Seit seinem Bestseller "der Schwarm" ist Frank Schätzing sicher einer der bekanntesten deutschen Autoren, der sich auch schon international einen Namen gemacht hat. Bei seinen Recherchen zu der Schwarm war Schätzing jedoch auf weit mehr Informationen gestoßen, als er für diesen verwenden konnte, darum fragte ihn der Herausgeber des PM-Magazin ob er diese nicht in einer kleinen Serie von Artikeln für das Magazin veröffentlichen möchte. Schätzing willigte ein und damit wurde auch gleichzeitig die Idee für dieses Buch geboren, welches zunächst nur einen Umfang von 150 Seiten haben sollte. Leser des PM-Magazins durften im Rahmen der vierteiligen Serie bereits einige Auszüge aus dem Buch genießen, doch sind diese natürlich nichts im Vergleich zum 500 Seiten umfassenden Werk, welches schlussendlich aus den Recherchen zu der Schwarm entstanden ist.
Nachrichten aus einem unbekannten Universum versteht sich eigentlich nicht als Begleitwerk zu "der Schwarm", sondern vielmehr als eigenständiges Werk, welches aus den Recherchen zu der Schwarm entstanden ist. Der Autor führt den Leser darin, auf eine Zeitreise durch die Meere, von vorgestern (Urknall) bis übermorgen (was auch immer die Zukunft bringen mag). Er schildert uns, wie Miss Evolution wahrscheinlich die ersten Mikroorganismen in den Tiefen des urzeitlichen Meeres entstehen ließ und das Leben das Land eroberte, von wo einige Lebewesen auch ins Meer zurückkehrten. Ergänzt durch seine eigenen Erfahrungen mit dem unbekannten Universum, die er als begeisterter Sporttaucher gesammelt hat, ergibt sich eine Atmosphäre die schlichtweg begeistert. Selbst Physikmuffel können Schätzings Erläuterungen über die Entstehung der urzeitlichen Meere auf der Erde folgen oder warum der Mond Ebbe und Flut beeinflusst. Selbst um zu verstehen wie die Erde und die Urkontinente entstanden sind benötigt man nur geringes Vorwissen aus der Schulzeit. Zudem räumt Kapitän Schätzing auf mit einigen modernen Mythen und Legenden rund um die Bewohner der Meere. Erst gegen Ende des Buches, verliert sich die Begeisterung manchmal in den bereits viel diskutierten Themen, wie Wal- und Haifang, welche trotz allem für ein Buch über die Meere unerlässlich sind.
Fazit:
Was Frank Schätzing gelingt, ist die Verbindung von Fakten und Faszination, weil ihn selbst die Themen faszinieren und er dieses Wissen somit mitreißend auch so wiedergibt. Lesern von "der Schwarm" ist dieses Buch aufs herzlichste zu empfehlen, ebenso allen die das Meer und die Natur fasziniert.