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Nachdenken über Christa T.,
  
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Nachdenken über Christa T., [Unbekannter Einband]

Christa: Wolf
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Neuwied/Berlin, Luchterhand 1969, (1969)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004E2A41U
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.648.415 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Christa T. stirbt an Leukämie, aber sie leidet an der DDR." Marcel Reich-Ranickis plakativer Satz über Christa Wolfs Roman "Nachdenken über Christa T." trifft fast ins Schwarze - aber doch knapp daneben. Denn die früh verstorbene Freundin der Ich-Erzählerin lässt sich nicht so einfach in ein Schema pressen. Jung und idealistisch träumt Christa T. nach dem Krieg vom Aufbau einer besseren Gesellschaft. Schon bald stellt sie enttäuscht fest, dass unter den Tatmenschen und Opportunisten des Arbeiter- und Bauernstaates kein Platz für sie ist. Die Individualistin kann sich nicht anpassen, zieht sich ins Private zurück und scheitert schließlich auch an übersteigerten Ansprüchen an sich selbst. Der Roman wurde im Westen gefeiert, während er im Osten zunächst nur in kleiner Auflage erschien. Womöglich haben beide Seiten mit ihrem Scheuklappendenken Christa T. Unrecht getan. Denn Wolfs Roman über das Leben in den Anfangsjahren der DDR ist von Zweifeln und vorsichtigen Deutungsversuchen durchsetzt. Jedes Fragezeichen fordert den Leser auf, eigene Antworten zu finden: Was ist ein erfülltes Leben? Lässt sich das Streben nach persönlichem Glück mit gesellschaftlichem Engagement vereinbaren? Wie in den meisten Werken von Wolf geht es auch in diesem um Ideologie und Alltag in der DDR, doch hier steht erstmals der Mensch im Mittelpunkt.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von anna K.
Format:Gebundene Ausgabe
... denn Christa T. ist bereits tot. Wir können nur Nach-lesen, wer Sie war und was Sie tat. Die an Leukämie verstorbene Christa T. hat uns nur ihre Kinder, einen Mann, ein Haus und eine Freundin (Wolf) und ein durcheinander von Notizen, Zetteln und Erinnerungen hinterlassen. Es scheint so wenig, was von einem bleibt.

Anhand der losen persönlichen Aufzeichnungen versucht Wolf dem so jung vergangenen Leben Nach-zuspüren, ein Kampf gegen das vergessen, ein verarbeiten, vorallem ein Nach-fühlen.

Wolf versucht die Annäherung an ein vergangenes Leben. In sensibel aufgezeigten Erinnerungsbildern zeigt Sie uns eine von der allgemeinen Norm der DDR abweichenden Frau ... bis hin zu Ihrem Ende als angepasste Tierarzt-Frau. Ja, es werden auch DDR-spezifische Probleme geschildert und es entsteht ein individueller Einblick in die persönlichen Zwänge dieser Zeit, in der kein Freigeist (wie Christa T.) Luft zum atmen bekam. Dies scheint mir aber nicht die Hauptintuition zu sein. Es ist ein Nach- denken über das Leben und Sterben an sich.

Dieses Nach- denken hat mich an das Buch gefesselt. Es ist ein Buch was in einem verbleibt und wächst ... es ist ein Geschenk an das Leben.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Mit dem Roman "Nachdenken über Christa T." (1969) versuchte Christa Wolf die Widersprüchlichkeit menschlicher Entwicklung im Sozialismus aufzuzeigen. Christa T., eine literarische Gestalt, die bis in das Innere tief ausgeleutet wird. Bohrend wird danach gesucht, was den Kern dieses Menschen ausmacht, dabei ist die starke Neigung der Autorin zu ihrer Heldin überall spürbar. Christa T. ist ein ungewöhnlicher Mensch. Sie ist anders als andere. Ihre Eigenheiten sind extrem widerspruchsvoll, auf ihre Mitmenschen wirkt sie anziehend und zugleich unnahbar. So außergewöhnlich ihr Charakter ist, so normal ist doch ihre Biographie: Nazischule, Krieg, Flucht und Umsiedlung, Neulehrerin, Studium und schließlich Ehefrau mit Wohnung, Haus und Kindern. Manfred Orlick, Halle
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