Die Geschichten, die Machfus erzählt, setzen genau in dem Augenblick ein, in dem die "Geschichten aus tausendundeiner Nacht" aufhören. Machfus erzählt von guten und bösen Dämonen, die sich in das Leben meist unbescholtener Menschen einmischen und es durcheinander bringen. Er erzählt von Sultan Schehrijar, der sich von einem blutrünstigen, ungerechten Herrscher in einen gerechten verwandelt hat. Machfus erzählt von Morden an Gouverneuren und Polizeichefs, die durch die Dämonen veranlasst wurden, er spinnt Geschichten von jungen Männern und Frauen, die sich ineinander verlieben, von gottesfürchtigen Schuhverkäufern und Wasserträgern, die durch Zufall, durch das Wirken der Dämonen oder durch die Läuterung des Sultans in einflussreiche Positionen gelangen und das Leben der Menschen verbessern. Der Optimismus, der letztendlich aus den Geschichten Machfus spricht, ist Beruhigung und Motivation für den Leser. Ein absolut lesenswertes Buch.