Jean Rabe... Zugegeben, ich habe nie eine Originalfassung von ihr gelesen (d.h. eine englische Fassung), Aber es scheint nicht so, dass ich je eines anfassen werde! Diese Unzulänglichkeit der Geschichte ist wohl kaum auf Frau Brodersen, der Übersetzerin, zurückzuführen.
Die Geschichte über Goldmond und dem Bau der Zitadelle des Lichts auf den Schallmeer Inseln beginnt eigentlich sehr interessant. Jedoch wird der anfänglichen Drachenlanze Euphorie schnell mal einen Dämpfer aufgesetzt. Was ist der Grund dafür?
Der Elf - ein tragender Charakter der „Die Silbernen Stufen" - hat sehr facettenreiche Aspekte zu bieten und besitzt grosses Potential. Jedoch ging Rabe so unsanft und lieblos mit ihm um, dass der Hauptcharakter ziemlich an Glaubwürdigkeit verlor. Ein Insekten verachtender Elf(!)enschönling, mit Vorliebe für menschliche Frauen und Klamotten... Klamotten?(...) haach, prroseggoalarm nö?
Aber nicht nur diesem Charakter wurde übel mitgespielt... der (für zwergische Verhältnisse) ziemlicher Waschlappen Jasper wurde wieder beinahe zu einer Statistenrolle verdonnert (was für Zwerge üblich ist - ausser in der Serie „Kang's Regiment"). Der erste weibliche (!) solammnische Ritter ist hier allerdings etwas einfacher gestaltet, was eher passt und daher ein Pluspunkt darstellt.
Und Goldmond... naja... Goldmond bleibt halt eben Goldmond. Sie ist und bleibt die nervige Klischeehüterin der Serie. Auch Jean vermochte ihr nicht den nötigen Pepp unter dem Hintern zu geben.
Der einzige charakteristische Pluspunkt ist der sabbernde Gnoll, dessen Geist es nicht vermag Bücher zu hüten als sie zu verbrennen, aber dennoch fähig ist, die Umgangssprache mehr oder weniger zu nutzen.
Naja, etwas nettes muss ja gesagt werden... Die Silbernen Stufen ist das Beste, was Jean Rabe hingekriegt hat! hmmm, eigentlich ist das irgendwie ja auch kein Kompliment mehr...