Der 14jährige Colin Jacobs ist neu in der Stadt. Und obwohl dieser eher schüchterner Natur ist, freundet er sich schnell mit dem gleichaltrigen, überaus beliebten und selbstbewussten Roy Borden an.
Neben den Vorteilen, die sich durch diese Verbindung für Colin ergeben (Mädchen interessieren sich plötzlich für ihn, er wird in die Junioren-Football-Mannschaft aufgenommen), bemerkt er aber auch, das irgendetwas an Roy nicht stimmt. Ob er nun merkwürdige "Geschichten" zum Besten gibt, sich anderen Menschen gegenüber seltsam verstellt oder über eine Blutsbrüderschaft hinaus nach weiteren Freundschaftsbeweisen verlangt.
Auf den ersten Seiten mag man ein wenig entsetzt lesen, was Roy Borden, für sein zartes Alter, so von sich gibt und wie sein Verhalten erst auf den zurückhaltenden und sogar überforderten Colin wirken muss. Aber insgesamt gesehen, macht das, die von Dean Koontz erdachte, zunächst eher geheimnisvolle Figur, nur noch glaubwürdiger und lässt schon früh erahnen, das von Roy noch so einiges auf den Leser zu kommt.
Über den Stil des Autoren seinen Psychothriller zu Ende zu bringen, lässt sich sicherlich streiten. Normalerweise drehen Autoren diesen Genres am Schluss ihrer Story gerne dermaßen an der Spannungsschraube, das man sich oft nur wünscht, "nun komm doch endlich mal auf den Punkt!"
Koontz hingegen findet ein Ende, das den jugendlichen Akteuren, zwischen Naivität und etwas Frühreife, noch am ehesten entspricht.
Vielleicht nicht jedermann (oder -frau) Geschmack, dennoch durchaus gelungen.