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Nachtfalter: Ein Fall für Kostas Charitos
 
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Nachtfalter: Ein Fall für Kostas Charitos [Taschenbuch]

Petros Markaris , Michaela Prinzinger
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 14., Aufl. (März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233531
  • ISBN-13: 978-3257233537
  • Originaltitel: Amyna Zonis
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.756 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Gegen zwei Dinge im Leben habe ich eine unüberwindliche Abneigung. Gegen Rassismus und gegen Schwarze." Kommissar Kostas Charitos ist alles andere als eine strahlende Identifikationsfigur. Aber gerade die Ambivalenz seines Antihelden macht die Kriminalromane des griechischen Autors Petros Markaris zu einer äußerst reizvollen Lektüre.

Schon bei seinem ersten Auftritt in Hellas Channel bekannte sich der Polizist Charitos zu äußerst zweifelhaften Aktivitäten während der Militärdiktatur und zu einem ebenso ungebrochenen wie unreflektierten Antikommunismus. Dennoch mag der Leser Sympathie für diesen Durchschnittsmenschen empfinden, der sich in häuslichen Konflikten mit Ehefrau Adriani, beruflichen Auseinandersetzungen mit seinem Vorgesetzten Gikas und im Kampf gegen das Athener Verkehrschaos zu zerreiben scheint. Gerade aus diesen Dreifrontenkämpfen jedoch bezieht der Dickschädel Charitos seine Motivation. Großzügig Dienstanweisungen und familiäre Regeln missachtend wandelt er auf schmalem Grat, um schließlich doch seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Dabei muss er kräftig von oben einstecken und keilt ebenso rustikal nach unten aus.

Die alte Geschichte: Zwei Verbrechen, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben, können in Verbindung gebracht werden. Ein Erdrutsch auf einer griechischen Insel legt die Leiche eines Ermordeten frei, der als Christos Petroulias identifiziert wird. Petroulias amtierte als Schiedsrichter in der dritten Liga -- ansonsten sind seine Aktivitäten und Einkünfte unklar. In Athen wird der Nachtclubbesitzer Konstantinos Koustas vor einem seiner Etablissements erschossen. Koustas war gleichzeitig Besitzer des drittklassigen Fußballclubs Triton. Der Zufall und verbissene Nachforschungen bringen Charitos Klarheit über den Zusammenhang der beiden Gewalttaten, und er deckt die Strukturen einer genialen Geldwaschanlage auf. Als hohe Politik ins Spiel kommt, wird er von Kriminaldirektor Gikas zurückgepfiffen -- der Fall soll zu den Akten gelegt werden. Doch Charitos wäre nicht er selbst, würde er sich daran halten. Schließlich droht ihm die Suspendierung vom Dienst.

Große und intelligente Unterhaltung mit viel Humor -- Kommissar Charitos ist eine echte Bereicherung für das Genre. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Kommissar Charitos ist krank. Eigentlich sollte er sich ausruhen und von seiner Frau verwöhnen lassen. Doch so etwas tut ein wahrer Bulle nicht. Eher steckt er bei Hitze und Smog im Stau, stopft sich mit Tabletten voll und jagt im Schrittempo eine Gruppe von Verbrechern, die die halbe Halbwelt Athens in ihrer Gewalt hat.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herausragend 30. Juni 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Held dises Buches ist ein Grieche, wie er tatsächlich nicht nur in Büchern steht. Eine faszinierende Figur. Ein sympathischer Rassist. Ein aufrechter Karrierist, der während des Obristenregimes an Folterungen beteiligt war und zu dessen engsten Freunden eines der damaligen Folteropfer gehört. Ein Kriecher, der im Interesse der Gerechtigkeit ohne Zögern auch hohen Herren ans Leder geht. Ein Chauvi, der sich täglich mit seiner Frau zankt, der er treu ergeben ist.

Der Plot ist diesmal etwas ausgefeilter als im Erstling Hellas Channel, aber das ist nicht die Hauptsache. Das Ganze spielt in einem bemerkenswert genau, liebvevoll und kritisch gezeichneten Griechenland.

Das blumige Griechisch wurde von der Übersetzerin in ein recht umständliches Deutsch übertragen. So klingen die Dialoge mitunter wie bei Courths-Mahler. Man sollte sich die Serie dennoch nicht entgehen lassen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
gute Übersetzung 29. Mai 2007
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch parallel in Griechisch und Deutsch gelesen und muss sagen, die Übersetzung ist gelungen (manche Dinge lesen sich im Original natürlich viel charmanter, aber das bringt jede Übersetzung so mit sich)

Heutzutage ist Athen nicht mehr so verdreckt, wie Markaris es darstellt (die Olympiade hat viel zum Besseren verändert), aber der Verkehr ist hier nach wie vor schlimm und gestreikt wird auch immer wieder.

Besonders cool und gewagt fand ich den Schluss des Buches, doch verraten kann ich ihn hier nicht. jedenfalls hat es Markaris zu Recht auf den internationalen Buchmarkt geschafft. hier in Griechenland kennt ihn jeder.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kultcop aus Griechenland 20. Juli 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Urlaub in Griechenland! Wer schwärmt nicht davon? Blaues Meer, heißer Sand, griechischer Wein, Kultur und Freiheit, mit der Seele baumeln.

Kommissar Charitos geht das alles so ziemlich auf die Nerven. Urlaub auf der Insel, wegen der knappen Reisekasse bei der Familie seiner Frau, wo zu allem Unglück nicht nur nervige Erwachsene, sondern noch lästigere Kinder den Lärmpegel in dem heruntergekommenen Wohnhaus zünftig hoch halten.

Erlösung von diesem Martyrium bringt ein Erdbeben, verbunden mit Dauerregen. Und als ein Erdrutsch auch noch eine Leiche zu Tage befördert, die gemäss dem kriminalistischen Auge des Kommissars keines natürlichen Todes unter die Erdmassen kam, ist der dringend benötigte Urlaub zum Vergessen.

Gemeinsam mit dem unbekannten Toten geht es mit der Fähre zurück nach Athen, wo nicht nur brütende Stadthitze und durch den Streik der Müllwagenfahrer sich türmende und stinkende Abfallberge den überarbeiteten Kriminalisten erwarten, sondern auch ein weiterer Mordfall.

Einen der Großen, die das Rotlichtmilieu bestimmen, hat vor seinem Nachtlokal ein Schütze mit vier Schüssen nieder gestreckt. Kommissar Charitos ermittelt. Aber je tiefer er in den Sumpf um den Halbweltdominator Koustas er eintaucht, um so brisanter wird die Situation rund um Korruption in der Politik, Manipulation in der lokalen Fußballliga und den familiären Verstrickungen.

Charitos wird dies alles zu viel. Das Herz will nicht mehr mit der stressigen Gangart mithalten und so wird der Zwangsaufenthalt in der Klinik unvermeidbar. Zu allem Überfluss mischen zum beruflichen Unbill auch noch die ständig nörgelnde Ehefrau mit und das Töchterchen hat nichts Besseres zu tun, als sich in den behandelnden Arzt zu verlieben und dem langjährigen Freund den Laufpass zu geben.

So schnell wie möglich eilt Charitos deswegen wieder in sein Büro, um die Arbeit auf zu nehmen. Aber wo er auch ermittelt, stößt er auf Schweigen, Misstrauen und moralischen Sumpf. Von höchster Stelle werden ihm die Ermittlungen untersagt, und der Zuwiderhandelnde wird daraufhin vom Dienst suspendiert.

Wie es Kommissar Charitos trotzdem schafft, die beiden Mordfälle, zu denen sich im Lauf der Handlung noch Folgeleichen gesellen, zu klären, verrate ich natürlich nicht.

Der 1937 in Istanbul geborene Autor Petros Markaris, der in Athen lebt und vor diesem, seinem zweiten Roman bereits durch Theaterstücke, Fernsehserien und Übersetzungen großer Dramatiker, wie Brecht und Goethe, Bekanntheit erlangte, hat mit Kommissar Charitos einen jener modernen Kultbeamten geschaffen, die den derzeitigen schwedischen und italienischen Romanhelden um nichts nachstehen.

Charitos ist ein durch langjähriges Ehe- und Polizistenleben gezeichneter Zyniker und die gar nicht beschauliche Alltagsszenerie in Athen wird in schon fast drastischem Lokalkolorit geschildert. Die im Anhang geführte Personenliste ist dringend notwendig, denn man ertappt sich beim Lesen mehr als einmal dabei, nicht zu wissen, welcher Name nun gerade wer ist. Für des Griechischen nicht mächtige Leser, und das dürfte ja die Mehrheit sein, klingen die -as und -opolous zunächst ziemlich verwirrend. Auch die ständige Aufzählung der Strassen und Boulevards ist für den Ortsunkundigen nur durch Überlesen oder Nachschlagen auf der Straßenkarte Athens unter zu bringen.

Aber Markaris schafft den Spagat, zwischen simple Familienszenen und harte Detektivarbeit auch ein politisches Spiegelbild des Landes einzustreuen, das nicht nur dem gängigen Touristenklischee widerspricht, sondern auch die Gesinnung des Mannes von der Strasse verdeutlicht, ohne dabei uninteressant zu werden.

Die Dramaturgie, mit der Markaris die unterschiedlichen Handlungsfäden miteinander verwebt, um damit einen ständigen Spannungsaufbau zu liefern, ist logisch konstruiert und flacht auf den 552 Seiten niemals ab. "Nachtfalter" ist ein Roman, den man am Liebsten in einem Zug auslesen möchte. Der Kriminalschmöker zeigt einen sehr menschlichen Hauptdarsteller, mit dessen Denk- und Arbeitsweise man sich leicht identifizieren kann, weil gerade in den privaten Sorgen und Problemen, die mit reichlich Humor abgehandelt werden, viel Alltägliches verpackt ist.

Daher eine klare Empfehlung, denn dieses Buch macht Lust darauf, mehr über den griechischen Polizisten zu lesen.

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Umschlagfoto schön - Roman ganz schlecht
Nun ja, habe schon Einiges von P.Markaris gelesen, aber ehrlich gesagt, noch nie so einen Mist ! Wie schon im Titel der Rezension angesprochen, das Beste an diesem Buch ist das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2008 von M. Peter
Herzprobleme in Athen
Kommissar Kostas Charitos heißt die Hauptfigur in Markaris Roman "Nachtfalter". Auf über 500 Seiten kämpft Charitos mit seiner Frau Adriani, mit seinen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2006 von Haardtattack
Wer Athens Gerüche kennt..
..muss von dieser Story gefesselt sein. Ich war keine Minute gelangweilt, trotz der endlosen Strassennamen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. November 2006 von Werner Sieber
zwiespältig
Kostas Charitos ist ein rassistischer Macho. Dass man ihn trotzdem ganz sympathisch findet, mag zu denken geben, zeugt aber von der "guten Schreibe" von Petros Markaris. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2005 von Frank Hirschmann
Spannendes Buch-Toller Background
Nachdem ich "Hellas Channel" gelesen hatte, war ich mir nicht so ganz sicher, ob ich ueberhaupt noch ein Buch von Petros Markaris lesen wollte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juli 2005 von A. Bahn
Altbacken und langatmig
Mich hat NACHTFALTER leider kaum in den Bann gezogen und streckenweise sehr gelangweilt. Der ältliche Kommissar wirkt wie ein Überbleibsel aus den sechziger Jahren. Lesen Sie weiter...
Am 6. August 2004 veröffentlicht
Solider Krimi
Endlich mal wieder ein gelungener Krimi aus Südeuropa. Nachdem auch Hellas Channel mich schon begeistert hat habe ich auch Nachtfalter in zwei Nächten durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2004 von Ringe, Christian
Mal was anderes
Mal wieder vor der Frage stehend: was lese ich, bis der nächste Wallander erscheint, erwischte ich den Nachtfalter und wurde angenehm überrascht! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2003 von Michael Körfgen
Schmuddel-Schnüffler
Athen ist nicht Venedig. Wo bei Donna Leon noch das stinkigste Wasser romantisch schwappt, füllt bei Petros Markaris der Müll die Straßen. Lesen Sie weiter...
Am 19. September 2003 veröffentlicht
Die griechische Antwort auf Kurt Wallander
Petros Markaris hat mit Kostas Charitos das griechische Pendant zu Henning Mankells schwedischem Kommissar Kurt Wallander geschaffen: einen stets überlasteten, wortkargen, im... Lesen Sie weiter...
Am 22. Juni 2003 veröffentlicht
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