Eine kluge und interessante, kritische, selbstkritische ("Wer ist man überhaupt, daß man dazu etwas zu sagen hätte?"), humorvolle und differenzierte Auseinandersetzung mit dem deutschen Dauerthema "Drittes Reich", dem Buch "Mein Kampf" und dem Mann, der es geschrieben hat. Von einem türkischen Schauspieler, der jahrelang mit einem Leseprogramm aus "Mein Kampf" durch Deutschland getourt ist, um in seinen Veranstaltungen die absurde Sprachgewalt und die skurillen Formulierungen des Autors Hitler für einen Moment wieder auferstehen zu lassen.
Dieses Buch ist ein Erfahrungsbericht, eine Art Tagebuch über die Entstehung seines Projektes und die Erfahrungen bei den Lesungen, die er in den unterschiedlichsten deutschen und ausländischen Städten gab. Über die Mißverständnisse, die dabei entstanden, die Ängste der Veranstalter, die eigenen Ängste - alles in einer klaren, witzigen Sprache präsentiert, die das Buch zu einer ebenso aufschlußreichen wie kurzweiligen Lektüre macht.