"Nacht" ist der mittlerweile sechste Richard Laymon-Roman, den ich gelesen habe und ich war von allen wirklich begeistert. Dem Heyne-Verlag bin ich für das "Heyne-Hardcore"-Label sehr dankbar, da sie solch interessante und gute Autoren nach Deutschland importiert haben.
Zum Inhalt:
Alice übernimmt für zwei Freunde den Job aus Housesitter, während diese sich für eine Woche im Urlaub befinden. Kaum ist die Dunkelheit angebrochen, kommt aus dem grundstücksangrenzenden Wald ein unbekannter Mann, badet im Pool und belästigt sie sexuell, doch ein weiterer unbekannter Mann, der sich telefonisch verwählt hat, rettet Alice aus dieser Situation, was ihm aber den Tod einbringt - damit beginnen Alice' Probleme aber erst....
Ein typischer Laymon-Plot, der blutige und gewaltverherrlichende Szenen erahnen lässt. Der Autor macht seinem Ruf, als sexistischer Mensch auch wieder alle Ehre und geht mit seiner Protagonistin auch nicht allzu zimperlich um.
Der auf dem Cover aufgedruckte Säbel hat in dieser Geschichte auch eine sehr tragende Rolle, den Richard Laymon sehr blutig einbaut.
Was aber für das "Genießen" von "Nacht" ganz wichtig ist, ist, dass man jegliche Logik komplett außer acht lässt. Warum Alice das nun so macht und nicht anders oder warum sie die Nebenfigur nun doch nicht abgemurkst hat obwohl jeder "normale" Mensch das doch gemacht hätte?!
Lösen Sie sich beim Lesen bitte von solchen Fragen, denn dann haben sie sehr viel Spaß mit diesem zynischen, schwarzen und bösartigen Buch.
Richard Laymon veröffentlich in den nächsten 12 Monaten 3 Romane (wobei eines davon ein Band aus drei seiner Werken - "The Beasthouse"-Reihe - ist) und ich freue mich schon riesig darauf, denn dieser Mann hat die Gabe der kompromisslosen Unterhaltung. Einfach genial!