Man merkt der Autorin an, daß ihr das Schicksal des Stammes, bei dem sie einige Zeit lebte, wichtig ist: Wie schon in der vorangegangenen sechsbändigen Reihe "Die Söhne der großen Bärin" erzählt sie auch hier mit viel Einfühlungs-vermögen, Sachkenntnis und Engagement das Schicksal der Hauptpersonen. Im ersten Band erscheint Joe Inya-he-yukan King nach einigen Jahren Abwesenheit wieder auf der heimatlichen Reservation. Er war - unverschuldet - im Gefängnis und später Angehöriger einer Gang von Kriminellen, will jetzt aber ein "ehrliches" Leben beginnen und versuchen, an der Entwicklung des Stammes und der Beseitigung der vielen Mißstände auf der Reservation mitzuwirken. Er findet seine Partnerin und große Liebe in Queenie Tashina. Doch der Anfang ist schwer, er stößt auf allgemeines Mißtrauen sowohl von seiten des Stammes als auch der weißen Verwaltung. Diese Probleme, die von den Weißen angestrebte Entmündigung der Indianer wie auch die Bequemlichkeit und Resignation der Entmündigten selbst, beschreibt die Autorin in einem wundervollen Bogen, der sich durch alle fünf Bände zieht. Dabei gleitet sie nie ins Klischeehafte ab oder verfällt in die unerträgliche Verklärung der armen verfolgten Indianer, sondern zeigt vielmehr die Ungerechtigkeiten, aber auch den Anteil, den die Stämme selbst an deren Weiterbestehen tragen. Ein Buch, das sich stellenweise nicht so schnell und glatt lesen läßt, aber zum Nachdenken anregt und für jeden nur zu empfehlen ist! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)