Pressestimmen
Tilman Urbach
»Wenn der erschütterte Leser Edgar Hilsenraths Ghetto-Roman ›Nacht‹ – es handelt sich um die Menschennacht – aus der Hand legt, ist er ein anderer geworden.«
Peter Jokostra, Echo der Zeit
Kurzbeschreibung
Der Mensch wird dem Menschen zum Wolf, wenn man ihn bedroht. Hilsenrath schildert den Überlebenskampf zweier junger Männer in einem rumänischen Ghetto. Seine Sprache, präzise und bildhaft, bleibt selbst da noch lakonisch, wo die Grenze des Beschreibbaren überschritten wird. Der Schmerz und das Grauen werden dadurch umso spürbarer.
Um Nacht, seinen ersten Roman, an dem er acht Jahre gearbeitet hatte, schließlich ins Reine zu schreiben, lieh sich der Autor, der damals, in den sechziger Jahren, noch in New York lebte, in der Redaktion einer deutschsprachigen Zeitung eine Schreibmaschine mit deutscher Tastatur.
Über den Autor
Edgar Hilsenrath wurde am 2. April 1926 in Leipzig geboren. 1938 flüchtete er mit der Mutter und dem jüngeren Bruder nach Rumänien. 1941 kam die Familie in ein jüdisches Ghetto in der Ukraine. Hilsenrath überlebte und wanderte 1945 nach Palästina, 1951 in die USA aus. 1989 erhielt er den Alfred-Döblin-Preis, 1992 den Heinz-Galinski-Preis, 1994 den Hans-Erich-Nossack-Preis, 1996 den Jakob-Wassermann-Preis und Hans-Sahl-Preis. Edgar Hilsenrath lebt heute in Berlin.