Als die Gute Nachricht Bibel erstmals veröffentlicht wurde, fand sie wegen der modernen und einfachen Leseart bald ihre grosse Anhängerschaft. Rückblickend ist der Versuch evangelikaler und katholischer Christen (selbst auf Verzicht der Apokryphen) eine für beide Seiten akzeptable Bibel herauszubringen, nicht im gewünschten Umfang gelungen. Dem Grundgedanken, die Einheit beider Konfessionen zu fördern und das ökumenische Bestreben voranzubringen, hat man keinen Gefallen getan. Herausgekommen ist eine Bibelübersetzung, die zwar flüssig zu lesen ist, aber auch nach Modifikationen und Revisionen nicht die Klarheit anderer Übersetzungen erreicht. Lediglich aus Vergleichsgründen habe ich Sie im Bestand. Es mag Leser geben, die damit gut zurechtkommen, ich selbst ziehe anspruchsvollere Übersetzungen, die sich näher am Urtext orientieren, vor. So muss jeder Leser selbst entscheiden, mit welcher Übersetzung er am Besten zurecht kommt.
Geschrieben am 19. September 2012
von Friedhelm Seelig