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Nacht über Median [Taschenbuch]

Rainer Innreiter
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, Oktober 2004 --  

Kurzbeschreibung

Oktober 2004
Der österreichische Kultautor Rainer Innreiter, welcher durch seinen Wortwitz und seine spitzfindigen und oftmals skurrilen Geschichten bekannt ist, schlägt wieder zu. Waren seine bisherigen Veröffentlichungen eher im Bereich Horror, Krimi, Humor und Gesellschaftskritik einzuordnen, führt er diesmal den Leser wieder in eine Welt der Dunkelheit und zeigt einmal mehr, dass dieser zu den Meistern der Phantastik im deutschsprachigen Raum zählt.

Der Autor entführt Sie in 11 dunklen Geschichten in Welten voller Geheimnisse, des Wahnsinns, des Terrors und des Todes. Erleben Sie dunkle Mächte, die Präsenz des Todes und Begegnungen mit Bestien.

Die Königin
Das Herz einer Frau ist ein undurchdringlicher Garten. Und Alice, auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens, machte dort keine Ausnahme. Doch manchmal kommt es anders als man sich dies erträumt hatte…

Conquistador
Capitán Pierro und seine Mannen zogen aus, um die neue Welt in Südamerika zu erobern. Auf der Suche nach Macht und Gold finden diese jedoch etwas wesentlich größeres…

Perfekter Plan
Eine Entführung sollte endlich den großen Wurf landen, mit welchem man 8 Millionen erpressen wollte. Der Plan für die Entführung war perfekt und alles bestens vorbereitet. Nur ein kleines Detail stimmte nicht so ganz…

Stalker
Das Bekenntnis einer großen Liebe, die jedoch unerwiedert bleibt. Was würden Sie tun, um das Herz der Angebeteten zu gewinnen?

Nacht über Median
Die Nacht zieht auf und wirft dunkle Schatten. Etwas wird sich ändern und schwebt drohend über den Menschen.

Dubh
Mister Norris ist Künstler. Sein ganz eigener Kunststil gilt als das Enfant terrible der zeitgenössischen Malerei an der amerikanischen Ostküste. Doch Kunst ist ein dehnbarer Begriff…

Werter David!
Eine Kontaktanzeige führt zu einer Bekanntschaft zwischen einem Menschen und einer Außerirdischen. Eigentlich eine fruchtende Beziehung, gäbe es da nicht ein kleines Problem.

Zeitfenster
Zeitreisen waren schon lange ein Traum des Menschen. Schließlich kam man dem Geheimnis dieser Technik auf die Spur und es wurde möglich in vergangene Zeitepochen zu reisen. So steht David nun 18.000 Jahre in der Vergangenheit und beobachtet Menschen der Steinzeit. Doch die Tücke liegt oftmals im Detail.

Kamerascheu
Überwachungskameras gehören heute zu unserem Leben dazu. An öffentlichen Plätzen sind diese überall zu finden. Doch Arthur weiß mehr darüber, was ihn ziemlich beunruhigt.

Mutter
Eine Abtreibung ist in unserer modernen Medizin ein quasi alltäglicher Vorgang. Ungewünschte Kinder werden auf diese Art entsorgt. Doch was wäre wenn das entfernte Kind ganz andere Pläne besitzen würde?

Naturrecht
Es gibt dutzende Organisationen, die sich die Durchsetzung von Tierrechten aufs Banner geschrieben haben. Allesamt versuchten sie, potenzielle Spender oder Mitglieder mittels aufrüttelnder Bilder von Schlachthöfen, Transporten, Folter und Laboratorien zu gewinnen. Aber was halfen die entsetzlichsten Bilder gequälter und geschundener Kreaturen, wenn die Überbringer der Botschaft selbige nur halbherzig verkündeten? Marvin war entschlossen hier etwas zu unternehmen. Doch Marvin hatte nicht bedacht, das in der Natur andere Gesetze gelten als für den Menschen…

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 350 Seiten
  • Verlag: Löchel, Ingo; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936972133
  • ISBN-13: 978-3936972139
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anspruchsvolle, intelligente Phantastik 30. Dezember 2004
Format:Taschenbuch
Nacht über Median beinhaltet Kurzgeschichten aus den Bereichen Science-Fiction und Horror, wobei die Grenzen hier fließend sind. Fans beider Genres können also problemlos zugreifen. Ich jedenfalls, Leser von King, Barker, Koontz und Straub fand nicht, dass ich am falschen Platz bin.
Nacht über Median vereint 22 Kurzgeschichten auf 340 Seiten, und damit findet der Autor den passenden Rahmen: Nach keiner Geschichte hatte ich das Gefühl, das hätte man straffen oder noch weiter auswalzen müssen.
Dieses Buch enthält die beiden wichtigsten Elemente für den Leser: Spannung und interessante, facettenreiche Charaktäre. Auf Stereotypen verzichtet Innreiter dankenswerter Weise (wenn man mal von dem Protagonisten aus Der Conquistador absieht). Besonders nah ging mir Alice aus dem „Opener" Die Königin. Sie hat etwas atemberaubend melancholisch-romantisches und erweckt Mitgefühl. Melancholisch-romantisch, so lässt sich auch die Atmosphäre dieser Geschichte am besten beschreiben, in der eine junge Frau Botschaften eines poetischen Verehrers erhält. Sie, die bisdato nicht wirklich Glück mit Männern hatte, scheint endlich den Prinzen gefunden zuhaben... Klingt zu schön um wahr zu sein, nicht wahr? Und dieses Gefühl, dass erahnen, dass es kein gutes Ende finden wird, ist es das über weite Strecken die Spannung trägt. Ob sich dieses Gefühl bewahrheiten wird? Das werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Das führt mich zu einem weiteren großen Pluspunkt von Nacht über Median: Auf Klischees und Vorhersehbares stößt man hier nicht. Glaubt man dem Rätsel auf die Schliche gekommen zu sein, treten meist verblüffende Pointen auf den Plan.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Um es gleich vorweg zu nehmen: „Nacht über Median" gefällt mir gut. Obwohl sich alle Kurzgeschichten im Bereich Dark Fantasy und „Science Fiction bewegen, liest man doch eine abwechslungsreiche Mischung, von Endzeitstory über historisch angehauchte Geschichten bis hin zu Zukunftsvisionen. Egal, ob Außerirdische, Zeitreisende - es ist für jeden Leser, der den phantastischen Bereich bevorzugt, etwas dabei. Sehr lesenswert.

Ich hatte den Eindruck, durchweg Qualität zu lesen und der Autor hat auf alle Fälle Talent zum Schreiben. Viele der Geschichten haben interessante, unvorhersehbare Pointen.
Auch sprachlich ist die Anthologie sehr angenehm zu lesen.

Klasse fand ich die Autorenbeschreibung:

Zitat:
Sein BWL-Studium scheiterte, nachdem er feststellte, dass BWL nicht die Abkürzung für Bestseller Writers League ist.

Das ist mal ein originelles Autorenporträt!

Weniger gelungen gefiel mir die optische Aufmachung der Lacrima-Anthologie, aber dafür kann der Autor natürlich nichts.
Der kaum lesbare blaue Klappentext auf schwarzem Hintergrund wurde ja schon angesprochen; das DIN A5-Format ist mir persönlich zu groß für eine Taschenbuchausgabe. Das Lektorat hätte besser sein können - allgemein ist es üblich, die Kommas nach den Schlussstrichen zu setzen. Und was die Anführungsstriche anbelangt, würden diese hier » « einfach edler aussehen als „".

Aber kommen wir zu dem, was wichtiger und qualitativ besser ist - dem Inhalt:

Die Königin
Eine poetische Kurzgeschichte über eine Studentin, die Briefe von einem mysteriösen Unbekannten bekommt. Mit steigender Spannung habe ich dem überraschenden Ende entgegengelesen....

Konquisator
Eine historische Geschichte, die Ende des 15. Jahrhunderts spielt, als Amerika zwischen den spanischen und polnischen Kolonialmächten aufgeteilt war. Die Geschichte schafft es, durch die sicherlich notwendige Recherche des Autors glaubhaft in die Zeit hineinzuversetzen, ist atmosphärisch dicht und hat einen hohen Unterhaltungswert.

Perfekter Plan
Eine spannende Krimigeschichte um eine gescheiterte Entführung, deren Ende für mich leider nicht so durchsichtig wie für relysium war.

Stalker
Eine Geschichte über einen mutmaßlichen Mörder, die ich mit Interesse gelesen habe. Durch die Ichform kam der Inhalt sehr überzeugend bei mir an.

Nacht über Median
Die zum Buchtitel gewordene Story. Ich finde sie verwirrend; gleichzeitig denke ich, dass du diese Konfusion des Protagonisten wohl auch beim Leser erzeugen wolltest. Das Ende lässt bewusst Fragen offen.

Dubh
Eine typische Geschichte, in der der Ehemann seine Frau umbringt und diese als Zombiewesen zurückkehrt. Die Idee ist nicht neu und ich hab erst kürzlich eine ähnliche Story gelesen. Das Ende kam dann aber doch überraschend. Zu Beginn einige humoristische Ansätze.

Nachtstimmen
Eine an sich interessante Story, bei der mir persönlich jedoch die Zusammenhänge zwischen Sally und Naomi rätselhaft blieben. Häufiger Szenenwechsel.

Die Invasion
Nette Endzeitstory über einen einsamen Protagonisten, die sich aber leider nicht sonderlich von anderen hervorhebt. Einige Fragen bleiben unbeantwortet.

Das Vaterland vergisst seine Helden nicht
Gut geschriebene Kriegsgeschichte, die Entsetzen im Leser auslöst über das, was inhaltlich geschieht. Habe gehofft, dass die Bombe am Ende doch nicht abgeworfen werden würde. Leider vergeblich ... Auf alle Fälle eine der besten Storys in der Anthologie.

Exodus
Die Idee mit der die Menschheit ausrottende Krankheit ist nicht neu, trotzdem hat mich diese Endzeitstory - da ich selbst gerne Endzeitstorys schreibe und lese - gut unterhalten. Ich hätte sogar noch gerne weitergelesen und mehr über die Charaktere erfahren. Das Ende macht deutlich, dass zumindest Jahre später doch niemand überlebt hat und die Aufzeichnungen des Protagonisten nicht vergeblich waren.

Werter David
Brieffreundschaften über mehrere Planeten hinweg - eine interessante Zukunftsvision. Das Ende kommt überraschend. Ich habe mich gefragt, warum du immer nur Briefe an David geschrieben hast und nicht auch Briefe an Braacuu in dem Text abgedruckt sind. Nette Story, wenn auch nicht gerade die beste.

Zeitfenster
Das wäre schon praktisch, so ein Zeitfenster ... Ebenfalls eine nette Story, leider aber nicht mehr.

Die letzte Zeitmaschine
Die Theorie finde ich etwas weit hergeholt, an sich fand ich den Inhalt (das Gespräch, usw.) aber überzeugend. Nicht jedoch, dass die Welt bald nicht mehr existiere. Aber es ist ja auch Science Fiction ...

Fünf Sekunden vor zwölf
Schon wieder eine Zukunftstory. Beim Protagonisten „Mr. Anderson" musste ich zwangsläufig an „Matrix" denken ...
Etwas eigenartig fand ich, dass dein Protagonist immer da zu sein scheint, wo gerade etwas passiert. Oder löst er die Geschehnisse - wie in dem Fall, als die Tochter sich von der Mutter losreißt - selbst aus? Insgesamt sind es nur Kleinigkeiten, die mir nicht plausibel erschienen. Fünf Sekunden, die man in die Zukunft blicken könnte ... Das wäre manchmal schon praktisch. Gleichzeitig würde das bedeuten, dass alles vorherbestimmt ist und man das Schicksal nicht vollständig in den eigenen Händen hätte.

Kinonächte
Für Filmfreaks absolut empfehlenswerte Story!

Arachnoide Alpträume
Mit großer Spannung habe ich dem Ende entgegen gelesen und wollte wissen, welches Schicksal Beverly zuteil werden würde. Gute Story.

Metamorphose
Historisch angehauchte, gut geschriebene und unterhaltsame Fantasystory.

Alle Wege führen nach Rom
Nette Science Fiction-Story über die Besiedelung fremder Planeten. Die mehreren Pointen waren mir, ebenso wie StarScratcher (im Thread zur Geschichte) ebenfalls etwas zu viel des Guten. Lieber eine Pointe, und die dafür treffsicher. Sehr ansprechend finde ich den Titel.

Die nächste Invasion
Die Idee mit der Alieninvasion ist zwar nicht neu; der Text ist dennoch ansprechend.

Asver
Diese Story gefällt mir gut und die Idee, dass ein Mann einem Killer den Auftrag gibt, ihn selbst zu töten, erscheint mir neu. Als der Auftraggeber nach zwei im Normalfall tödlichen Schüssen immer noch am Leben war, war ich genauso überrascht wie der Killer. Das Ende habe ich zwar verstanden, eine Frage hätte ich aber trotzdem noch gerne beantwortet gehabt: Was hatte es mit dem weißen Licht auf sich?

Vor der schwarzen Tür
Gute Thematik. Jeder Mensch wird kontrolliert, es gibt keine Individuen, keine Abweichungen von der Norm. Wer beispielsweise die falsche Musik hört, wird hart bestraft. Hoffen wir, dass diese Geschichte niemals Wirklichkeit wird. *gleich mal meine Lieblings-CD raushol, solange ich noch darf*

Kamerascheu
Big Brother is watching you ... Eine kurze Geschichte über eine Verschwörung / einen möglichen Verfolgungswahn des Protagonisten, die mir persönlich ziemlich gut gefallen hat. Lesen Sie weiter... ›

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk mit kleinen Schwächen 24. Dezember 2004
Von Karl Hopf
Format:Taschenbuch
Das Buch ist für eine Kurzgeschichtensammlung recht dick, das muss man schon sagen. Allerdings auch wieder etwas teuer.
Insgesamt fällt an der Umschlaggestaltung auf, dass die Schrift kaum lesbar ist. Aber vielleicht soll es ja auch eine Herausforderung sein, den Klappentext zu entziffern. Eine hieroglyphische Einstimmung auf den mystischen Inhalt, sozusagen. Das ist aber auch schon alles, was ich ernsthaft zu bemängeln habe.

Rainer Innreiter wird dem Leser am ehesten als scharfzüngiger Film- und Literaturkritiker bekannt sein, und wenn er sich selbst als Autor versucht, ist man vielleicht neugierig, ob er es denn selber besser kann als die zahlreichen armen, von ihm verrissenen, Seelen.

Nun, er kann.

Zum Inhalt will ich nicht zuviel sagen, es sind immerhin 23 recht unterschiedliche Geschichten, und ihre Pointe besteht teilweise darin, wovon sie eigentlich handeln, das trifft insbesondere auf den Titelgeber "Nacht über Median" zu.
Es ist ein Mix aus Science-Fiction- und (Dark)-Fantasy-Stories. Zumindest steht es so im Inhaltsverzeichnis neben den Titeln, ich würde die meisten Stories eher in die Kategorie Horror/Grusel einordnen. Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, dass der Autor ein Fan von Lovecraft und Stephen King ist.

Nicht jede Geschichte hat mich begeistert, aber die Ausbeute ist doch überdurchschnittlich. Zumal ich ein Fan von gut gezeichneten Charakteren bin, und davon gibt es in Rainer Innreiters Erzählungen reichlich. Vom Inhaltlichen kann ich jedenfalls eine deutliche Kaufempfehlung aussprechen.

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