Inhalt: Die 17-jährige Alma scheint, obwohl sie seit einem tragischem Unfall keine Berührung mehr schmerzfrei ertragen kann, ein super Teeanagerleben zu führen. Die Jungs, ganz besonders Morgan, schauen ihr reihenweise hinterher und zusammen mit ihren Freundinnen Seline, Naomi und Agatha beherrscht sie den Schulhof. Doch Alma hat ein dunkles Geheimnis. Nachts träumt sie von schrecklichen Morden, die sie im schlaf in ihr violettes Heftchen schreibt. Als sie herausfindet, das die Morde alle in der Zukunft liegen, weiß sie nicht sie tun soll.
Zudem scheint sich ihre Mädchenclique immer mehr auseinander zu leben, es passieren schreckliche Dinge mit Seline und Naomi und was ist überhaupt mit Agatha los?
Da Alma sich ihren Freundinnen nicht anvertrauen möchte, beschließt sie der Sache mit den Morden und Agathas komischem Verhalten erst einmal selbst auf den Grund zu gehen. Als sie nicht mehr weiter weiß, ist Morgan, dessen Berührungen als einzige nicht weh tun, ihr Lichtblick und so vertraut sie sich ihm an. Morgan will ihr helfen und plötzlich merkt Alma, das sie ins Zentrum des Geheimnisses rutscht, durch welches sie Morgan zu verlieren droht.
Meine Meinung: Ein im Großen und Ganzen gut gelungener erster Teil. Aber zunächst möchte ich ein paar Worte über das Cover schreiben, welches Ich nämlich wunderschön finde! Dieses schlichte, aber dennoch ziemlich passende Cover, hat mich sehr angesprochen. Das viele schwarz passt nicht nur zum Titel "Nacht" sondern auch zu Alma, bzw. zu der ganzen Geschichte und der Ungewissheit. Und auch das Blau vom Nacht-Schriftzug, das gleich den Bezug zum Regen oder dem Wasser schafft, hätte man passender nicht wählen können. Ich denke, das wir in den nächsten Teilen noch viel vom Wasser lesen werden ;)
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, keine komplizierten, verschachtelten Sätze und eine angenehme Schriftgröße. Die 63 Kapitel sind anfangs mit einem "N" verziehrt, was ganz hübsch anzusehen ist.
Von Alma war ich anfangs leider sehr enttäuscht und fand sie reichlich unsympathisch. Auf Grund ihres Unfalls und ihrem Schmerzempfinden bei Berührungen dachte Ich irgendwie, das Alma weicher, verletzlicher wäre. Umso mehr habe Ich mich gefreut, das sie zum Ende hin aufgebrochen ist und sie mir nicht mehr wie ein Eisklotz vorkam. So konnte sie doch noch ein paar Sympathiepunkte sammeln. :)
Das Buch wirft insgesamt viel Fragen auf, die hoffentlich im zweiten Buch geklärt werden. Ich finde, das die Grundidee sehr gut ist, jedoch noch viel Raum nach oben hat. Auch hier hoffe Ich, das Elena Melodia dieses Raum nutzen und Ihre Ideen besser umsetzen wird.
Nichts desto trotz gefiel mir das Buch doch recht gut und Ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter gehen wird.
Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Punkten, weil, wie schon gesagt, wirklich noch Potenzial nach oben ist.