Das Buch beschreibt die Geschichte des geheimnisvollen Jungen Jaro, der im Alter von sechs Jahren von zwei Wissenschaftlern auf Forschungsreise vor dem sicheren Tod gerettet und adoptiert wird. Er kann sich an nichts erinnern was vor seinem sechsten Lebensjahr passierte und hört fremde Stimmen, welche laut den behandelnden Psychologen "von außerhalb seines Kopfes" kommen. Im Laufe des Romans kommt der Junge seiner düsteren Vergangenheit mehr und mehr auf die Spur. Gleichzeitig durchläuft er seine Schulausbildung innerhalb eines Gesellschsftsystems mit starren Regeln und absurden Hirarchien (wie so oft bei Jack Vance). Er verliebt sich, wird von feindlichen Schülern terrorisiert etc. etc.
All diese Aspekte, die über weite Teile von der Rahmenhandlung abschweifen, werden vom Autor ausgiebig durchleuchtet. Es spricht sehr für das erzählerische Können von Jack Vance, daß der Roman dabei niemals langatmig oder künstlich aufgebläht wirkt. Im Gegenteil, die Geschichte bleibt glaubwürdig und interessant, vor allem deshalb, weil die Charaktere (wie auch ihre Umgebung) gut durchdacht und lebendig sind.
Die Story selbst ist nicht direkt spannend zu nennen, dennoch habe ich das Buch (als Fan von SF-Romanen der älteren Machart) in zwei Tagen durchgelesen. Das Ende fand ich allerdings schlichtweg enttäuschend. Der Roman verebbt ohne jeglichen Knalleffekt. Die einzige unerwartete Wendung gibt der Story keine Impulse mehr, wirkt herzlos abgehandelt. Das Buch wird zu einer teilnahmslosen Dokumentation vorhersehbarer Ereignisse. Dürfte einem (damals) achtzigjährigen Altmeister der SF eigentlich nicht passieren. Abgabezwang? wohl kaum...
Trotzdem 4 Sterne, und absolut empfehlenswert.