 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Max Bronski
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Dass München mit Nackerten kein Problem hat, ist spätestens jedem Touri klar, wenn er einmal durch den Englischen Garten gelatscht ist. Bei Max Bronskis viertem Krimi ist der Name aber nicht Programm, sondern vielmehr Marketingstrategie. Hierum geht es wirklich: Trödelhändler Gossec ist in schnapsseliger Laune als Hitler verkleidet durchs Schlachthofviertel getapert - und wurde prompt fotografiert. Glücklicherweise wird die Tat einem bekannten Kabarettisten in die Schuhe geschoben, doch der wird ein paar Tage später tot aufgefunden. Für Hobbyermittler Gossec ein gefundenes Fressen. Nach und nach kommen noch ein Nazi-Geheimbund, korrupte Beamte und diverse Prügeleien hinzu. Die Geschichte überzeugt im ersten Teil vorrangig durch Wortwitz und wunderbar kreative Sprache, diverse Seiten später verliert sich diese dann aber im struppigen Dickicht der Handlung. Da helfen leider auch die nackten Engel nicht weiter. (es)

Kurzbeschreibung

Hitler in München! Die Schlagzeile war echt. Fasching, womöglich ein Scherz, auf jeden Fall aber eine geschmacklose Provokation. Das Bild dazu ein grobkörniger Schnappschuss. Da stand ein Troll im Wehrmachtsmantel, Stiefeln, mit einer Offiziersmütze auf dem Kopf. Der Wiedergänger hatte dem Schlachthofviertel einen Besuch abgestattet. Gossec, der grantige Trödler mit dem untrüglichen Gefühl für Gerechtigkeit, will nach einer durch etliche Biere beflügelten Diskussion seinem Freund Julius beweisen, dass der Münchner heute genauso anfällig ist für den »Führer« wie einst. Er greift in seinen Klamottenfundus, verkleidet sich und zieht los. Eine Schnapsidee, leider mit höchst problematischen Folgen. Er trifft auf eine Mahnwache von Neonazis und rettet sich nur mit Mühe. Am Tag danach muss er in der Zeitung lesen, dass seine Aktion einem bekannten Kabarettisten in die Schuhe geschoben wird und die Neonazis Vergeltung geschworen haben. Gossec fühlt sich miserabel. Er trifft den Kabarettisten, will die Sache aufklären. Der aber ist eher amüsiert und hat nichts dagegen, mit dieser Aktion identifiziert zu werden. Ein paar Tage später ruft er Gossec an, anscheinend wird er doch bedroht. Kurz darauf ist er tot. Und Gossec findet sich bewusstlos in dessen Wohnung wieder. Max Bronski erzählt in »Nackige Engel« von einem Mord, der keiner gewesen ist, von einer Geheimloge, die sich als harmloses networking bayerischer Couleur entpuppt, und von alten Freunden, von denen einer bereit ist, über Leichen zu gehen. Auch in diesem Kriminalroman leuchtet München. Für Gossec allerdings wird es dunkel.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wenn es ernst wird 30. März 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der mürrische Gossec, seines Zeichens Trödelhändler, geht als Führer verkleidet zum Fasching.

Was jedoch aus einer Idee, aus einer Bierlaune heraus entstand wird nun für den Gerechtigkeitsapostel Gossec bitterer ernst. Neonazis verfolgen ihn, er findet einen bekannten Fernsehkabarettisten tot in seiner Wohnung, er wird vom bayerischen Staatsschutz verhört und ein Kumpel taucht aus der Vergangenheit auf, dem Gossec lieber nicht begegnet wäre.

Die Geschichte nimmt im Verlauf immer mehr an Tempo zu, man hat nicht mehr die Gelegenheit diesen Krimi aus der Hand zu legen, obwohl die Frage nach dem Mörder plötzlich nicht mehr die spannendste ist.

Durch Gossecs Engagement löst sich alles doch noch auf und die Welt ist vielleicht doch nicht ganz so schlimm wie wir manchmal annehmen. Dieser etwas andere Krimi besticht durch seine sprachliche Schönheit. Meiner Meinung nach ist dies der bisher beste Bronski.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Ein Ausrutscher Bronskis? 23. März 2012
Von J., Daniel TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
m es vorweg zu nehmen, bisher war ich ein großer Fan von Max Bronski und seinem Antihelden Gossec und habe die drei Vorgängerromane "Sister Sox", "Schampanniger" und "München Blues" verschlungen. Umso enttäuschter bin ich nach der Lektüre von "Nackige Engel". Der Plot klingt vielversprechend, so verkleidet sich Gossec nachdem er dem Alkohol reichlich zugesprochen hat als Adolf Hitler um seinem alten Spezel und Saufkumpan Julius zu beweisen, dass die ganze Münchener Gesellschaft völlig abgestumpft ist und sich einen Dreck um die Vergangenheit schert, soweit so gut und soweit der sozialkritische Ansatz, welcher sich hiermit denn aber auch schon erschöpft. Mit seinem Auftritt zieht Gossec den Zorn einer rechtsradikalen Jugendgruppe auf einen bekannten Kabarettisten, den die Rechten für die Hitlerparodie verantwortlich machen. Besagter Kabarettist liegt dann auch irgendwann tot in seiner Wohnung. Da Gossec sich für dessen Tod verantwortlich fühlt beginnt er eigene Ermittlungen anzustellen, und benimmt sich dabei in gewohnter Manier wie die Axt im Walde während er dabei bis zum Ende den einen oder anderen Holzweg beschreitet.
Die ersten einhundert der insgesamt zweihundertsechs Seiten plätschert die Geschichte völlig unmotiviert und langweilig vor sich hin um dann für etwa zwanzig Seiten Fahrt aufzunehmen bevor sie dann wieder die restlichen Seiten vor sich hin mäandert und die Geduld auch eines geneigten Lesers über Gebühr strapaziert. Das einzige was zum weiterlesen animiert, ist der Wunsch die Lektüre des Buches endlich zu beenden und das Buch zur Seite legen zu können.
Vorbei sind die Zeiten in denen Bronski mit lakonischem Schreibstil und beißender Sozialkritik zu überzeugen wusste. Auch die witzigen und spritzigen Dialoge der Protagonisten aus den Vorgängerromanen sucht man bei "Nackige Engel" vergebens. Viel mehr sind die Dialoge einfallslos und primitiv gehalten und all zu oft leider auch völlig unzusammenhängend. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor während des Schreibens des vorliegenden Romans, es seinem Helden Gossec leider nicht gleichgetan hat und dem Alkohol abgeschworen hat sondern das eine oder andere Weißbier zu viel geschlürft hat, oder wie sonst sind die hakelige, stacksende Erzählweise und redaktionellen Fehler zu erklären?
Auf den letzten Seiten gelingt Gossec dann eine unlogische und reichlich konstruiert wirkende Lösung des Mordfalles, wobei diverse Nebenhandlungsstränge einfach im Nirvana verlaufen, in welchem sich auch Gossec am Ende des Romans befindet, was wohl als Versuch gedacht ist den Titel des Buches zu begründen, schließlich sieht Gossec am Ende besagte nackige Engel.

Fazit:
Bronski sollte überlegen ob er Gossec wie am Ende der Geschichte angedeutet, und damit die Reihe sterben lässt, oder ob Gossec noch eine zweite Chance bekommt. In letzterem Falle sollte sich der Autor jedoch tunlichst bemühen an die Qualität und den Schreibstil seiner drei Erstlingswerke anzuknüpfen, da die Reihe sonst ganz ohne seine Absicht aufgrund mangelnder Leserschaft zum Tode verurteilt ist.
Zwei Sterne für Nackige Engel, wobei der Zweite der Tatsache geschuldet ist, dass ich absoluter Fan der Reihe bin und weiß, dass Bronski es besser kann.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von F. Kluge TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Max Bronski schickt seinen Trödelhändler Gossec in "Nackige Engel" erneut durch die Straßen Münchens. Der nicht ganz einfache Antiquitätenhändler und dem Alkohol nicht abgeneigte Gossec, verkleidet sich aus einer Feierlaune heraus als "Führer" und marschiert so ausstafiert durch die Straßen. Dabei begibt er sich in Schwierigkeiten. Er legt sich mit Neonazis und einem alten Feind und früheren Freund an. Er findet einen bekannten Kabarettisten Tod in seiner Wohnung vor und legt sich mit der Staatsmacht an.

Gossec ist hartnäckig und nicht kleinzukriegen. Sein Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt und er schreckt auch nicht davor zurück, den Leuten gehörig auf die Zehen zu steigen und zu nerven. Er ist wie ein Terrier. Er hat sich in diesen Mordfall hineinverbissen. Seine Jagd nach dem oder die Mörder wird durch viel Witz und Humor begleitet. Die Lösung des Falles gerät dabei mit der Zeit völlig in den Hintergrund.
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