Nach "Requiem für eine Sängerin" liegt jetzt mit „Nachruf auf eine Rose" der zweite Band in Elizabeth Corleys Serie um den alleinerziehenden Inspektor Andrew Fenwick vor. Der erste Band bot gute Charaktere, eine spannende Handlung und eine realistisch erscheinende Darstellung der Polizeiarbeit und auch der zweite Band lässt sich vielversprechend an. Alan Wainwright, Vorsitzender von Wainwright Enterprises, wird tot aufgefunden. Die anschließende Untersuchung ergibt, dass er Selbstmord begangen hat. Bei der Testamentseröffnung des reichen Mannes gibt es dann ein paar Überraschungen und die ersten Gerüchte kommen auf.
Dann geschehen in der Umgebung von Wainwright Enterprises weitere merkwürdige Unfälle und die Polizei beginnt, sich genauer für die Firma zu interessieren. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf Alexander und Sally Wainwright-Smith, Hauptbegünstigte in Alan Wainwrights Testament. Besonders Sally benimmt sich merkwürdig und in ihrer Vergangenheit scheint es ein dunkles Geheimnis zu geben.
Der Leser weiß von Anfang an mehr als der Inspektor, wird aber auch über einige Dinge im Dunkeln gelassen. Vieles wird umständlich angedeutet, nur um dann doch wieder mit einer neuen Entwicklung zu überraschen. Bei anderen Autoren trägt dies zur Spannung und zum Genuss des Buches bei, hier wirkt es teilweise nur irritierend und zu bemüht. Wo der erste Band noch durch eine gut konzipierte Geschichte überzeugte, verursacht der zweite Band durch die vielen Richtungs- und Perspektivwechsel eine gewisse Ratlosigkeit.
Fans des ersten Bandes werden sich über ein Wiedersehen mit Inspektor Fenwick und seiner Crew freuen, anderen sei der erste Band der Serie ans Herz gelegt, der mir doch um einiges besser gefallen hat.