Sprachlich schlicht konstruiert die Autorin einen spannenden Forensik-Thriller, der im Vergleich zu Kathy Reichs sich nicht in anatomischen und psychologischen Details verirrt und verläuft. Geschickt legt die Autorin bereits in den ersten Seiten ihre Falle, in die der Leser tappt und sich erst 375 Seiten später daraus befreien kann, nachdem man zuvor den ein oder anderen Irrweg gelaufen ist. Die knapp 400 Seiten lesen sich hervorragend leicht, die Handlung ist stimmig, die Protagonisten sind glaubwürdig und der Roman ist sprachlich fast schon spartanisch - entsprechend fällt es nicht schwer, den kleinen Schmöker in wenigen Atemzügen zu verschlingen. Künftige Erscheinungen dieser Autorin werden sicherlich auf meinem Wunschzettel landen, da "Nachts, wenn du nicht schlafen kannst" mich prima unterhalten hat. Leichte Kost für auch nicht ganz so starke Nerven.