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Kundenrezensionen

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am 26. Juni 2014
Cal Weaver ist Privatdetektiv und lebt mit seiner Frau Donna in Griffon, nahe Buffalo, USA. Sie haben vor einem Jahr ihren Sohn Scott verloren. Über seinen Tod sind die beiden noch nicht hinweg, jeder trauert nach wie vor für sich allein.
Als Cal abends unterwegs ist, wird er von einer jungen Frau angehalten, die ihn bittet, sie im Auto mitzunehmen. Erst als Claire erklärt, dass sie Scott kannte, willigt Cal ein.
Obwohl es Cal nicht recht ist, hält er an einem Resturant an, weil Claire ihn dazu drängt. Dort soll er warten, bis Claire von der Toilette zurückkommt. Doch es dauert ewig, und Weaver macht sich auf die Suche nach Claire. Als er zurück zu seinem Wagen kommt, sitzt die junge Frau bereits auf dem Beifahrersitz und will endlich nach Hause. Doch Cal merkt, dass hier etwas nicht stimmt. Es ist nicht der Teenager, der zuerst bei ihm eingestiegen war. Es ist ihre Freundin, die sich als Doppelgängerin verkleidet hat.
Was wird hier gespielt? Warum wird er an der Nase herumgeführt?
Die Fremde wird hysterisch drängt ihn, sie mitten auf der Landstraße aussteigen zu lassen.
Am nächsten Morgen findet man sie ermordet in einem Bach.

Wow, kann ich nur sagen. Ich mag Linwood Barclays Bücher sehr gern, und von diesem bin ich ganz angetan. Innerhalb von 2 Tagen habe ich es verschlungen, weil es so spannend war, dass ich es nur zum Schlafen aus der Hand legen konnte.
Durchgehend fand ich auf den 569 Seiten keine einzige, die langatmig war, der Spannungsbogen zieht sich durch die ganze Geschichte, bis sie am Ende ihren Höhepunkt findet und nochmals eine solche Wendung nimmt, mit der ich nicht gerechnet hätte. Ich hatte zumindest ein anderes Ende erwartet.

In der Kleinstadt, in der der Großteil der Eiwohner absolut hinter der Polizei steht und bei Selbstjustiz mehr als ein Auge zudrückt, gibt es so manches Geheimnis der unschönen Art, das ans Licht zu kommen droht. Da ist nichts mehr mit Geborgenheit und Sicherheit, wenn man die Hintergründe kennenlernt.
Der Leser wartet gespannt auf die Auflösung, die am Ende absolut überrascht.
Nichts ist, wie es scheint.
Es scheint allerdings, als habe Barclay hier wieder ein Meisterwerk abgeliefert, das mich absolut überzeugt und guten Gewissens weiterempfohlen werden kann.
Höchster Lesegenuss garantiert!
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am 24. Juni 2014
Inhalt:
Als Cal Weaver auf dem Weg nach hause ist hält ihn ein junges Mädchen an. Sie sucht eine Mitfahrgelegeheit und fragt den Privatermittler ob er sie mitnehmen kann. Es regnet und zudem kennt sie seinen verstorbenen Sohn und so nimmt er sie mit. Nichts ahnend was er sich damit einbrockt, denn am nächsten Tag ist das Mädchen verschwunden und er hat sie zuletzt gesehen. Als er auf eigene Faust anfängt das Mädchen zu suchen findet er zudem noch die Leiche ihrer Freundin....

Meine Meinung:
Nachts kommt der Tod kommt diesmal mit einem dunklen Cover ganz passend zum Titel daher. bisher waren die Cover ja immer hell, dieses hier verspricht geheimnisvolles.

Jedes der Bücher vom Autor die ich bis jetzt gelesen habe haben mir gefallen und so dachte ich auch bei diesem das mir es nicht anders ergehen wird. Ich habe richtig gelegen auch wenn es nicht so spannend war wie ich es mir erhofft hätte. Das buch ist recht fesselnd und lebt von der neugier wie alles ausgeht. hier und da gibt es Spannungsspitzen die aber nicht dauerhaft auf einem hohen Niveau blieben, doch das tat dem lesespaß kaum Abbruch.

Schwierig fand ich eher die viele Personen die involviert waren. Quasi ganz Griffon hatte einen platz in dieser Geschichte. zumindest hatte ich das gefühl. polizei, der Bürgermeister, Jugendliche, ein Gärtner, eine Wirtin und und und haben hier ihren Platz gefunden und so hatte ich gerade zu Beginn etwas Probleme mit der Zuordnung. Gerade Hanna und Claire die beiden Freundinnen habe ich immer wieder durcheinander geschmissen. Von den Beiden in der Geschichte so gewollt war es beim lesen etwas nervig. Das gab sich aber schon alleine durch den Fortgang der Story.

Die Figuren, die wichtig sind sind gut ausgearbeitet und haben alle ihr Päckchen zu tragen. Man kann mit ihnen fühlen und sich gut in sie hinein versetzen. Cal Weaver, der Privatermittler und seine Frau Donna die ihren Sohn verloren haben stehen im Mittelpunkt. wobei Donna weniger als Cal. Aus Cals Sicht wird erzählt und seine Gefühle und seine Schritte bekommt man haarklein mit, aber auch die anderen Figuren sind ausreichend besprochen worden um sie sich einzuprägen.

Wie oben schon geschrieben gab es für mich nur Spannungsspitzen, aber trotzdem tat das dem Lesespaß keinen Abbruch. Es war eine unterschwellige Spannung die hier zum weiterlesen anregt. Viele Stränge werden zusammen geführt und bilden am Ende einen aufgelösten Fall mit vielen Überraschungen und Wendungen.
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TOP 500 REZENSENTam 12. Juni 2014
Linwood Barkley ist mir seit seinen ersten Thrillern bekannt. Seine Bücher waren immer unterschiedlich spannend, zu Anfang gefielen sie mir sehr gut, zwischendurch waren dann auch einige Bücher dabei, die man sich hätte sparen können. Mit seinem neuen Buch " Nachts kommt der Tod", konnte er mich wieder begeistern, obwohl es schon etwas dauerte, bevor Spannung aufkam.

Sein neues Buch wird aus der Sicht des Privatermittlers Cal Weawer geschrieben, der vor zwei Monaten seinen einzigen Sohn verloren hat, der im Drogenrausch von einem Haus in den Tod sprang. Sein Tod überschattet das Familienleben der Eheleute und Cal ist besessen davon, denjenigen zu finden, der seinem Sohn die Drogen verkaufte. Als er eines Abends wieder unterwegs ist und mit seinem Auto vor einem bekannten Treffpunkt der Jugend, dem Patchett`s ,steht, klopft ein junges Mädchen an seine Seitenscheibe und bittet ihn ,sie mitzunehmen. Da sie seinen Sohn kennt, lässt er sich überreden sie nach Hause zu fahren. Zwischendrin bittet sie ihn, an einem Restaurant zu halten, da ihr übel ist. Da sie nicht wieder auftaucht , sucht er nach ihr und als er zum Wagen zurückkommt, sitzt sie schon auf dem Beifahrersitz. Doch er merkt schnell, dass dies nicht das Mädchen ist, das er mitgenommen hat, sondern eine schlechte Kopie von ihr. Als er das Mädchen darauf anspricht, will sie das Auto verlassen und Cal lässt sie an einer sehr einsamen Stelle aussteigen, nicht ohne ihr vorher anzubieten , sie nach Hause zu bringen. Dieses Mädchen wird dann später ermordet aufgefunden und man verdächtigt Cal dieses Verbrechens. Auf eigene Faust versucht er den Mörder zu finden.

Die Geschichte ist so aufgebaut, dass viele Nebenschauplätze den Leser vom wahren Mörder ablenken soll. So erfährt man viel über das Vorgehen der Polizei in diesem Ort, die sich ihr eigenen Recht geschustert hat. Dem Zwist zwischen dem Bürgermeister und dem Polizeichef und in Kursivschrift werden immer wieder Passagen eingeblendet, mit denen man zu Anfang wenig anfangen kann. Das Ganze gipfelt dann zum Schluss aber in einem furiosen Finale, das es an Spannung nicht mangeln lässt und mit dessen Auflösung ich nicht gerechnet hätte.
Die Protagonisten dieses Buches handeln meiner Meinung nach nachvollziehbar. Vor allem Cal, der dem Tod seines Sohnes nicht mit Untätigkeit entgegentreten kann, sondern in wilden Aktionismus verfällt , um den Verursacher des Todes seines Sohnes zu finden, ist gut getroffen. Auch die Sprachlosigkeit zwischen den Ehepartner, die miteinander nicht über den Tod ihres Sohnes reden können und auf dem besten Weg sind ihre Ehe aufs Spiel zu setzen, wird gut beschrieben.
Obwohl die Spannung in diesem Buch ein bisschen auf sich warten lässt, hat mir das Buch gut gefallen und zum Schluss konnte ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern. Mit "Nachts kommt der Tod" hat der Autor es wieder geschafft, an seine alte Form heranzukommen und ich bin gespannt, was wir weiterhin von diesem Autor zu lesen bekommen.
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am 11. November 2014
Von diesem Buch hatte ich mir aufgrund der sehr guten Rezensionen schon etwas mehr versprochen, am Ende war ich dann doch eher enttäuscht. Hauptsächlich liegt meine Kritik vor allem darin begründet, dass einige Motive und Handlungen in der Story oftmals irgendwie einfach zu unglaubwürdig erscheinen. Nicht wirklich glaubwürdig genug - diese Charakterisierung der Handlungen und Motive einiger beteiligter Figuren durchzieht leider das ganze Buch vom Anfang bis zum Ende.
Es wäre an dieser Stelle natürlich verfehlt, konkreter darauf einzugehen, ohne inhaltlich etwas zu verraten und künftigen Lesern, die womöglich zu einer anderen Einschätzung gelangen, den Spaß zu verderben. Nur sei dazu angemerkt, dass ich für meine Beurteilung locker eine ganze Reihe an Beispielen benennen könnte. Auf die Spitze wird das Ganze dann am Ende noch getrieben, wenn die Story aufgeklärt wird und die Hintergründe offenbart werden. Es wird zwar alles so zusammengefügt, dass es vom Prinzip her passt, aber sind die Motive und Handlungen - trotz aller Fiktion - auch ernsthaft nachvollziehbar? Man kann das sicher auch großzügig übergehen, denn die von mir kritisierte mangelnde Glaubwürdigkeit ist nicht immer in extremer Form oberflächlich zu spüren, aber mein Lesespaß wurde jedenfalls nach und nach immer mehr getrübt.
Der Schreibstil des Autors ist wirklich nicht schlecht, das gebe ich gern zu, aber das allein reicht (mir) selbstverständlich nicht. Insgesamt für mich leider kein Highlight, deshalb dafür zweieinhalb Sterne. So nun mögen mich Andersdenkende mit "nicht hilfreich" Bewertungen überschütten...
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Wat für ein Schinken! Das war mein erster Gedanke, als ich das Buch aus dem Karton geholt hab und ich hatte auch gleich Bedenken, ob sich das Ganze dann nicht doch ziemlich in die Länge zieht, denn so ein Durchschnitts-Thriller hat ja so seine 350 bis maximal 400 Seiten. Ich wurde tatsächlich eines Besseren belehrt, denn auf den 506 Seiten passiert doch so einiges!

Die Handlung ist in 3 Stränge aufgeteilt: da wäre zum einen der Sohn von Cal und Donna, der unter mysteriösen Umständen ums Leben kam und mit dessen Tod seine Eltern immer noch nicht abgeschlossen haben. Dann hätten wir noch das Mädchen, das nachts zu Cal ins Auto steigt und am nächsten Tag ermordet im Wald gefunden wird. Und zu guter Letzt wäre da noch eine Familie, bei der der Vater wohl zu Hause eingesperrt zu sein scheint und die wohl auch nichts Gutes im Schilde führt.

Da stand von Anfang an einiges auf dem Plan und ich muss sagen – es war keine Seite langweilig, weil immer irgendwie, irgendwo, irgendetwas passierte. Es wurden massig falsche Fährten gelegt und gerade am Ende jagte eine Wendung die nächste – was mir außerordentlich gut gefallen hat, weil es immer logisch und schlüssig war. Toll fand ich, dass nicht nur Mord und Totschlag im Vordergrund standen, sondern auch ein ganz anderes heikles Thema behandelt wurde: Korruption und Polizei-Willkür. Sehr interessant und für jeden, der wie ich mit einem überdurchschnittlichen Gerechtigkeitssinn ausgestattet ist, fast unerträglich mit anzusehen, dass Menschen, die eigentlich dein Freund und Helfer sein sollten, nur ihre eigenen Interessen verfolgen und zudem selbst kriminell sind.

Die Geschichte wird aus Cals Sicht erzählt und ich muss sagen, ich mochte ihn sofort. Ein unaufgeregter, bodenständiger Typ, der vor kurzem seinen Sohn verloren hat und zwar dahinter ist, die Hintergründe des Todes zu erfahren (offizielle Ursache ist Selbstmord), aber trotzdem versucht, mit seiner Frau Donna weiterzuleben. Womit wir auch schon bei den Hauptcharakteren wären: Cal lernt man durch die Erzählperspektive am besten kennen. Es waren recht viele Leute involviert – sozusagen ein ganzes Dorf auf den Beinen, was die Handlung – wie oben schon gesagt – aber immer bunt und abwechslungsreich gemacht hat. Jeder einzelne war toll herausgearbeitet, lebensecht und authentisch, so dass das Kopfkino auf vollen Touren lief und ich die meiste Zeit in Griffon vor Ort mittendrin statt nur dabei war. Eben wie ein richtiger Film. So muss das sein!

Beim Ende weiß ich nicht, ob ich es mag oder nicht; ich hätte es wohl anders gemacht. Aber es passt – irgendwie. Insgesamt kann ich sagen, dass Herr Barclay mich mal wieder auf ganzer Linie überzeugen konnte. 506 Seiten voll Spannung, tollen Figuren, vielen Wendungen, geschickt gelegten Fährten und der ein oder anderen Leiche.
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am 16. Juni 2014
Die „große Stadt“ Buffalo, ist nicht weit entfernt von dieser kleinen Stadt Griffon, in der Polizeichef Augustus „Augie“ Perry seine ganz eigene Art hat, die Justiz von zu viel Arbeit und die Stadt von zu viel merkwürdigen „Elementen“ zu befreien.

Seine Truppe nimmt sich hier und da auffällige Subjekte und zeigt hinter der ein oder anderen Scheune mittels gebrochener Nasen und anderer Verletzungen, wer in Griffon nicht erwünscht ist. So ist es durchaus üblich, dass einer, der Graffiti sprüht, auch gerne mal den ein oder anderen „Zug auf Lunge“ von der Sprühdose nehmen darf.

Eine Haltung, welche die meisten der Einwohner durchaus unterstützen. Mit Entsetzen sieht man auf die Kriminalität in Buffalo und hat wenig Vertrauen darin, dass auf konsequent legalem Wege Griffon davon frei bleiben kann.

Wobei Bürgermeister Bert Sander, ein emeritierter Professor, nicht ganz einverstanden scheint.

Kein großes Wunder also, dass die Polizei sich nicht umgehend ein Bein ausreißt, als Sanders Tochter kurzfristig verschwindet.

Das ist das Klima, in dem Cal Weaver in den Fall involviert wird. Ein Klima, dass an sich bereits zur Achtsamkeit auffordert, auch ohne als möglicher Verdächtiger in den Blick der Cops zu gelangen.

Claire, die am Abend zuvor in den Wagen des Privatdetektivs (und trauernden Vater) Cal Weaver eingestiegen war, die ein kleine Scharade dort aufführte, wohl um einem Pickup mit getönten Scheiben (und damit nicht erkennbaren Fahrer) auszuweichen.

Ein Manöver, das ihre beste Freundin teuer zu stehen kommen wird und auch Cal Weaver in den Mittelpunkt des kurz darauf folgenden Ermittlungsprozesses rückt.

Weaver muss handeln. Zum einen sucht er den Verantwortlichen für den Tod seines Sohnes, zum anderen muss er sich nun an allen Fronten seiner Haut wehren.

Was aber ist geschehen? Wer ist verantwortlich für das Verschwinden eines der Mädchen und den Tod des anderen Mädchens?

Haben die Cops zu hart zugegriffen? Verbirgt Sanders dunkle Wege? Schwappt die Gewalt aus Buffalo doch in die kleine Stadt? Hat der Sohn des ortsansässigen Ford-Händlers das Mädchen an jenem Abend verfolgt? Ist hinter der Fassade der Eltern der besten Freundin Clairs noch ganz anderes zu finden, als nur die zerlöcherten Socken zum guten Anzug oder das Chaos im hinteren Garten hinter der herausstechenden Fassade des Hauses (ein schönes Bild übrigens für den Tenor dieses Thrillers, wie sehr in Griffon die „äußere Fassade“ gepflegt wird und wie wenig „Gepflegtes“ dahinter zu finden ist).

Gradlinig und flüssig erzählt, in all den Motiven nicht unbedingt neu, aber doch mit spannenden Gefahrenmomenten, bietet der neue Thriller von Barclay durchweg anregende Unterhaltung.

Zwar wirkt zu Beginn das Motiv der „Selbstjustiz“ durch die Polizei vor Ort zu richtungsführend, die Dinge „hinter den Kulissen“ scheinen zu klar bereits vorzuliegen, doch Barclay fügt, vor allem zum Ende hin, überraschende Wendungen ein, mit denen andere Aspekte der Geschichte plötzlich zu wichtigen Erzählfäden werden.

Insgesamt eine solide Thrillerkost, die das Genre nicht unbedingt neu erfindet, aber für durchweg unterhaltsame Lektüre sorgt.
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am 31. Juli 2014
Privatdetektiv Cal Weaver und seine Frau Donna leben in Griffon, einer Kleinstadt in der Nähe von Buffalo. Vor zwei Monaten mussten sie ihren noch minderjährigen Sohn Scott begraben, der im Drogenrausch vom Dach eines Hauses gestürzt ist. Der Verlust hat bei beiden Elternteilen starke Schuldgefühle hervorgerufen und belastet ihre Beziehung schwer; jeder versucht auf seine Weise, mit der Situation klarzukommen.
Während dieser Phase befindet sich Cal in einer Regennacht mit dem Auto auf dem Nachhauseweg. Als er an einer Raststätte hält, fleht ihn eine offenbar sehr nervöse junge Frau um Mitfahrgelegenheit an. Er hat zwar Bedenken, mag ihr die Bitte wegen des schlechten Wetters jedoch andererseits auch nicht abschlagen, zumal sie behauptet, seinen Sohn gut gekannt zu haben.

Die Anhalterin stellt sich als Claire Sanders, die Tochter des Bürgermeisters von Griffon, vor und drängt den Privatdetektiv, bei der nächsten Raststätte wieder anzuhalten, da sie wegen starker Übelkeit die Toilette aufsuchen müsse. Von dort kommt sie jedoch nicht wieder zum Auto zurück, sondern scheint spurlos verschwunden zu sein. Stattdessen sitzt plötzlich ein anderer Teenager, der Claire zum Verwechseln ähnlich sieht, auf dem Beifahrersitz:
Wie Cal herausbekommt, handelt es sich um Hanna, die beste Freundin der Verschwundenen. Beide haben angeblich die Rollen getauscht, um einen Verfolger abzuhängen.
Es kommt zu einem Disput zwischen Cal und Hanna und diese besteht schließlich trotz des Regens und der Dunkelheit darauf, mitten auf einer Landstraße abgesetzt zu werden, wo sie in unwegsamem Gelände verschwindet.

Am nächsten Tag steht die Polizei bei den Weaver's vor der Tür: Claire wird vermisst! Da angeblich beobachtet wurde, wie sie nachts in Cal's Auto eingestiegen ist, gilt er als der Hauptverdächtige. Kurz darauf wird ihre Freundin Hanna tot aufgefunden.
Cal muss darum darum kämpfen, seine Unschuld zu beweisen und nimmt auf eigene Faust Nachforschungen auf, zumal die Polizei nicht sonderlich engagiert zu sein scheint.
Er muss feststellen, dass in Griffon vieles nicht so ist, wie es scheint, dass viele Leute Geheimnisse hüten und so einiges unter den Teppich gekehrt wird.
Bald bahnt sich die ganz große Katastrophe an ...

Resümee:
Ein eigenartiges Buch!
Überproportional viel Raum nehmen Leben und Tod von Scott, dem Sohn der Weaver's, und seine Auswirkungen auf die individuelle Verarbeitung und veränderte Beziehung der Eheleute zueinander ein. Dies empfand ich in keinster Weise als gerechtfertigt, da der Handlungsstrang in keinem direkten Zusammenhang zum aktuellen Geschehen zu stehen schien - sieht man einmal davon ab, dass die Eltern der gleichaltrigen Teenager Hanna und Claire Vergleichbares durchmachen müssen und Cal's Verhalten natürlich durch seine derzeitige Gefühlslage beeinflusst wird.
Ähnlich verhielt es sich mit immer wieder eingefügten längeren kursiv gedruckten Passagen, deren Bezug zum Verschwinden Claire's und dem Mord an Hanna sehr lange völlig undurchsichtig blieb.
Dadurch fehlt eine konstante Dramatik, stattdessen sind nur gelegentliche Spannungsspitzen zu verzeichnen.
Beide Nebenstränge erhalten erst im letzten Viertel des Buches nach und nach Sinn, bevor sie schließlich mit dem Haupthandlungsstrang zusammenlaufen.
Aber auch diesem mangelt es am Thrill, weil der Autor den Leser immer und immer wieder zum Beginn der verhängnisvollen Ereignisse zurückführt, als Cal auf Claire trifft, die dann mit ihrer Freundin die Rolle tauscht.

Darüber hinaus machen sowohl die Ermittlungen der Polizei als auch Cal's Nachforschungen keine rechten Fortschritte, sodass auch der Leser im Trüben fischt. Vieles kommt einem zwar ominös vor, ohne dass man jedoch einen Verdächtigen wirklich ins Visier nehmen könnte.

Das alles wird dann im letzten Viertel des Buches geballt nachgeholt:
Eine Wendung jagt die andere! Sie geben sowohl dem aktuellen Geschehen als auch den Ereignissen aus der Vergangenheit immer wieder eine neue Richtung, sodass man gedanklich kaum hinterherkommt.
Aber zum Schluss fallen dann plötzlich sämtliche Puzzle-Teile auf einmal an ihren richtigen Platz - und alles macht rückwirkend Sinn. Das gilt auch für die - meines Erachtens allerdings immer noch zu breit angelegten - Nebenhandlungs-Stränge.

Fazit: Vielleicht müsste man das Buch nach der ersten Lektüre, die mich ob der scheinbar fehlenden Bezüge oft ratlos und unzufrieden zurückließ, mit dem Wissen um die Lösung noch ein zweites Mal lesen, um es richtig würdigen zu können
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am 21. Juni 2015
Mein zweites Buch von ihm, das ich gelesen habe - und wieder beginnt es absolut packend, wird dann mässig spannend, bevor der Schluss wieder versöhnlich stimmt. Schreiben kann er, besonders Dialoge, aber er müsste noch daran arbeiten, den Spannungsbogen über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Irgendwie hat mich die Geschichte mit dem Sturz seines Sohnes und der Begegnung im Auto (sehr beklemmend verfasst) am Anfang nicht über 500 Seiten bei der Stange gehalten.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. April 2016
Von Linwood Barclay hatte ich einst »Ohne ein Wort« (2007) gelesen, das mich nicht überzeugte. Aber es handelte sich um Barclays Debüt, und deshalb war in Rechnung zu stellen, dass der Autor sich weiterentwickelt. Doch um es gleich vorweg zu nehmen: »Nachts kommt der Tod« (2013) hat mich noch weniger überzeugt.

Auf S. 408 fragt eine Nebenfigur den Ich-Erzähler: »Glauben Sie an so’n Zeug? Dass es keine Zufälle gibt? Dass alles seinen Grund hat?« Der Ich-Erzähler antwortet ausweichend. Doch in den Fragen spiegelt sich das Problem dieses Romans und vieler ähnlicher Thriller. Sie leiden an einem enormen Überschuss an Sinn. Alles muss Sinn machen. Ein Unglück darf kein bloßer Zufall sein, sondern stellt sich immer als das Resultat einer Tat heraus, hinter der ein schuldiger Täter steht. Und das gilt nicht nur für den Fall, der im Mittelpunkt steht, sondern auch für alle weiteren Vorkommnisse. Thriller dieser Art spielen in einem übermoralisierten Universum, in dem wirklich alles durch Schuld und Vergeltung reguliert wird.

Das macht die Story überaus durchschaubar. Barclay legt auch in »Nachts kommt der Tod« eine Reihe falscher Fährten aus, die leicht als solche zu erkennen sind. Details, die zunächst unbedeutend scheinen, aber sich später als entscheidend erweisen, sind um der Bequemlichkeit des Lesers willen mit Leuchtfarbe angemalt. Und natürlich gibt es am Ende noch einige – viel zu viele – Plot-Twists, bevor die Figur, der man es eigentlich am wenigsten zugetraut hätte, … usw.

Im ersten Drittel des Romans entwickelt Barclay ein Thema, das mir sehr interessant erschien. Die kleine Stadt. in der der Roman speilt, wird von einem liberalen Bürgermeister regiert, der im Clinch liegt mit der örtlichen Polizeiführung. Unter dem Motto ›Unsere Stadt muss sicher sein vor Gesindel‹ wirbt der Polizeichef dafür, der Polizei ein hartes Durchgreifen zu gestatten. Das bedeutet, es mit den Bürgerrechten nicht so genau zu nehmen und potenziell verdächtigen Personen auch schon mal handgreiflich klar zu machen, dass sie in jener sauberen Kleinstadt nichts verloren haben. Dass dabei auch rassistische Motive ins Spiel kommen, deutet Barclay immerhin an. Und in der Schilderung einer Stadtratssitzung wird auch sehr schön deutlich, welche Dynamiken populistische Parolen entfalten können.

Doch dieses lohnende Thema verliert der Autor spätestens zur Hälfte des Romans vollständig aus den Augen. Am Ende scheint alles damit entschuldigt zu sein, dass schließlich jeder sein Päckchen zu tragen habe.

Barclay ist vorrangig Plotkonstrukteur. Die Entwicklung lebensechter Charaktere ist seine Sache nicht. Die Figuren sind eher flach und werden durch einen schlichten Motivationshaushalt angetrieben. Die Dialoge richten sich oftmals mehr an den Leser als an die Figuren untereinander. Das Effekthascherische ist Barclay durchaus nicht fremd.

Fazit: Ein Thriller wie ein Kellerregal von IKEA. Nichts zum Vorzeigen, nichts, um sich daran zu erfreuen. Aber für eng definierte Zwecke – etwa eine lange Zugfahrt, die nur gebremste Aufmerksamkeit zulässt – durchaus geeignet.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Juni 2014
Cal Weaver nimmt entgegen seiner Überzeugung eine Anhalterin mit. Sehr schnell stellt sich heraus, dass das ein Fehler war, denn die Anhalterin bittet um einen Zwischenstopp und anschließend steigt eine Doppelgängerin ein. Cal merkt das schnell, gerät aber trotzdem unter Verdacht, als Claire, die erste Anhalterin, verschwindet.

Cal’s Sohn Scott ist an Drogen gestorben und Cal möchte wissen, wie es dazu kam. Immer wieder spielt dies mit in seine Ermittlungen hinein. Auch die Ehe leidet unter Scotts Tod, aber Cal und Donna arbeiten daran. Und auf der Suche nach dem Grund, warum Claire dieses Spiel eingefädelt hat und warum sie überhaupt verschwunden ist, findet Cal mehr heraus, als zu erwarten war ...

Ich habe zuvor weder ein Linwood Barclay-Buch gelesen noch ein Hörbuch gehört, bin aber von diesem sehr angetan und begeistert. Frank Arnold liest einfach genial. Zwar muss ich manchmal bei seinen „Mädchenstimmen“ etwas schmunzeln, aber das schadet keineswegs und macht sogar Spaß. Die Spannung bleibt trotzdem erhalten!

Es gibt eine ganze Reihe von Protagonisten, die der Sprecher sehr gut charakterisiert, indem er ihnen immer andere Sprachmelodien und auch „Stimmen“ gibt. Besonders Cals Schwager ist getroffen „vertont“. Man mag ihn nicht, kann Cal sehr gut verstehen. Linwood Barclay zeichnet diese Protagonisten auch individuell, sodass man nicht überfordert wird und sich gut zurechtfindet.

Die Hörzeit vergeht wie im Flug und ratzfatz sind alle sechs CDs gehört. Selten sind 450 Hörminuten so schnell vergangen, wie bei diesem Hörbuch! Ich bin mit einem Schlag Fan von Barclay als auch Frank Arnold geworden! Obwohl es eine gekürzte Lesung ist, habe ich keine „Löcher“ in der Story bemerkt. Für mich passt alles prima zusammen, mir fehlen keinerlei Infos und ich kann den Wendungen mühelos folgen.

Das Ende überrascht und ist voller Finesse. Mir fällt dazu ein: "Die Welt ist ein Dorf".

Und als Kröung schafft es Linwood Barclay (und auch Frank Arnold), mitten ins Herz zu treffen mit einer wohldosierten Portion Gefühl. Das traf mich besonders fies, weil ich nicht damit gerechnet hatte.

Fazit: volle fünf Sterne!
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