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Produktinformation
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Sobald die Flüchtlinge in der Falle stecken, verlagert Romero den Fokus auf die Probleme, die innerhalb der Gruppe auftreten, als man versucht mit der scheinbar aussichtslosen Situation umzugehen. Was folgt, ist die Untersuchung menschlicher Verhaltensweisen, die von Ängsten und Eigensinn geprägt sind und viele davon abhalten, sich für allgemein verbindliche Belange zu engagieren.
Romero macht zwischen den Zombies und den organisierten Jägern keinen Unterschied. Beide erscheinen seelenlos. Der Film lässt sich auch als Kritik am männlichen weißen Establishment lesen. Es ist kein Zufall, dass eine Frau und ein Schwarzer die beiden Figuren sind, die am vernünftigsten handeln. Es ist genauso wenig ein Zufall, dass die Fortsetzung Dawn of the Dead in einem riesigen Einkaufszentrum spielt, das von Untoten belagert wird -- eine treffende Analogie zur Konsumgesellschaft. --Bryan Reeseman
Zunächst zum Film:
Als "alter Streifen" möchte man meinen, der Film könne einen sowieso nicht mehr schocken und lohne sich höchstens als Teil einer Sammlung. Doch weit gefehlt - "Nicht of the Living Dead" ist ein Film mit eingehender, nervenaufreibender Story, einer düsteren Atmosphäre und gut inszenierten Effekten, die ohne Schwarz-Weiss überhaupt nicht mehr möglich sind.
Die fesselnde Storyentwicklung, die sowohl schnell und präzise die Regeln der erschaffenen Welt aufstellt, als auch auf packende Weise das Ausmaß der Katastrophe dämmern lässt lässt den Zuschauer während des Films kaum los. So ist dann auch die Handlung selbst clever konstruiert, sodass der Zuschauer selbst zum Schluss noch überrascht wird. Der Schluss selbst ist genauso unerwartet wie eingehend - selbst der Nachspann ist noch schockierend in seiner Bildsprache.
Alles in allem ein Film, der in keiner Sammlung fehlen darf, aber trotzdem auch große Unterhaltung bietet.
Nun zur DVD:
Das Cover und die Box sind angemessen gestaltet, das Bild von Kyra Schon eindringlich und düster. Leider kann sich dieser Eindruck im DVD-Menü nicht halten: In grünen Lettern und einer Schrift, die von den Flinstones stammen könnte, prangt der Name des Film über den Auswahloptionen, die Synchronstimme von Barbra jammert unaufhörlich "Johnny, Johnny" im Hintergrund, und ein paar Bilder wie aus einem schlechten Gruselkabinett bilden den Hintergrund.
Die Bonusmaterialien sind dann zwar auf den ersten Blick üppig, aber kaum attraktiv aufgemacht. Statt Slideshows zum Weiterschalten ist das Bildmaterial bzw. Texte zum Film als Video auf der DVD, und nach etwa drei bis vier Sekunden kommt das nächste Bild / die nächste Seite Text. Dies stört sehr beim Betrachten / lesen, sodass man quasi ständig auf Pause und Spulen zurückgreifen muss.
Das Making Of ist dann, als einziges Video im Bonusmaterial, auch mau ausgefallen. Ein wenig wird über Romeros Bildsprache erzählt, dann ein paar Minuten darüber, wie der Film zum Comic gemacht wurde.
Lustig sind allerdings die Produktionsnotizen oder der Teil des Making Of, wo ein Werbespotgezeigt wird, der als "Night of the Living Deal" aufgemacht ist.
Alles in allem eine klare Kaufempfehlung - Aber am besten nur die Box betrachten, das Menü schnell wegklicken und den Film ansehen!
Fazit: Mann kann eigentlich keine Vergleiche ziehen; man kann nicht sagen, dass dieser Film nicht so gut sei wie die aktuellen. George Romeros Klassiker ist und bleibt die Traummarke, an der heutige Produktionen sich in Sachen Qualität messen lassen müssen.
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