Pressestimmen
»Literatur kann vielerlei, sie kann uns amüsieren, unterhalten, belehren, sie kann uns in die Länder der Träume und der Visionen entführen. Sie kann uns auch zum Nachdenken über die letzten Dinge bringen. Manchmal widerfährt uns der unerwünschte Augenblick der Verlangsamung und des Innehaltens. Ein plötzlicher Windhauch fasst uns von hinten an. Und dann ist dieses großartige Buch ein tröstlicher Begleiter. ... Ein Totenbuch also, aber kein traurig-tristes, sondern eins voller Gelassenheit und Weisheit.«
(Ulrich Greiner Die Zeit )»Jede dieser Geschichten handelt von Verlust und Tod - doch in welcher Sprache, in welch kraftvoll mutwilligem Rhythmus, mit welch Vertrauen ins Wort! ... Still, dezent und von unglaublicher Wucht.« (Marko Martin Literarische Welt )
»Der niederländische Autor Cees Nooteboom ist einer der renommiertesten Schriftsteller der Gegenwart. In seinem neuen Erzählband »Nachts kommen die Füchse« erforscht Nooteboom in acht Episoden die Grenze zwischen Tod und Leben. Es ist ein Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion [...]. Dramaturgisch fein vernetzt, erzählt der Autor vom Leben angesichts des Todes. Es ist ein Plädoyer für das Erinnern.«
(3sat Kulturzeit )»Viel Symbolhaftigkeit und Metaphorik steckt in diesen Erzählungen. Nooteboom beschreibt den Geist einer Generation, die sich voller Schwermut an etwas erinnert: an das Leben, wie verrückt und laut es zugeht und manchmal auch leise und ruhig. Besonnen und voller Erfahrung berichtet der Autor über die Vergänglichkeit des Lebens, und was bleibt ist der berühmte Moment, der einzelne Augenblick, der uns zu dem macht, was wir sind; diese Begebenheiten und Schicksalsschläge, die der Schriftsteller bedacht auswählt und dem Leser auf seine spezielle poetische Art zu erzählen weiß - ein vortrefflicher Erzählband.«
(Silke Wodniok Radar Radio Darmstadt )»Der alte Meister variiert meisterhaft das Thema Tod. ... Denn da ist ein Meister der Sprache am Werk, eher lakonisch als geschwätzig lässt er ganz selten bitteren Humor aufkommen und bringt mit interessanten Rand- und Nebenfiguren, »Deserteuren aus der wirklichen Welt«, Farbtupfer ins Geschehen.«
(Buchkultur )»Ich empfehle Nachts kommen die Füchse von Cees Nooteboom (Suhrkamp). In acht Geschichten erzählt der holländische Autor vom Vergehen der Zeit und von der Vergänglichkeit. In einer wunderbar klaren und schönen Sprache lässt er längst verstorbene Menschen wiedererstehen und schafft magische Momente des Gedenkens. Nootebooms Erinnerungen an all das Vergangene sind melancholisch und bleiben dennoch dem Leben zugewandt. Souveräne Erzählkunst eines alten Meisters.«
(Claus-Ulrich Bielefeld Focus )»Nootebooms Geschichten erzählen vor allem von den Zurückgebliebenen. Von den verblassten Erinnerungen und staubigen Zeugnissen. Von unauslöschlichen Fußspuren auf einstmals gemeinsam gegangenen Wegen, den legendenhaften Erzählungen, von denen jeder ein wenig und niemand alles weiß. Seine Geschichten sind wie aufblitzende Bilder, Erinnerungsfotografien an einstmals vergangene Tage, deren Gemeinsamkeit das aktuelle Alleinsein umso trister erscheinen lassen. Zugleich sind es hoffnungsschimmernde Zeilen, deren Hauptfiguren in Demut und Dankbarkeit auf die gemeinsamen Zeiten zurückblicken.«
(Thomas Hummitzsch berlinerliteraturkritik.de )»Nooteboom, der Philosoph unter den niederländischen Schriftstellern, erzählt hier von der hohen Warte des Alters aus von Vergänglichkeit, ohne Furcht, ohne Erwartung, ohne Trost.«
(Ulrike Frenkel Kultur - Kritische Blätter für Kenner und Neugierige )Kurzbeschreibung
Über den Autor
Cees Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman (Philip en de anderen), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen (Allerzielen). Die neun Bände seiner Gesammelten Werke enthalten neben den bereits publizierten Büchern zahlreiche erstmals auf deutsch vorliegende Texte.
Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.
Zur Internetseite von Cees Nooteboom »