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Nachbar Hitler: Führerkult und Heimatzerstörung am Obersalzberg
 
 
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Nachbar Hitler: Führerkult und Heimatzerstörung am Obersalzberg [Broschiert]

Ulrich Chaussy , Christoph Püschner
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 248 Seiten
  • Verlag: Ch. Links Verlag; Auflage: 6., aktual. u. erw. Auflage (25. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861534622
  • ISBN-13: 978-3861534624
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 20,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.688 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrich Chaussy
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Zehn Jahre lang recherchierte Ulrich Chaussy das Phänomen Obersalzberg, die ideologischen Bausteine, aus denen Hitler seine Trutzburg bei Berchtesgaden schuf, sowie die Unfähigkeit der Nachgeborenen, aus diesem Mikrokosmos nationalsozialistischer Machtpolitik zu lernen. Erzählerische Rafinesse sowie das gelungene Arrangement aus heutigen Photos und historischen Quellen setzt »Nachbar Hitler« deutlich von anderen Publikationen zum Thema ab. (Süddeutsche Zeitung)

Endlich ist ein Buch erschienen, das den bislang unzerstörbaren Mythos vom heiligen Berg des Führers zerlegt. »Nachbar Hitler« kommt großformatig und so reich bebildert daher, daß die Vermutung naheliegt, der Verlag wollte nicht nur ein Aufklärungswerk vorlegen, sondern den bunten Broschüren an diesem Ort subversiv-seriös Konkurrenz machen. (Der Tagesspiegel)

Eine sorgfältig dokumentierte Arbeit, die eine imponierende Fülle neuentdeckter Details enthält. Viele unbekannte Fotos runden diese gespenstische Geschichte einer bedenkenlosen Umweltzerstörung ab. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Kurzbeschreibung

Dreitausend Touristen pilgern jedes Jahr auf den Obersalzberg bei Berchtesgaden zu den Resten von Hitlers Wohnsitz. Er war im April 1944 von der britischen Luftwaffe zerstört worden. Der Journalist Ulrich Chaussy und der Fotograf Christoph Püschner wollten die Entstehungsgeschichte der prominenten Nazi-Siedlung rekonstruieren. Auf der Suche nach den urspünglichen Bewohnern des Bergdorfes, erfuhrend sie, daß jene seinerzeit gewaltsam verdrängt worden waren, um Planung und Bau der Anlage zu verwirklichen. Dreihunderttausend Touristen pilgern nach wie vor jedes Jahr auf den Obersalzberg bei Berchtesgaden zu den Resten von Hitlers Wohnsitz, der am 25. April 1945 von der britischen Luftwaffe zerstört wurde. Der Autor Ulrich Chaussy und der Fotograf Christoph Püschner sind auf die Suche nach den ursprünglichen Bewohnern des Bergdorfes gegangen und haben die Entstehungsgeschichte dieser prominenten Nazi-Siedlung rekonstruiert. Sie sprachen mit den letzten Überlebenden und erfuhren, wie die gewaltsame Verdrängung der Bauern erfolgte, mit welchen Mitteln in der Umgebung alle Kritiker eingeschüchtert wurden. Sie dokumentieren, was in Hitlers zweitem Regierungssitz geplant wurde, während draußen die Wallfahrer jubelten: vom Judenboykott über den Anschluß Österreichs bis zu den großen Feldzügen des Zweiten Weltkrieges. 1999 wurde bei Berchtesgaden die "Dokumentation Obersalzberg" eröffnet und Ulrich Chaussy auf Grund seiner Recherchen für "Nachbar Hitler" vom Münchner Institut für Zeitgeschicht e eingeladen, an der Gestaltung dieses Museums mitzuwirken. Der Verlag hat das zum Anlaß genommen, das Buch in aktuell herauszugeben. Hinzugekommen ist ein Kapitel über das uralte Bauernhaus "Schneewinkellehen" in Schönau am Königssee, das im Nationalsozialismus ebenfalls den umfänglichen, von Martin Bormann verwalteten Immobilien der "Verwaltung Obersalzberg" einverleibt worden war. Ulrich Chaussy schildert darin die bizarre Geschichte der Bewohner und des Hauses, in dem nacheinander der Komponist Max Reger, der jüdische Kunstgeschichtsprofessor Rudolf Berliner, Sigmund Freud und schließlich der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, lebten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Erinnert im Schreibstil beziehungsweise "Tonfall" an Guido Knopps TV-Produktionen. Belehrend und alles gnadenlos verteufelnd. Laut Klappentext
"hinterfragten die Autoren das Bild, daß durch andere Obersalzbergbücher ("die verklärenden Hochglanzprospekte, die die schöne alte Zeit mit friedlicher Sommeridylle beschwören") gezeichnet wird".
Tatsächlich aber sind die Autoren meiner Ansicht nach bereits mit einer festen Meinung auf den "Berg" gekommen und haben sich dann an Interviewpartnern, -ausschnitten und Bildern genau das rausgesucht, was in Ihr Weltbild paßte.
Die historische Genauigkeit des Buches erscheint mir zumindest stellenweise zweifelhaft: Die "gewaltsame Vertreibung der Bauern" wird plakativ bereits auf dem Klappentext behauptet. Dazu gibt es durchaus auch andere Aussagen, so von dem ehemaligen Hausverwalterehepaar des Berghofes, von H. Döring, v. R. Misch und anderen: Zumindest in der "Anfangszeit" wurden unglaublich hohe Entschädigungssummen gezahlt. Das wird von den Autoren erwähnt, aber auch da lassen sich natürlich plötzlich negative Auswirkungen dieser Zahlungen ausmachen (die Immobilienpreise in Berchtesgaden seien explodiert, und dadurch hätten die "Ausbezahlten" nun trotzdem wieder ein Verlustgeschäft gemacht. So einfach ist das bei Chaussy und Püschner). In diesem Stil (Motto wohl: "Komm, da muß doch noch irgend etwas negatives zu finden sein! ")geht es weiter.

Positiv bewerte ich den durchaus flotten Schreibstil, der das Lesen kurzweilig macht, die Bildauswahl und das Aufgreifen von weniger bekannten Details der Geschehnisse am Berg während und nach der Nazizeit. Der Lesespaß wurde mir aber vergällt durch den -bereits angesprochenen- in jedem Satz durchschimmernden Zeigefinger und die Wortwahl, so z. B. "Pantoffelkino" für Hitler's in den Vorkriegsjahren allabendlichen Kinovorführungen im Berghof, "Wallfahrer" für die Besucher des Berges. Typischer Journalistenstil: Menschen, Dinge und Geschehnisse durch die Wortwahl lächerlich machen, vor allem, wenn man sie nicht versteht oder verstehen will. Ich nenne so etwas die Arroganz der Intellektuellen. Und es wird deutlich, daß die Autoren sich zu diesen Gutmenschen hinzuzählen.
Fazit: Dies ist m.A. nach KEINE DOKUMENTATION. Es ist ein durchaus interessantes, aber sehr tendenziöses Buch! Damit begeben sich die Autoren genau auf den selben Zug, den sie in ihrem Buch kritisieren.

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7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer ernsthaft an der Geschichte des Obersalzberges im 3. Reich interessiert ist, fuer den ist dieses Buch geschrieben.
Es beschreibt nicht nur die Schicksale der Menschen, die dort lebten und im Zuge der Entstehung der Nazi-Siedlung mit oft brutalen Mitteln vertrieben wurden, es beschreibt auch die blinde Begeisterung der Bevoelkerung, die selbst heute noch erschreckt.
Darueber hinaus enthaelt es etliche seltene Fotos, auch Interessantes aus der modernen Zeit, in der der Obersalzberg wieder "Wallfahrtsort" vor allem fuer amerikanische Touristen ist. Die immer noch vorhandenen Relikte der Nazizeit, die Stroeme von kurzbehosten, bierbaeuchigen Touristen, die sich auf der Suche nach dem Grusel und Nervenkitzel in sogenannten Obersalzberg-Museen wie den "Bunkergaengen" im Hotel "Tuerken" abzocken lassen, das wird auch geschildert _
Nach der Lektuere fragt man sich, ob man tatsaechlich ein neues Luxus-Touristenresort an die Stelle der alten SS-Kasernen bauen muss (es ist bereits im Bau) ... oder ob man den Berg nicht einfach in Ruhe und denen ueberlaesst, die ihn als das sehen, was er ist, ein weiterer wunderschoener bayerischer Berg ! Und sonst nichts.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nachbar Hitler 6. August 2010
Format:Broschiert
Buch ist in Ordnung. Preis und Leistung in Ordnung.
Versand ging auch schnell, bin zufrieden.
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