28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein sehr eindringliches Buch zumThema Holocaust, 8. Juli 1999
Von Ein Kunde
Elie Wiesels autobiographische Erzählung "Die Nacht" schildert auf nur 136 Seiten den Leidensweg des jüdischen Autors im zweiten Weltkrieg. Das Buch beginnt mit der Deportation des damals fünfzehn Jahre alten, tief gläubigen Jungen ins Konzentrationslager, wo er seine Mutter und seine Schwester zum letzten Mal sieht. Sein Vater und er schaffen es, zusammen zu bleiben und kommen in ein Arbeitslager. Nach vielen Selektionen und einem harten Fußmarsch im Winter 1944 werden beide zusammen mit vielen anderen Häftlingen nach Buchenwald gebracht, wo schließlich auch Elies Vater stirbt. Das Buch ist in seinem sehr nüchternen und einfachen Stil geschrieben, der daher kommt, daß Wiesel versucht, auch aus der Sicht eines Jugendlichen zu schreiben, der er damals war. Elie Wiesel benutzt in diesem Buch jeden Satz und jedes Wort wie eine Art Testament und schafft so bei den Lesern einen Eindruck, der nicht mehr vergeht. "Die Nacht" ist ein sehr eindringliches Buch über das Thema Holocaust und gleichzeitig ein erschreckender Erfahrungsbericht eines Zeitzeugen, den man unbedingt lesen sollte. Elie Wiesel hat 1986 den Friedensnobelpreis bekommen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wahnsinnig ergreifend, 20. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht. Erinnerung und Zeugnis. (Taschenbuch)
"Die Nacht" habe ich in einem Zug durchgelesen, ohne auch nur einmal den Kopf zu heben, und danach war ich den ganzen Tag irgendwie schlecht gelaunt, so nahe geht einem dieses Buch. Es ist alles einerseits so real und andererseits so unglaublich, dass man eigentlich gar nicht glauben will, was da geschrieben steht. Doch leider war es wirklich so, und ich habe es bis jetzt in kaum einem anderen Buch so drastisch geschildert gefunden wie hier. Sollte man auf jeden Fall gelesen haben!
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DIE EINZIGE LITERATUR, DIE NOTWENDIG IST, 17. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht. Erinnerung und Zeugnis. (Taschenbuch)
Ein Buch, dessen Lektüre bedrückt und schmerzt. Ein gutes Buch. Ein notwendiges Buch. Die Autobiographie Wiesels über seine frühe Jugend, seine Zeit in Auschwitz und den Todesmarsch nach Buchenwald ist sachlicher, teilweise fast lakonischer Sprache gehalten und berührt gerade dadurch ungemein. Neben dem Horror des Lebens im Lager bilden zwei weitere Themen den Mittelpunkt des Buches: die Sucht des Menschen nach Hoffnung, eine Sucht, die geradewegs in den Tod führen kann. Und die Auseinandersetzung eines gläubigen Juden mit Gott, die Rebellion gegen diesen, warum dieser Gott so ein Unrecht zulassen kann. Diese Auseinandersetzung gipfelt in eine der erschütternsten Szenenbeschreibungen von „Die Nacht".
Pikanterweise hat Martin Walser 1962 das Vorwort für die deutsche Ausgabe geschrieben (allerdings war damals „Die Nacht" der erste Teil der Trilogie „Die Nacht zu begraben, Elischa"). Eben jener Martin Walser (zu jener Zeit allerdings noch Gründungsmitglied der DKP und nicht Redner auf dem Parteitag der CSU), der heute so gerne endlich die Debatte über den Holocaust und diesen Teil der deutschen Geschichte beenden möchte. Sein Vorwort von 1962 ist außergewöhnlich sensibel und es schließt mit einem Satz, den man heute gerne Martin Walser noch einmal vorlesen möchte: „Versagt wird uns jenes feine Vergnügen, alle Wirklichkeit im Stil aufgehoben zu sehen. Literatur als Mitteilung ist keine kulinarische Literatur. Sie ist aber, glaube ich, die einzige Literatur, die notwendig ist."
Jedem, der an der Darstellung des Holocausts (aber auch an den Schwierigkeiten, eben jenes Unaussprechliche auszusprechen), sei die Lektüre von Primo Levis „Ist das ein Mensch?" und Ruth Klügers „...weiterleben" ans Herz gelegt.
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