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Nachtzug nach Lissabon [Taschenbuch]

Pascal Mercier
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (478 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

3. April 2006
Mitten im Unterricht verlässt ein Lehrer seine Schule und macht sich auf den Weg nach Lissabon, um den Spuren eines geheimnisvollen Autors zu folgen. Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine wundervolle Reise – die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt – aber was er sieht, könnte ihn das Leben kosten …



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Nachtzug nach Lissabon + Der Klavierstimmer: Roman + Perlmanns Schweigen: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: btb; Auflage: 15. (3. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442734363
  • ISBN-13: 978-3442734368
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,9 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (478 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.210 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Plötzlich war Schluss. Raimund Gregorius, von seinen Schülern liebevoll „Mundus“ genannt, Lateinlehrer und Altsprachengenie an einem Berner Gymnasium, war unzweifelhaft aus dem Tritt geraten. Er war sich nicht einmal sicher, ob die Frau, die heute Morgen auf der Brücke im strömenden Regen einen Brief zerknüllt hatte, wirklich hatte springen wollen. Gregorius, auf das Schlimmste gefasst, war zu Hilfe geeilt. „Português“, hatte sie zerstreut auf seine Frage nach ihrer Muttersprache geantwortet und dem Verblüfften eine Telefonnummer auf die Stirn gekritzelt. Die Fremde verschwand so schnell, wie sie in sein Leben getreten war. Eine Idee blieb zurück. Wenig später war Mundus, die „museale Gestalt“, dieser in Ehren ergraute Ausbund an Korrektheit und Tüchtigkeit, für immer aus dem Klassenzimmer geflohen.

„Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist -- was geschieht mit dem Rest?“ Die Worte des portugiesischen Arztes und Poeten Amadeu de Prado, gefunden in einem Antiquariat, hatten Gregorius wie einen Schlag getroffen. Erneut wies die Spur nach Portugal. Der Nachtzug nach Lissabon sollte ins Licht führen. Fortan würde Gregorius die Gedankenwelt des Arztes und Widerstandskämpfers gegen das Regime Salazars nachempfinden. Lebenserfahrungen und unbequeme Fragen, die wie an Gregorius persönlich gerichtet klangen. Tiefer und tiefer geht die Reise -- und führt schließlich in die gefährlich eisigen Grenzregionen der Persönlichkeitsspaltung.

Wählte Martin Walser in seinem Werk Der Augenblick der Liebe den geschmähten Philosophen La Mettrie zum Sprachrohr seiner innersten Befindlichkeit, so benutzt Mercier die geschliffenen Existenzfragen de Prados als Motor seines Romans. Vergleiche mit Nabokov und Kafka wurden bereits angestellt. Auch an Umberto Eco fühlen sich einige erinnert, hat doch der Berner Peter Bieri, der seine Erfolgsromane Der Klavierstimmer und Perlmanns Schweigen als Pascal Mercier zeichnete, in Berlin einen Lehrstuhl für analytische Sprachphilosophie inne.

Sprache, die das Innerste aufschließt. Mercier ist ein Roman von betörender und träumerischer Schwere gelungen, angesiedelt im Tropengebiet der Melancholiker. Die Rückfahrt wird nicht leicht werden. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

„Ein wunderbarer Roman, melancholisch und leicht philosophisch angehaucht, aber trotzdem leicht verständlich und klar formuliert. Fazit: wunderschön.“ (Bielefelder)

"Ein Bewusstseinskrimi mit Tiefgang und ohne Gewähr. Ein beeindruckendes Buch." (Die Zeit)

"Der Autor erkundet mit selten erreichter Genauigkeit und Klarheit, wie es heute ist, ein Mensch zu sein." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Ein fesselndes Leseabenteuer […] ein wunderbarer Roman." (Der Spiegel)

"Diesen Roman hat ein begnadeter Schriftsteller geschrieben." (Die Welt)

"Gedanklich tief, sinnlich intensiv." (Focus)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch im Buch 26. August 2009
Format:Taschenbuch
Ich habe 'Nachtzug nach Lissabon' gestern Nacht fertig gelesen. Aber ich bin mir sicher, daß dieses Buch mich noch länger im Hinterkopf begleiten wird.
Zuerst mal: Die Vergleiche mit Zafóns Büchern sind meiner Meinung nach berechtigt. Wer den 'Schatten des Windes' und das 'Spiel des Engels' mochte, mag durchaus auch an diesem Buch Gefallen finden. Es ist die Art, wie diese Bücher geschrieben sind, die Poesie vermischt mit ein bisschen Philosophie, die Melancholie, die einem beim Lesen erfassen mag, das Durchleben der Leben der Charaktere.
Dann gibt es da natürlich nach die Parallelen in der Handlung bzw dem Handlungsrahmen. Hier liegt der 'Schatten des Windes' dem 'Nachtzug nach Lissabon' deutlich näher. Beide Male versucht der Protagonist dem geheimnisvollen Autor eines Buches, das ihn nicht mehr loslässt, auf die Spur zu kommen, begegnet dabei Menschen, die ihn kannten, verstrickt sich immer mehr in dessen Leben. Immer geht es dabei um die Suche nach dem eigenen Ich.
Und natürlich lädt der geschichtliche Rahmen ebenfalls zum Vergleich ein. Im 'Nachtzug nach Lissabon' ist es die Salazar-Diktatur in Portugal, im 'Schatten des Windes' die Franco-Diktatur in Spanien. Der Unterschied ist jedoch, daß 'Nachtzug nach Lissabon' in der heutigen Zeit spielt und man über die Geschichte lediglich etwas erfährt, während die Franco-Diktatur im 'Schatten des Windes' ja tatsächlich den geschichtlichen Rahmen bildet.
Doch genug der Vergleiche. Eine Zusammenfassung des Buches wurde hier schon oft genug gegeben. Deswegen werde ich mir diese ersparen.
Es mag stimmen, daß die Handlung des gesamten Romans reichlich konstruiert wirkt.
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111 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Pforte zur Reise ins Ich 7. August 2006
Format:Taschenbuch
Was soll ich nach 57 vorhergehenden Rezensionen noch schreiben? Vermutlich ist schon alles gesagt und dennoch:

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mich so sehr berührt und gefesselt hat. Die "Wachheit" die Gregorius beim Lesen der Aufzeichnungen Prados erfährt...phasenweise erlebte ich sie ebenfalls. Mögen Profi-Philosophen die Gedanken trivial finden, Autoren-Experten den Handlungsstrang zu konstruiert oder zu zufällig, für mich war das Buch eine einzigartige Erfahrung und eine Fahrkarte ins eigene Ich, auf eine bisher nie dagewesene Art.

Habe die Reisewege von "Mundus" in Google Earth nachvollzogen und so Lissabon (dank der in diesem Gebiet relativ hochaufgelösten Karten) wieder entdeckt.

Philosophie in einen Detektivroman verpackt, das gut verständlich und in schöner, gebildeter Sprache...eine herausfordernde Lektüre.

Ein -wie kaum ein anderes- faszinierendes Buch, das nachwirkt und sicher von mir noch mehrmals gelesen wird.

Definitiv unter meinen "TopTen" neben "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels" von P.Hoeg oder "Schatten des Windes" von C.Ruis Zafon (mit dem es übrigens kaum etwas gemein hat. Wer hat diesen Vergleich bloß bemüht?)

Bitte unbedingt lesen !
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85 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in eine andere Welt 4. Januar 2005
Von garrulus
Format:Gebundene Ausgabe
Zu Beginn des Buches von Pascal Mercier (Peter Bieri) wird man unweigerlich an Caros Ruiz Zafons "Der Schatten des Windes" erinnert. Äusserliche Parallellen sind unverkennbar. Auch in Zafons Roman ist ein Buch der Ausgangspunkt der Geschichte und die Person des Autors der eigentliche Protagonist des Romans. Und wo bei Zafon die Diktatur Francos in Spanien der zeitliche Hintergrund bildet, ist es bei Mercier diejenige Salazars in Portugal.
Damit ist es auch schon vorbei mit den Paralellen. Wo sich Zafon mit einer spannenden Jagd (nach Art des Indiana Jones) durch Barcelona begnügt, bietet uns Mercier ein hochphilosophisches Werk über den Sinn des Lebens an. Seine philosophischen Gedanken lässt er uns durch Amadeu de Prado, einen sensiblen Lissaboner Arzt aus höherem Stand, der die Schreibfeder mindestens so gut oder besser beherrscht als das Skalpell, verkünden. Das ist zugegebenermassen anspruchsvolle Literatur, die Sprache und die Gedanken des Amadeus sind nicht immer einfach. Gleichwohl -- und das ist das Überraschendste an Merciers neustem Roman -- ist das Buch überaus spannend und während der Lektüre nicht leicht aus der Hand zu legen. Mit jeder Seite erfährt der Leser mehr über Amadeu de Prado und wird begierieger noch mehr zu erfahren.
Ungewöhnlich und vielversprechend ist die Ausgangslage des Romans: Raimund Gregorius, ein Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch an einem Gymnasium in Bern, eine langweilige, graue und papiererne Gestalt (von der Schülern "Papyrus" genannt), bricht eines Tages Knall auf Fall aus seinem bisherigen, kargen Leben aus, um in Lissabon dem Autor eines portugiesischen Buches, das er in einem Berner Antiquariat gekauft hat, nachzuspüren.
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53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entdeckungsreise 25. März 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Fasziniert von der Erscheinung einer Portugiesin und der Art, wie sie das Wort "portugues" ausspricht verschlägt es den berner Gymnasiallehrer Gregorius in eine Buchhandlung wo er eine philosophische Abhandlung des lissaboner Arztes Amadeu de Prado ersteht.
Gregorius verlässt sein in geregelten Bahnen verlaufendes Leben und macht sich auf die Spur des bereits verstorbenen Arztes. Gregorius trifft Menschen, die Amadeu Nahe standen. Durch die Erzählungen dieser Personen baut sich dem Leser Seite für Seite ein Bild eines überdurschnittlich intelligenten, gegen sich selbst gerechten, sensiblen Menschen auf.
Amadeu rettet dem Geheimdienstmirabeiter Mendes, genannt der Schlächter das Leben. Seine Patienten verschmähen ihn darauf. Um sein Handeln vor sich selbst zu rechtfertiegen schließt sich Amadeu dem Widerstand unter dem Salazarregime an. Dort trifft er auf eine Frau, die bald zwischen ihm und seinen besten Freund Jorge stehen wird.
Wer dieses Buch gelesen hat, wird auch viel über sich selbst nachgedacht haben, Texte aus Amadeus fiktiven Buch sind "Im Nachtzug nach Lissabon" abgedruckt. Es ist ein leises Buch über Freundschaft, Loyalität und der Wandlung eines berner Altphilologen. Spannend ist der Gedanke: Was wäre wenn ich morgen ein ganz anderes Leben führen würde?"
Leider nimmt der Spannungsbogen ein bisschen ab im Laufe des Buches ein wenig ab, vielleicht aber auch nicht anders zu erwarten, denn es ist ein Buch zum Nachdenken und nicht zum Weglesen !
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Interessanter Roman
Interessantes Thema auf originelle Art angegangen. Regt zum Nachdenken an, ist aber für mich auch widersprüchlich. Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert.
Vor 16 Stunden von Keller Leonore veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein sehr schönes Buch, aber irgendetwas fehlt
Das Buch ist wirklich von sehr hoher Qualität, es ist spannend, atmosphärisch, melancholisch, philosophisch, Portugal lebt auf zwischen den Zeilen, aber etwas fehlt zu... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Paula63 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nachtzug nach Lissabon
Das buch liest sich für mich nicht leicht, soviele Personen, soviel portugiesische Texte .. Habe mehrmals begonnen, und es erstmal zur Seite gelegt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Lora Lotta veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen „Unser Leben, das sind flüchtige Formationen aus Treibsand …
… vom einen Windstoß gebildet, vom nächsten zerstört. Gebilde aus Vergeblichkeit, die verwehen, noch bevor sie sich richtig gebildet haben. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Rum_Trauben_Nuss veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Could move after 40th page :-(
Unfortunately this book was not the page turner I was hoping for. It was recommended by a friend who loved it! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Patricia Silva veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langweiliges Buch !!
Uninteressantes Buch.
Langweilige und langatmige Handlung, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden
Als empfohlenes Buch leider ein Reinfall. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Hans Sponer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Vom Buch entfernt, aber sehenswert
Der Film hat mich angeregt das Buch zu lesen. Zwar kommt er nicht an das Buch heran, aber er ist unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.
Vor 3 Monaten von Ele veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen No se no se
La verdad es que me dijeron que era muy bueno... Pero no consigo avanzar. No le encuentro el toque mágico. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen
Unbedingt lesen, mehr kann man da gar nicht sagen. In die Handlung eingebettete Philosophie, hat mich sehr zum nachdenken gebracht!
Vor 3 Monaten von V. Rabl veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langweilig und einfach nur anstrengend
Dieses Buch kann ich wirklich nicht empfehlen. Ich hatte wirklich große Lust auf die Story nach dem ich den Klappentext gelesen hatte. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von xyz veröffentlicht
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Kennt ihr weitere Schriftsteller ala Pascal Mercier? 3 26.02.2011
tatsächlich mit dem nachtzug nach lissabon 0 12.11.2007
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