Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, ein Buch, welches man am besten ließt, wenn man sich zuvor einen heißen Kaffee, oder wer mag auch eine Glas Rotwein bereit gestellt hat.
Nachtgedanken ist kein Werk, dass speziell für die Fans der Dietrich geschrieben ist. Es spricht auch jene an, die sich bislang nicht so sehr mit dem Mythos der Unberührbaren beschäftigt haben.
Melancholische Gedanken, die viel zu oft mit den Worten „Ich“ und „Mein“ beginnen lassen den Leser einen Einblick in die Gedankenwelt einer Schauspielerin gewinnen, die wohl zurecht die Kühle genannt wurde. Manchmal wird einem beim lesen kalt, man fragt sich, wie kann man nur so Ich-bezogen leben und doch findet man im lesen des Buches die Antwort. Weil es nicht irgendwer, sondern weil es die Dietrich ist.
Wunderschöne Texte, verfasst in einer Atemberaubenden Sprache, verbunden mit faszinierenden Fotos, dass sind die Nachtgedanken einer Frau über die man auch nach der Lektüre dieses Buches immer noch viel zu wenig weiß.