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»Auch heute ist Christa Wolfs 1968 erschienenes Buch ›Nachdenken über Christa T.‹ noch modern, denn es geht der nie endgültig beantworteten Frage des Menschen nach, wie er zu sich selbst findet.«
(Ulrich Wickert Die Welt ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .Nachdenken über Christa T., 1968 in der DDR erschienen und mittlerweile in 15 Sprachen vorliegend, begründete den Weltruhm Christa Wolfs.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wichtiges Werk der DDR-Literatur,
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Nachdenken über Christa T.: Roman (Bibliothek Suhrkamp) (Gebundene Ausgabe)
"Christa T. stirbt an Leukämie, aber sie leidet an der DDR." Marcel Reich-Ranickis plakativer Satz über Christa Wolfs Roman "Nachdenken über Christa T." trifft fast ins Schwarze - aber doch knapp daneben. Denn die früh verstorbene Freundin der Ich-Erzählerin lässt sich nicht so einfach in ein Schema pressen. Jung und idealistisch träumt Christa T. nach dem Krieg vom Aufbau einer besseren Gesellschaft. Schon bald stellt sie enttäuscht fest, dass unter den Tatmenschen und Opportunisten des Arbeiter- und Bauernstaates kein Platz für sie ist. Die Individualistin kann sich nicht anpassen, zieht sich ins Private zurück und scheitert schließlich auch an übersteigerten Ansprüchen an sich selbst. Der Roman wurde im Westen gefeiert, während er im Osten zunächst nur in kleiner Auflage erschien. Womöglich haben beide Seiten mit ihrem Scheuklappendenken Christa T. Unrecht getan. Denn Wolfs Roman über das Leben in den Anfangsjahren der DDR ist von Zweifeln und vorsichtigen Deutungsversuchen durchsetzt. Jedes Fragezeichen fordert den Leser auf, eigene Antworten zu finden: Was ist ein erfülltes Leben? Lässt sich das Streben nach persönlichem Glück mit gesellschaftlichem Engagement vereinbaren? Wie in den meisten Werken von Wolf geht es auch in diesem um Ideologie und Alltag in der DDR, doch hier steht erstmals der Mensch im Mittelpunkt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
*** vor allem ein Nach-denken,
Von anna K. "anna" (Zwickau) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nachdenken über Christa T.: Roman (Bibliothek Suhrkamp) (Gebundene Ausgabe)
... denn Christa T. ist bereits tot. Wir können nur Nach-lesen, wer Sie war und was Sie tat. Die an Leukämie verstorbene Christa T. hat uns nur ihre Kinder, einen Mann, ein Haus und eine Freundin (Wolf) und ein durcheinander von Notizen, Zetteln und Erinnerungen hinterlassen. Es scheint so wenig, was von einem bleibt.Anhand der losen persönlichen Aufzeichnungen versucht Wolf dem so jung vergangenen Leben Nach-zuspüren, ein Kampf gegen das vergessen, ein verarbeiten, vorallem ein Nach-fühlen. Wolf versucht die Annäherung an ein vergangenes Leben. In sensibel aufgezeigten Erinnerungsbildern zeigt Sie uns eine von der allgemeinen Norm der DDR abweichenden Frau ... bis hin zu Ihrem Ende als angepasste Tierarzt-Frau. Ja, es werden auch DDR-spezifische Probleme geschildert und es entsteht ein individueller Einblick in die persönlichen Zwänge dieser Zeit, in der kein Freigeist (wie Christa T.) Luft zum atmen bekam. Dies scheint mir aber nicht die Hauptintuition zu sein. Es ist ein Nach- denken über das Leben und Sterben an sich. Dieses Nach- denken hat mich an das Buch gefesselt. Es ist ein Buch was in einem verbleibt und wächst ... es ist ein Geschenk an das Leben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nachdenken - als Versuch, man selbst zu sein,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Nachdenken über Christa T. (Broschiert)
Mit dem Roman "Nachdenken über Christa T." (1969) versuchte Christa Wolf die Widersprüchlichkeit menschlicher Entwicklung im Sozialismus aufzuzeigen. Christa T., eine literarische Gestalt, die bis in das Innere tief ausgeleutet wird. Bohrend wird danach gesucht, was den Kern dieses Menschen ausmacht, dabei ist die starke Neigung der Autorin zu ihrer Heldin überall spürbar. Christa T. ist ein ungewöhnlicher Mensch. Sie ist anders als andere. Ihre Eigenheiten sind extrem widerspruchsvoll, auf ihre Mitmenschen wirkt sie anziehend und zugleich unnahbar. So außergewöhnlich ihr Charakter ist, so normal ist doch ihre Biographie: Nazischule, Krieg, Flucht und Umsiedlung, Neulehrerin, Studium und schließlich Ehefrau mit Wohnung, Haus und Kindern. Manfred Orlick, Halle
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