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Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter [Gebundene Ausgabe]

Sabine Bode
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Kurzbeschreibung

29. April 2013
Kindheit zwischen Herzlosigkeit und Ungerührtheit o Das neue GenerationenoBuch von Sabine Bode
Die 50er Jahre: Zeit des Wirtschaftswunders und des Neuanfangs. Man schaute nach vorn.
Die Nachkriegskinder wurden aber in Familien hineingeboren, auf denen Kriegserlebnisse und Erfahrungen von Gefangenschaft, Vertreibung und Schuld lasteten. Wie hat sich all das auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt?Nachkriegskinder sind in etwa die Jahrgänge bis 1960 o in West und ost. Ihre Eltern waren keine Kriegskinder, sondern haben als Erwachsene den Krieg mitgemacht, die Väter meist als aktive Kriegsteilnehmer. Heute fangen deren Kinder an, sich mit ihrer Jugend zu beschäftigen.
Sie wollen wissen, wie sie das Aufwachsen in der Nachkriegsgesellschaft geprägt hat, und stellen Fragen nach dem Vater. Das Buch hilft den Angehörigen dieser Generation, die Ungereimtheiten im eigenen Lebenslauf zu verstehen und für sich neue Ressourcen zu entdecken.
Sabine Bode geht in ihrem neuen Buch den Fragen nach, die viele Nachkriegskinder umtreiben:
o Wer war mein Vater eigentlich o und solange ich das nicht weiß: Wer bin ich?
o Was steckte hinter dem Schweigen meines Vaters?
o War er Täter oder opfer oder beides?
o In welchem Umfang hat er von der NSoZeit profitiert?
o Wie hat Vaters Krieg unser Familienleben geprägt?
o Was habe ich von ihm "geerbt"?
o Wie hätte ich mich als Frau/als Mann ohne einen Kriegsvater entwickelt?

Wird oft zusammen gekauft

Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter + Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen + Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation
Preis für alle drei: EUR 51,85

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Klappentext

Nachkriegskinder sind in etwa die Jahrgänge bis 1960 - in West und Ost. Ihre Eltern waren keine Kriegskinder, sondern haben als Erwachsene den Krieg mitgemacht, die Väter meist als aktive Kriegsteilnehmer. Heute fangen deren Kinder an, sich mit ihrer Jugend zu beschäftigen. Sie wollen wissen, wie sie das Aufwachsen in der Nachkriegsgesellschaft geprägt hat, und stellen Fragen nach dem Vater. Das Buch hilft den Angehörigen dieser Generation, die Ungereimtheiten im eigenen Lebenslauf zu verstehen und für sich neue Ressourcen zu entdecken.

Sabine Bode geht in ihrem neuen Buch den Fragen nach, die viele Nachkriegskinder umtreiben: - Wer war mein Vater eigentlich - und solange ich das nicht weiß: Wer bin ich? - Was steckte hinter dem Schweigen meines Vaters? - War er Täter oder Opfer oder beides? - In welchem Umfang hat er von der NS-Zeit profitiert? - Wie hat Vaters Krieg unser Familienleben geprägt? - Was habe ich von ihm »geerbt«? - Wie hätte ich mich als Frau/als Mann ohne einen Kriegsvater entwickelt?

Über den Autor

Sabine Bode lebt als freie Journalistin in Köln, schreibt Sachbücher und arbeitet für die Kulturredaktionen des Hörfunks von WDR und NDR.


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5.0 von 5 Sternen Die innere Last der 50er Jahrgänge 19. November 2011
Format:Gebundene Ausgabe
'Wie alle Eltern dieser Zeit brauchten sie ihre ganze Kraft für den Überlebenskampf.. Außerdem waren sie der Meinung, ein Kind zu verwöhnen sei ein kapitaler Erziehungsfehler'. Denn: 'in den fünfziger Jahren war die Welt noch nicht in Ordnung'.

Das ist die Ausgangssituation vieler Kinder der 50er Jahre. Kinder von 'Kriegsvätern', die Sabine Bode in den Mittelpunkt ihres neuen Buches, fast einer Art Dokumentation mit vielen Stimmen von Zeitzeugen, rückt. Kinder von 'abwesenden' Vätern, zu denen nur ein 'dünner' Kontakt herrschte, dem Familienbild, aber auch den Notwendigkeiten jener Nachkriegszeit geschuldet. Väter, die in ihrer Person, aber auch in ihrer persönlichen Geschichte, dunkle Flecken hinterlassen haben und dennoch in ihrer Art und ihrer Zeit Wirkung ausübten auf ihre Kinder. Eine oft lang anhaltende und prägende, schwierige Wirkung.

Wie ist das mit den Vätern? Waren sie Täter, Opfer oder beides? Was steckt hinter dem vielfachen Schweigen einer 'gut getarnten Vergangenheit'? Eine Vergangenheit, die dennoch, indirekt, zu spüren war.

'Nachkriegskinder erinnern sich , wie viele Väter und Großväter voller Spannung steckten'. Das Bild des 'kettenrauchenden Mannes' ist nur eines der Symbole für diese Spannung, ein Bild, wie es in der HB Werbung der 60er Jahre aufgenommen wurde.

In ihren Büchern 'Die vergessene Generation' und 'Nachkriegsenkel' hat sich Sabine Rode bereits intensiv 'ihrem' Thema zugewendet, konkrete Generationen in ihrer ganz eigenen Befindlichkeit, geprägt durch die Erfahrung im Krieg mit all seinen Schrecken. Seminare gibt sie zum Thema, Menschen wenden sich ihr zu, die betroffen sind. Und so entstand nun dieser intensive, von vielen Interviews und Nacherzählungen persönlicher Darstellungen getragene Blick auf jene Generation, die zwischen Reaktion und Moderne ihren Weg zu finden hatte. Die geprägt von klaren und autoritären Weltbildern (der Kinderreim über eine Lehrerin spricht hier im Buch Bände: 'Die Lang, die Lang, die macht die Kinder bang) sich einem immensen Wertewechsel gerade in den 60er Jahren ausgesetzt sahen und der drängenden Frage nach der Aufarbeitung der NS Vergangenheit, die zugleich ja eine Aufarbeitung der eigenen 'Väter-' und Familiengeschichte zugleich in den Raum setzte.

In breiten Betrachtungen zu Themen wie 'Vätertöchter' ('Bloß keinen Mann wie meinen Vater!') oder 'Söhne im Schatten', zu 'Nachkriegskinderdressur' und der Suche nach der eigenen Familiengeschichte lässt Sabine Rode, sensibel bearbeitet, Menschen zu Wort kommen, die ihre Geschichte erzählen, ihre Prägungen vorlegen und auch ihr inneres Leid an den eigenen 'Vätern' im Buch zu Wort kommen lassen. Zudem, und das bleibt beim Thema nicht aus, schwingt im Buch eine ganze Zeitgeschichte mit. Sabine Rode versteht es, Querverbindungen zu ziehen. Aus der Prägung und der Kriegszeit der Väter die Normen und die durchaus vorhandene Enge der Nachkriegszeit mit all ihrem Verschweigen und ihrem inneren Verdrängen lebendig werden zu lassen.

So wird Seite für Seite spürbar, wie das Trauma der Väter (eigentlich der Eltern, denn die Mütter waren ja ebenso geprägt durch jene Jahre) ohne bewusstes Zutun zum eigenen Trauma werden kann (aber nicht muss). Denn 'für Trauer war keine Zeit', es musste überlebt werden.

Sabine Rode legt mit den vielen sacht verbundenen und sensibel bearbeiteten Aussagen von Menschen der '50er Generation' ein beachtenswertes und emotional berührendes Zeitzeugnis vor. Sicherlich im Rahmen einer konkreten Zeit und einer konkreten Personengruppe, die mehr und mehr doch in der Vergangenheit liegen, aus deren Geschichte jeder aber lernen kann und damit ein Verständnis auch für Prägungen einer ganzen Generation entwickelt. Und öffnet damit einen Weg, gibt einen Anstoß, auch eine Art Lebenstrauer zulassen zu können aus einer Zeit heraus, in der solchen Emotionen zu wenig Platz gegeben wurde.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gab Ausnahmen, aber leider nur wenige., 6. Januar 2012
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Journalistin Sabine Bode hat mit "Nachkriegskinder- Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter" ein Buch vorgelegt, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Bode lotet in ihrer Arbeit die Erfahrungen die Jahrgänge 1946 bis 1960 mit ihren Eltern, hauptsächlich den Vätern aus.

Bevor ich mich mit dem Inhalt des Buchs befasst habe, las ich auf dem Buchdeckel die Sätze: "Doch in den Familien der Nachkriegskinder ging es engherzig zu. Die Unbeschwertheit von Kindern passte nicht in eine Gesellschaft, auf der Kriegserlebnisse und Erfahrungen von Gefangenschaft, Vertreibung und Schuld lasteten." Die beiden Sätze ließ ich zunächst auf mich wirken und begann über meine frühe Kindheit in den 1950er Jahren nachzudenken.

Mit meinen Eltern hatte ich viel Glück, denn sie schenkten mir viel Wärme und Geborgenheit. Durch die Kriegerlebnisse waren beide ganz gewiss traumatisiert und gerade deshalb schätzten sie es, wenn ich mit meinen kleinen Freunden und Freundinnen Leben ins Haus brachte. Mein Vater wurde von all meinen Freunden geliebt, weil er anders war als ihre Soldatenväter. Er prügelte nie und sprach mit Erwachsenen und Kindern stets sehr liebevoll, hatte Verständnis für die Nöte anderer. Bei einem solchen Vater wird man nicht zur Trotztochter.

Die Nazis und ihr Tun waren ihm zutiefst zuwider, meiner Mutter, die Tochter eines Sozialdemokraten, übrigens auch. Traumatisiert waren meine Eltern, weil mein Vater unmittelbar nach dem Krieg als kaum 19 jähriger die Nazi-Wahrheit in Bergen-Belsen mit Entsetzen vor Augen geführt bekam und meine Mutter im Osten als Vierzehnjährige dem Tod und Vergewaltigungen direkt ins Auge blicken musste.

Gnadenlose Erziehungsmethoden wie Bode sie anführt, habe ich gottlob in meinem Elternhaus nicht erlebt, aber bei Freundinnen und Freunden gesehen, die von ihren pervertierten Vätern halbtot geprügelt wurden, weil diese Kriegsväter durch den Krieg verroht waren. In meinen Augen waren es Ungeheuer.

Meine Freunde lebten in pausenloser Angst und Schrecken, berichteten Horrorgeschichten. Dass im Haus und im Garten meiner Eltern zumeist mehr als 10 Kinder spielten, weil sie sich dort frei bewegen konnten, freute mich, das Einzelkind, das auf diese Weise mit Wahlgeschwistern aufwuchs.

Bode schreibt in ihrem Buch von "parentifizierten Kindern". Das sind Kinder, die ihr ganzes Leben hindurch der Liebe ihrer Eltern hinterherlaufen, in der Hoffnung, doch noch ein wenig Zuneigung zu erringen, (vgl.: S.22). Solche Menschen kennen ich Zuhauf in meiner Generation. Das, was Bode diesbezüglich schreibt, stimmt.

Bode schreibt des Weiteren von den abwesenden Vätern, die von morgens 7 Uhr bis abends 7. Uhr arbeiteten und nie über die Zeit als sie Soldaten waren sprachen, offenen Gesprächen keinen Raum gaben. Ich kenne Menschen, die heute noch nicht wissen, was ihre Väter und Großväter im Krieg getrieben haben, weil sie nur mit deren Genehmigung oder der Genehmigung durch Berliner Testament erbberechtigter Mütter von staatlichen Stellen Auskunft erhalten. Sie leben also noch heute in Unklarheit. Meine Eltern berichteten schon früh über das, was sie im Krieg erlebt hatten und machten mich zur Pazifistin.

Bode schreibt von prügelnden Vätern, von Macho-Vätern. Vielleicht waren es genau diese Väter, die in der Töchtergeneration die Frauenbewegung auslösten.. Ich vermute es fast.

Neben Berichten von Kindern aus jenen Tagen, legt Bode auch immer wieder Interviews vor, die Lesern, die mit der Zeit und Problematik nicht vertraut sind, einen guten Einblick verschaffen.

Während ich lese, fragte ich mich immer wieder, weshalb in allen Gesellschaftsschichten, selbst im Bildungsbürgertum die Männer in der Regel solche verrohten Ungeheuer waren? War es das Töten im Krieg, das sie so hatte werden lassen? Oder war es die Gehirnwäsche durch die Nazis?

Bode lässt in ihrem Buch keine Facette aus, auch nicht die Kinderdressur in der Nachkriegszeit und nennt, wie bereits in einem anderen ihrer Bücher das Buch über Kinderdrill von Johanna Haarer, das viele Mütter als Ratgeber heranzogen.

Ich danke Gott, dass ich von solchen Eltern verschont geblieben bin, wie sie durch Bode immer wieder vorgestellt werden.

PS: Entschuldigen Sie meine eingeflochteten, persönlichen Erinnerungen, doch das Buch hat mit persönlich stark berührt und Erlebtes erneut wachgerufen, hauptsächlich die vielen Kinderschreie im Sommer bei geöffneten Fenstern im ganzen Ort. Einfach furchtbar.

Empfehlenswert, weil sehr erhellend.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Spiegel der Generation 29. November 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Kein Buch habe ich so gerne und aufmerksam Abend fuer Abend gelesen wie dieses Werk.Ich gratuliere der Autorin dazu.Die 296 Seiten haben mich gefesselt und mir vieles erklaert, was mich selbst seit langem tangiert.Dieses Buch mit viel Akribie geschrieben sollte noch viele Menschen dieser Genetation in die Haende fallen.Man versteht sich selbst und die Eltern besser.Ein Verzeihen vieler Ungereimheiten auf Verhaltensmuster basierend auf Erlebnisse und Erfahrungen der alten Eltern wird ermoeglicht.Neugierig geworden auf weitere Buecher zum Thema verdanke ich der Liste im Anhang S.299-302.
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