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Kundenrezensionen

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am 25. November 1999
Wer eine Vorliebe für kontrapunktische Verhältnisse von Bildern und Texten in Büchern entwickelt hat, sollte sich Erlbruchs "Nachts" auf keinen Fall entgehen lassen. Fons, der Hauptakteur in diesem Buch, ähnelt dem kleinen Leonard, den Erlbruch 1991 zum Leben erweckte. Mit seinen wachen Augen versucht er, den Vater aus dem Bett zu locken. Dieser, schlaftrunken, bemüht sich mehr oder minder erfolgreich, seinen Sohn von der Langweiligkeit der Nacht zu überzeugen. Während der Vater Hand in Hand mit seinem Sohnemann durch die Stadt zieht, den Kragen hochgeklappt und die Augen noch halb geschlossen, sieht Fons die schönsten und aufregendsten Szenerien, in die er sogar zum Teil selbst verwickelt ist. Erlbruch bindet in seine Illustrationen diverse Kunstzitate mit ein. So ähneln beispielsweise die drei Baumgesichter Van Goghs Zypressen. Wie von Erlbruch schon gewohnt, greift er auch bei der Illustration von "Nachts" auf markante Techniken zurück. Arg unbeholfen ausgeschnitten wirken die Bildbestandteile, variieren jedoch erheblich in Punkto Material. Erlbruch greift auf Mathematik-, Geographie- und Kochbücher zurück, aus deren Seiten er Monde oder Häuser schneidet. Einfache Tonpappe findet ebenfalls Verwendung. Wen die Idee des Surrealismus gefesselt hat, wird bestimmt auch an diesem Buch Gefallen finden... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Juli 2014
Bei den meisten der Bilderbücher von Wolf Erlbruch kann man wirklich in Zweifel geraten, ob sie für Kinder gemacht sind. Ich schätze, ein nicht geringer Teil der verkauften Exemplare durchläuft allein die Hände von Erwachsenen. Und ich habe auch schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Kinder mit manchen Erlbruch-Büchern nicht viel anfangen können (das gilt natürlich nicht für das Maulwurf-Buch).

Damit kein Zweifel aufkommt: Das vorliegende Buch ist exzellent! Aber wendet es sich auch primär an Kinder, – an Kinder im Bilderbuchalter? Gewiss, was Erlbruch in dieser kleinen Geschichte thematisiert, sind genuin kindliche Erfahrungen bzw. Erlebnisweisen. Dunkelheit verzaubert in der kindlichen Perspektive die Welt. Weil das Dunkle unbestimmt ist, bildet es gleichermaßen eine Quelle unendlicher Neugier und eines unendlichen Schreckens. Und Erlbruch trifft auch völlig den Punkt, wenn er den Vater, an dessen sicherheitsspendender Hand das Kind die Dunkelheit durchstreift, als jemanden darstellt, der dem indlichen Erleben verständnislos gegenübersteht. Für ihn ist die Dunkelheit einfach nur Dunkelheit, und die Nacht erscheint ihm als bloße Ereignislosigkeit (›Alles schläft!‹) und daher als Langeweile.

Mit seiner Diagnose des Kontrasts der Erlebnisweisen liegt Erlbruch vollkommen richtig. Nur: Ist dieser Kontrast etwas, das in der Erfahrungswelt von Kindern auftaucht? Sind Kinder im Bilderbuchalter überhaupt fähig, sich von dieser Verlustgeschichte einen Begriff zu machen? Das erscheint mir zweifelhaft. Der Kontrast der Erlebnisweisen und der Verlust einer bestimmten naiven Erlebnismöglichkeit taucht meines Erachtens nur in der Erfahrung von Erwachsenen auf. Kinder sind vielleicht erstaunt über die Reaktionslosigkeit, die Erwachsene in solchen Situationen zeigen, die für die Kinder selbst hochgradig herausfordernd sind. Und sie sind eventuell enttäuscht über die Erwachsenen – ein Glied in der Kette vieler Enttäuschungen, die wir nachträglich als ›Erwachsenwerden‹ begreifen. Aber eben darin liegt der Punkt: Als Verlust wird die kindliche Erlebnisweise und ihr Kontrast zur erwachsenen Erlebnisweise erst dann greifbar, wenn es zu spät ist und es keinen Weg zurück mehr gibt.

Auch bei den wunderbaren Bildmetaphern vermute ich, dass einige nur Erwachsenen zugänglich sind. Die surreale Bilderwelt, deren sich Erlbruch bedient ist in gewisser Weise literarisch, und zwar insofern sie Bedeutungskontexte aufruft, über die Kinder wahrscheinlich noch nicht verfügen. Die surreale Bilderwelt ist voraussetzungsreicher, als es die Surrealisten und ihre vielen Nachfolger wahrhaben wollen. Das gilt nicht, wenn zum Beispiel das Kind Gesichter in nächtlichen Baumkronen erblickt. Es gilt aber mit Sicherheit für die Alice-Figur, die dem Jungen den Ball zuwirft, den er am Ende als Gegenbeweis gegen die verbale Entzauberung der Nacht durch den Vater in den Händen hält.

Fazit: Ich glaube, wir haben es hier eher mit einem Bilderbuch für Erwachsene zu tun. Und als solches kann es wertvolle Dienste leisten, indem es darauf aufmerksam macht, dass es kindliche Erlebniswelten gibt, die Erwachsenen grundsätzlich verschlossen sind und die trotzdem ein Eigenrecht haben.
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am 20. August 2015
Aufgezeichnet, ausgeschnitten, zusammengefügt, geklebt. Mit schwungvollen Farbstrichen darüber gemalt. Packpapiere, Zeitungsausschnitte, Reste von Landkarten oder Formelsammlungen. Und alles auf schwarzem Hintergrund, denn es ist Nacht. Von Seite zu Seite warten Überraschungen, inhaltlich wie gestalterisch. Unendlich vieles gibt es zu entdecken: Realistisches, Faszinierendes, Unwirkliches, ja Unglaubliches. Wer ist je über einen langgestreckten Hund balanciert? Wer kann von sich behaupten, eine Rollschuh fahrende Tulpe beobachtet zu haben?

Doch Vater trottet verschlafen durch die Dunkelheit und erklärt, dass Opa und Oma schlafen, auch die Indianer und Cowboys, die Apotheke geschlossen hat und doch auch sonst nichts los ist in der Stadt. Fons sieht das anders. Er hat Vater aus dem Bett gelockt, um nachts nach draußen zu gehen. Er ist hellwach, hat offene Augen, guckt und schaut, ist, während Vater nur trottet und murrt, empfänglich für die Andersartigkeit der Welt, für Verborgenes, Rätselhaftes, Untergründiges. Er sieht den Hasen in der Blumenvase, den Vater nicht sieht. Er wundert sich über den Fisch, der einen Einkaufswagen schiebt, aber zweifelt nicht an seiner Existenz.

Es hat mich berührt, zu spüren, wie lebendig ein Kinderblick sein kann, wie wenig wir Erwachsene von der kindlichen Art zu erleben auch nur erahnen. Etlicher Humor ist dabei, den Vater so eintönig wirken und ins Nichts starren zu lassen, während die fliegende Alice aus dem Wunderland Fons einen Ball zuwirft. Es ist ein Buch, das uns Erwachsene aufrütteln kann. Ich denke aber, dass auch Kinder den Kontrast zwischen Müdigkeit, Langeweile, Desinteresse und wacher Erlebnisfähigkeit genießen, ja darüber lachen können. Ich denke, dass sie sich mit Fons identifizieren und stolz sind, so gewitzt und fantasiebegabt zu sein wie er. Das Buch macht Erwachsene nachdenklich. Kinder lässt es staunen. Ich bin rundum fasziniert.
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am 22. September 2013
Meine Tochter hat die Geschichte als Film, und wollte unbedingt auch das Buch. Wolf Erlbruch ist mit seinen Bildern sowieso unschlagbar - skurril und subversiv... Und was an der Geschichte so toll ist: Kinder sind eben keine "kleinen Erwachsenen", sondern sehen die Welt aus anderen Augen als der vernünftige Papa, der meint, es sei nachts eh nix los - denkste!

Daher fünf Sterne für dieses Buch!
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am 1. August 2014
Diesmal habe ich "Nachts" verschenkt, habe es schon einmal gekauft. Die Bücher mit Illustrationen von Wolf Erlbruch sprechen mich besonders an und "Nachts" bereitet Jung und Alt Vergnügen; die schönen fantasievollen Darstellungen, die machmal skurilen Charaktere bieten Lesern/Zuhörern Vergnügen, auch die kleinen Texte sind humorvoll und manchmal überraschend (-dass der übernächtigte Vater hofft, dass der Storch schläft!), dies Buch werde ich bestimmt noch oft verschenken.
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am 26. März 2013
Neben den unverwechselbaren Collagen mit der die Ängste des kleinen Jungen und die beruhigende Begleitung des Vaters erzählt werden, findet die Geschichte ihre Pointe in einem kleinen roten Ball. Fantasie und Realität, zwei Welten in einer, auf den Punkt gebracht im Ball. Prima!
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am 15. November 1999
Kaum ist das Buch gekauft, werden Sie in einen kleinen, unniedlichen Jungen versetzt. Sie erleben eine Nacht! Tagesreste wie die Flug-Glueh-Micky-Maus, wie die von einem Fisch adoptierte Erdbeere - schon vergessen, aber die vom Kaninchen herabzitierte Tochter aus Elysium wird Ihnen einen Funken mitgeben, den Sie als Nacht-Rest behalten werden. - Der Verlag ist auf dem besten Weg. Unser Traumbuch muesste allerdings in satt-matten Farben gedruckt sein, die man riechen kann ... auf Papier, das Erlbruch selbst gern verwenden wuerde (zum Malen, Schneiden, Kleben...).
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am 28. März 2014
Bei unserer 3-jährigen Enkelin kommt es noch nicht so gut an. Es kann sein, dass sie noch zu jung ist.
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