2008 erschien bei Rotfuchs die 20. Auflage des Buches ' Die Nacht die Kein Ende nahm ' In der Gewalt von Skins'
Die beiden Autoren Frederik Hetmann und Harald Tondern haben sich hierbei mit den Themen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile beschäftigt. Entstanden ist ein Jugendbuch auf das Lehrer in ganz Deutschland immer wieder zurückgreifen, um ihren Schülern das Thema Fremdenfeindlichkeit näher zu bringen. Nachdem die zwei ausländischen Schüler Susan und Nemed sich auf den Weg gemacht haben, um eine Telefonzelle aufzusuchen, bringt eine Gruppe junger Neonazis sie und den Rest der Klasse in ihre Gewalt. Einem der Schüler gelingt jedoch die Flucht, wobei der Rest der Klasse und ihre beiden Lehrer weiterhin in der Gewalt der so genannten ' Skins' sind.
Die Themen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile sind vollkommen zeitlos und immer aktuell für jedermann. Das Buch zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Dass die ganze Geschichte jeweils aus der Sicht verschiedener beteiligter Person geschrieben ist, macht es für den Leser sehr viel leichter, sich in eine der Personen hinein zu versetzten, speziell, wenn einer der Schüler berichtet. Vor allem die Parallele, das Alter, die zwischen Erzähler und Zielgruppe besteht, macht das Buch zu etwas Besonderem.
Hätte ich die Geschichte ohne das wissen gelesen, dass sie sich so oder so ähnlich zugetragen hat, so wäre sie mir vermutlich etwas langweilig erschienen.
Sieht man die Geschichte jedoch aus einem ganz anderen Blickwinkel, so überträgt man das Geschehen immer auf die eigene Person, immer wieder hält man inne und fragt sich, wie man selbst in solch einer Situation wohl reagiert hätte. Bis auf das Ende gefällt mir das Buch sehr gut. Am Ende scheint mir das Buch zu plötzlich aufzuhören. Da es sich nach einer wahren Geschichte richtet, kann man dies nicht ändern. Jedoch haben die Autoren sehr viel dazu erfunden und geändert, sodass ich finde, sie hätten auch noch ein passenderes Ende schreiben können.
Angesichts der Tatsache, dass die Geschichte wahr ist, würde ich das Buch definitiv weiter empfehlen, denn man sieht, dass das wahre Leben tatsächlich voll Gewalt, Hass und Angst sein kann, auch wenn man dies sonst nicht glauben oder wahrhaben will.
Rezension von Anne, Isabell, Nigel, Leonie (Johanna-Sebus-Gymnasium Kleve, Klasse 10b)