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Nacht für drei Hunde. Roman Taschenbuch – 1. Oktober 2011


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: dtv (1. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423140313
  • ISBN-13: 978-3423140317
  • Originaltitel: Three Dog Night (Penguin Books Australia Ltd.)
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 2,3 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 720.534 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peter Goldsworthy, geboren 1951 in Minlaton (Australien), lebt als Schriftsteller und Arzt in Melbourne. Sein Werk umfasst Romane, Lyrik, Erzählungen und Libretti und wurde vielfach ausgezeichnet. Peter Goldsworthy zählt zu den renommiertesten Autoren Australiens.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wenn die Liebe eine Zwangsstörung ist – dieselbe Getriebenheit, dieselben chemischen Vorgänge, dieselben Veränderungen im Gehirn –, dann bin ich schon seit Jahren
krank. Aber noch nie so krank vor Glück, so verrückt, wie jetzt. Sonntag, Vormittag, Frühsommer. Der zehnte Tag seit meiner Rückkehr nach Australien nach zehn Jahren der Arbeit und des Studium im Ausland, nach zehn Jahren harter geistiger Anstrengungen in London. Ich fahre Lucy – meinen Zwangsgedanken, meine Verstörung – zum ersten Mal hinauf in die Hügel um Adelaide. Der Tag hat sich seinen Namen zu Herzen genommen: ein Sonntag wie aus dem Bilderbuch, ein leuchtender Morgen randvoll mit Sonnenlicht und Papageien. Ein Glücksgefühl steigt mir hoch im Hals wie dicker Brei; die Welt ums Auto, diese vollkommen blaue, vollkommen goldene Welt,
ist fast zu viel für meine Sinne, die Umarmung zu eng. »Das Paradies«, sagt Lucy leise, hingerissen. Ihre Stimme, ein gemeinsamer Gedanke. Es gibt vielleicht
höhere Berge auf diesem Planeten als die Hügel um Adelaide, aber sie sind deshalb dem Himmel nicht näher. Jedes Tal ist ein bisschen tiefer und grüner als das letzte, jede Hügelkette ist ein bisschen höher und blauer, eine weitere Stufe auf einer Art Himmelsleiter. Sogar die Namen der Stufen haben einen himmlischen Klang; Lucy spricht die Worte sanft aus, als die Ausfahrten des Freeway vorbei gleiten, große Buchstaben, weiß auf grün. Littlehampton. Oakbank. Aldgate. Bridgewater.
Musik in meinen Ohren. Es ist, als hörte ich diese vertrauten Namen zum ersten Mal, importierte Worte, die wieder dort sind, wo sie hingehören, auf einer englischen Zunge zerschmelzen. Mit den neuen Klängen kommen neue Sichtweisen, als würde auch ich diese Hügel zum ersten Mal sehen, durch ihre frischen Augen. Unser eine Woche alter roter Kombi trägt uns stetig hinauf. Jedes Tal umfängt eine einzelne kleine Stadt wie in der hohlen Hand: ein Kirchturm, manchmal zwei, eine alte steinerne Schule, eine einzige Straße mit Kunstgewerbegeschäften, sehr englischen Tearooms und Tankstellen.
Dorf wäre das bessere Wort für diese untypischen australischen Städte, vielleicht sogar Weiler. Da ich noch mehr von ihrem melodischen Englisch hören möchte, wünsche ich mir die Worte in Lucys Mund. Sie lehnt sich angestrengt nach vorne gegen ihren Gurt und blickt durch die Windschutzscheibe, mit gestrecktem Hals, erhobenem Gesicht, eine feine Drahtbrille auf der Nasenwurzel.
Wieder ein Schwall der Freude: Ihre Nähe macht mich wie immer einfach glücklich. So glücklich, dass ich manchmal das Gefühl habe zu ertrinken, und um mich schlage in den Wassern eines Glücks, in dem ich keinen Boden finde.
»Sie hatten früher hässliche Namen«, sage ich perverserweise.
Sie wirft mir einen Blick zu, überrascht.
»Deutsche siedelten in dieser Gegend. Die Kirchtürme sind alle lutherisch. Die Namen wurden nach dem Krieg geändert. Anglisiert.«
Noch eine Ausfahrt fällt ihr ins Auge: »Hat Hahndorf seinen Namen behalten?«
»Der wurde wieder zurück geändert. Für den Fremdenverkehr.«
»Vermies’ es mir nicht, Marty. Es erinnert mich an zu Hause. Es ist überhaupt nicht so, wie ich mir Australien vorgestellt habe.«
»Hast du dir Wüste vorgestellt?« »Ich habe mir keine englische Gartenlandschaft vorgestellt.«
Die Namen importierter Bäume ersetzen die Namen der Städte, als sie auf einige Exemplare zeigt, deren anderes, tieferes Grün das staubige Khaki der Eukalyptusbäume unterbricht. Silberbirke, Goldulme, Rotbuche, Silberpappel, Goldahorn, Trauerweide. Wieder Musik in meinen Ohren; sie könnte diese Worte singen, sie mit einer bekannten, althergebrachten Melodie vertonen. Rosmarin und Suppenkraut ...
Wieder versuche ich meine Glücksgefühle einzudämmen, denn sie machen mich gefährlich locker, verwegen. »Manche hier mögen die angesiedelten Arten nicht, Luce.«
Sie dreht sich überrascht zu mir.
»Besonders die Föhren. Als ich ein Junge war, gab es eine Art terroristischer Zelle hier oben. WMAF.«
»WM – was?« »Eine Abkürzung. Weg mit allen Föhren.« »Nimmst du mich wieder auf den Arm?« »Kein Witz – ehrlich. Sie haben wirklich Bäume in die Luft
gesprengt.« Ihre volle Oberlippe, die vorstehende Lippe einer Flötistin,
wird flach vor unterdrücktem Lachen. »In die Luft gesprengt?« »Mit Dynamit. Aber nur die Föhren – hier angesiedelte Föhren.« »Warum hat man was gegen Föhren?« »Nichts wächst unter ihnen. Die einheimischen Vögel können in ihnen nicht leben.« »Du bist anscheinend gut informiert. Ich nehme nicht an, du
warst Mitglied.« »Kein offizielles. Aber ich war dafür. Ein Sympathisant. Ich
habe früher gerne Vögel beobachtet.« Ein Paar leuchtend bunter Papageien erscheint und fliegt
parallel zur Autobahn, als ob meine Glaubwürdigkeit getestet werden sollte. Diese Straße führt wirklich in den Himmel; so ein Geschenk ist kein Zufall. Die Vögel ziehen eine Zeitlang vor dem schnell fahrenden Auto dahin, bunt bemalte Delphine, die auf der Bugwelle eines kleinen roten Schiffs reiten, dann wieder abbiegen, das Spiel ist ihnen langweilig.
»Allfarblori«, sage ich zu ihr. »Der lateinische Name?« »Trichoglossus haematodus.« Sie lacht befriedigt. »Ich kann mir dich gut als Vogelkundler
vorstellen.« »So? Und was genau stellst du dir vor?« »Einen ernsthaften kleinen Jungen. Der nicht so sehr in der
Welt lebt, sondern sie eher studiert. Der sich in sie reinfrisst.« Ich werfe ihr einen raschen Seitenblick zu, dann wieder; zwei Mal Zuwendung, kurz und ungefährlich. Die übergroßen Augen, die hohen, breiten Wangenknochen, die ausgeprägte Nase, die Oberlippe, die sich immer an ein unsichtbares Mundstück pressen will. Ein Gesicht, bei dem man innehält, sich umdreht – nicht immer hübsch aus der Nähe, aber auffallend schön aus einer gewissen Entfernung, die Summe viel größer als die Teile. »Was ist mit den ursprünglichen Einwohnern passiert,
Marty?« »Den Deutschen?« »Den Aborigines. Ich habe da Sachen gelesen ...« »Dann weißt du es ja schon. An den Pocken gestorben, die
meisten. In die Missionen gepfercht. Die üblichen traurigen Geschichten. Aber das ist lange her.«
Ich spreche mit Leichtigkeit und versuche, die Stimmung diesesVormittagsnichtzuverderben,docheinSchattenlegtsich über ihr Gesicht, und ein paar Minuten lang sind ihre Gedanken anderswo. Eine weitere Hügelkette, ein weiteres Talbecken, diesmal dichter bewaldet. Meistens einheimische Bäume jetzt: Teppiche von Akazien an den Hängen, riesige Eukalyptusbäume entlang der Bäche.
Sie richtet sich auf, dreht sich halb zu mir. »Keine Föhren?«
»Zitroneneukalyptus? Eucalyptus maculata.«
Selbstironie ist auch etwas, das ich studiert habe. In das ich mich reingefressen habe. Sie lächelt und kehrt zurück zu den Freuden der Gegenwart. Wir schauen uns in die Augen; einen langen Augenblick scheint das Auto von selbst um die weite Kurve und über die Kuppe des Freeway zu steuern, als könnte es nie aus der Bahn geraten. Dieses Mal gebe ich mich der Woge des Glücks geschlagen. Es erfüllt mich wie eine Flüssigkeit, macht mir die Augen feucht, als würde ich überlaufen.
Wieder leuchtet ein groß gedruckter Name über uns auf und unterbricht die Trance. Lucy fügt ihn ihrer Liste hinzu: »Woodcroft.«
Die Ausfahrt saust vorbei. Ich bremse zu spät und zu heftig, die Räder blockieren, das mir nicht vertraute Auto gerät, leicht schleudernd, auf den Pannenstreifen der Autobahn.
Lucy packt meinen Arm, zischt erschrocken in mein Ohr. »Scheiße!«
Doch das Auto ist sicher stehengeblieben, und in dem Wort liegt kein Zorn. Ich denke mir, dass hier, heute, aus ihrem Mund, »Scheiße« nicht mehr als eine weitere grüne Stadt in den Hügeln sein könnte oder ein importierter englischer Baum.
Oder sogar eine neue Art der Vertrautheit, ein süßes Nichts, das zu dem eben vergangenen Moment gehört, ein Wort aus demselben Lied.
Ich sehe Felix zum ersten Mal durch die Bäume. Er hockt im Gras auf der Rückseite des Farmhauses, seine Jeans um... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Winfried Stanzick am 12. Juli 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Sein im Jahr 2007 ebenfalls bei Deuticke erschienener deutscher Debütroman "Maestro" war ein sensibles Buch über Musik, über das Schicksal jüdischer Musiker in Wien vor und während des Krieges. Ein außergewöhnlicher Roman eines bisher in Deutschland unbekannten australischen Schriftstellers, dem es auf eine bewegende und sehr poetische Weise gelingt, einen tragischen Teil der Geschichte der Alten Welt mit der Geschichte der Neuen Welt zu verbinden. Die Lektüre dieses Buches hatte damals lange in mir nachgewirkt und so habe mit Spannung sein neues, 2009 erschienenes Buch, "Nacht für drei Hunde" gelesen.

Es ist eine Geschichte, in der es um zwei Männer geht, Freunde, die sich lange nicht gesehen haben und eine Frau. Martin, der Ich-Erzähler des Romans, hat zehn Jahre lang als Psychiater in England gelebt und ist nun nach Australien zurückgekehrt. Mit ihm gekommen ist Lucy, eine Ärztin und Psychotherapeutin, die er in England kennen gelernt hat und die er über alles liebt.

Kurz nach ihrer Rückkehr nach Australien treffen die beiden auf Felix, den früheren Freund von Max. Max ist ein hervorragender Chirurg, der aus Gründen, die zunächst im Dunkel, bleiben, nicht mehr im Krankenhaus arbeitet. Felix geht es sehr schlecht, das sieht Max sofort. Doch Felix bleibt stumm auf Max' Nachfragen, sein ganzes Wesen ist hart und unsensibel geworden.

Doch Max gibt seinen besten Freund nicht auf. Er bleibt an ihm dran, findet heraus, dass Felix jahrelang als Arzt unter den Aborigines gelebt hat, die ihn sogar bei sich aufgenommen und als Stammesmitglied initiiert haben. Als er sich bei der Operation eine Jungen mit Hepatitis C infiziert, ist das der Anfang von Ende seiner Leber.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 5. April 2012
Format: Taschenbuch
Es ist eine interessante Dreierbeziehung, über die Peter Goldsworthy schreibt. Gefallen hat mir vor allem, wie der Erzähler immer wieder gegen seine Eifersucht ankämpft, die er sich aufgrund der tödlichen Krankheit seines Freundes selbst verbietet. Die Widersprüche zwischen Gefühlen und dem eigenen ethischen Empfinden werden ausgelotet, ohne Trivialität oder Moralisierung.

Dennoch fand ich den Roman nicht durchgehend gelungen. Zum einen hat mich der zu Wiederholungen und Manierismen neigende Stil gestört. Dieser Stil hat zwar seinen Sinn - er spiegelt das Innenleben des Erzählers wider, der sich durch Klassikerzitate und selbstironische Reflexionen von seinen Gefühlen distanziert -, aber auf Dauer fand ihn nervig und den Erzähler zunehmend unsympathisch. Zum anderen ist mir die Figur des Felix zu eindimensional geblieben und damit auch die Freundschaft zwischen den beiden Männern zu wenig begründet. Dass Felix durch seine Krankheit zynisch geworden ist, lässt sich nachvollziehen - aber wie war er vorher? Warum fühlt sich der Erzähler ihm so stark verbunden, dass er sich überhaupt darauf einlässt, ihm seine Frau auszuleihen"? Hier geht der Roman für mich nicht genug in die Tiefe. Dafür verliert er sich gegen Ende zunehmend in der mythischen Welt der Aborigines, die zwar zweifellos interessant ist, deren innerer Bezug zur Handlung sich mir jedoch nicht wirklich erschlossen hat.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Roland F. am 3. Oktober 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Nach zehn Jahren in England kehrt der Psychiater Martin mit seiner Frau Lucy nach Australien zurück. Er beginnt, sich wieder in seiner gewohnten Umgebung einzuleben und macht dabei seine Frau mit seinen Freunden bekannt. Dabei lernt sie auch Felix, den verschrobenen und zurückgezogen auf einer Farm lebenden ehemaligen besten Freund Martins kennen. Felix, ehemals brillanter Chirurg, darf nicht mehr operieren und benimmt sich provozierend. Langsam erfahren Lucy und Martin mehr über die Hintergründe, während sie mit jeder kleinen Information tiefer in etwas hineingezogen werden, das am Ende der Prüfstein ihrer Ehe wird.

Felix wird bald sterben und wünscht sich Lucys Gesellschaft, zuerst als Begleitung zu einer Ärzteveranstaltung, dann für ein privates Abendessen, für weitere Treffen und schlußendlich für eine Reise in den Wüste Australiens.

Brillant erzählt Peter Goldsworthy hier eine Geschichte von Eifersucht, Liebe, Empathie, Freundschaft, erotischer Spannung und Tod.
Beeindruckend, wie er es schafft, den Leser scheinbar mehr spüren zu lassen, als seinen Protagonisten. Man hat sehr oft das Gefühl, dem bald hoffnungslos eifersüchtigen Martin einen Schritt in der Wahrnehmung der Realität voraus zu sein. Wie der Leser bereits Tendezen in Lucys Verhalten spürt, die Martin nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen will.

Je weiter man liest, desto sicherer wird man in den Strudel der Ereignisse hineingezogen, bis man das Buch überhaupt nicht mehr zur Seite legen will, bevor man nicht die letzten Sätze gelesen hat.

Spanned geschrieben, ist es auch die feine, farben- und facettenreiche Prosa von Peter Goldsworthy, die aus "Nacht für drei Hunde" einen wirklich großen Roman macht.
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