David Leavitts vierter Roman NACHTMUSIK MIT EINEM FREMDEN (The Page Turner, 1998) spielt im Künstlermilieu. Paul Porterfield ist ein 18jähriger, ehrgeiziger Pianist, der unbedingt Karriere machen will. Bei einem Konzert in San Francisco hat er die Gelegenheit, für den weltberühmten Pianisten Richard Kennington als Blattumwender zu arbeiten. Später trifft er sein Idol in Italien wieder wo er gerade mit seiner Mutter Urlaub macht. Der ältere Kennington beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem jüngeren (und unerfahrenen) Paul, die seiner Mutter zunächst verborgen bleibt. Doch die Leidenschaft der beiden ist nicht von Dauer. Und Paul sexuelle Initiation verändert sein Leben für immer, denn seine angestrebte Karriere rückt in den Hintergrund, während Paul sich auf die Suche nach Liebe und Zuneigung macht. NACHTMUSIK ist Leavitts kürzester Roman (nur kanpp 250 Seiten). Er ist sowohl Künstler- als auch Initiationsroman. Leavitts kanppe, präzise Sprache läßt mehr aus, als sie erzählt. Seine Sprache ist direkt, aber niemals vulgär oder effekthascherisch. NACHTMUSIK ist ein bißchen traurig, ein bißchen erotisch und ein bißchen tragisch, aber wirklich niemals langweilig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)