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Nacht über Algier
 
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Nacht über Algier [Gebundene Ausgabe]

Yasmina Khadra , Mohammed Moulessehoul , Frauke Rother
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

“Dein Schützling hat sich mit einem Rhinozeros angelegt.” In der Tat, Kommissar Brahim Llob hat es nicht leicht mit seinem Kollegen Lino, der sich ausgerechnet in die Freundin eines der mächtigsten Männer des Landes verliebt. Da lassen Mord und Verbrechen nicht lange auf sich warten. Hochspannung pur mit viel brisantem Background.

Das Buch liest sich flüssig weg, der Stoff ist spannend, der Krimi gelungen, aber letztlich: es ist eigentlich ein Roman über Algerien, über die Frage, was könnte sein, wenn... „Niemand begreift, warum in einem Land, wo es für groß und klein zu essen und zu trinken gibt, ein ganzes Volk am Hungertuch nagt.“ Da ist ein Kommissar, der ja kein unbekannter mehr ist, einer, der unbestechlich ist, der sein Land überzeugt liebt und dem es an die Nieren geht, zuzusehen, wie Korruption, Fanatismus, Angst und Terror kein Ende nehmen. Ein Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt und nicht ungefährlich lebt. „Wir dienen nicht einem Land, sondern ein paar Männern.“

Zu diesen Männern gehört Haj Thobane, „einflussreiche Persönlichkeit“, "eine Legende“, angesichts derer eine ganze Stadt zum „Schoßhündchen“ wird. Mit denen, die nicht auf seinem Kurs schwimmen, geht er nicht zimperlich um. „Erst rückt er seinen Opfern auf die Pelle, dann macht er sie kalt und häutet sie wie ein Karnickel.“ Dass Lino, der gerade „eine verspätete Pubertätskrise“ durchmacht, sich in dessen Mädchen verliebt ist natürlich unverzeihlich. Dann gibt es einen Anschlag auf Thobane und Lino wird verhaftet.

Llob ist schon eine besondere Figur, die idealistisch für ein friedliches und friedvolles, aufstrebendes Algerien steht. Manchmal fällt es schwer zu glauben, wie konsequent, gradlinig und unanfechtbar der ‚Kommy’ ist. Rauhbeinig tritt er auf, schlagfertig und nicht zimperlich ist er, manches lässt ihn kalt „wie eine Scheibe Wurst“ und immer bleibt er wachsam „wie eine Scheinheilige, die nicht glauben will, dass alle Gynäkologen impotent sind.“ Höflichkeit, Diplomatie sind ihm fremd, stur geht er seinen Weg, stochert mit Hilfe einer nicht unattraktiven Journalistin in einer „historischen Dreckbrühe“ herum, die „dermaßen zum Himmel stinkt, dass es zum Kotzen ist.“

Nur unter dem Pseudonym Yasmina Khadra, so heißt seine Frau, konnte Mohammed Moulessehoul schreiben, 2001 ging er mit seiner Familie ins Exil. „Dieses Land macht mich krank“ sagt Kommissar Llob und seinen Autor lässt es schon seit vielen Büchern nicht los. So gewinnt das Buch eine ganz besondere Bedeutung durch das faszinierende und beeindruckende Porträt Algeriens, das zwischen den Zeilen eines lebhaften und schauerlichen Krimis liegt.--Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Nach den Erfolgsromanen "Wovon die Wölfe träumen" und "Die Schwalben von Kabul" läßt Yasmina Khadra den unbestechlichen Kommissar Llob hinter die Fassade einer sich selbst zerstörenden Gesellschaft blicken. Eindringlich schildert er die bedrückende Atmosphäre in Algier am Vorabend der blutigen Zusammenstöße mit den Fundamentalisten. Kommissar Llob, ein glückloser, aber durch und durch integrer Polizeibeamter in Algier, möchte verhindern, daß die algerische Justiz einen gewalttätigen Psychopathen begnadigt. Gleichzeitig bereitet ihm sein junger Assistent Sorgen, der sich mit der Frau von Haj Thobane, einem der einflußreichsten Männer Algiers, eingelassen hat. Das Unglück läßt nicht lange auf sich warten: Schon bald schiebt Haj Thobane seinem Nebenbuhler einen Mord in die Schuhe. Llob kann sich die Umstände des Verbrechens nicht erklären. Zusammen mit der Journalistin Soria stürzt er sich in halsbrecherische private Ermittlungen, die ihn auf die Spur kaltblütiger Verbrechen der gesellschaftlichen Elite führen. Eine Entdeckung, die Llob lieber nicht gemacht hätte. Hinter der kriminalistischen Suche nach Drahtziehern und Strohmännern deckt der Autor die Situation seines Landes zwischen Bürgerkrieg und Korruption, Angst und Terror, Manipulation und religiösem Fanatismus auf.

Über den Autor

Yasmina Khadra ist das Pseudonym des 1956 geborenen algerischen Autors Mohammed Moulessehoul. Als hoher Offizier der algerischen Armee konnte er dieses Pseudonym, die Vornamen seiner Frau, erst lüften, als er im Januar 2001 mit seiner Familie ins Exil nach Frankreich ging. Sein jüngster Roman, "Die Schwalben von Kabul", liegt inzwischen auch bei Aufbau vor. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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