Dieses vorliegende Buch ist das dritte und letzte in einer Reihe von drei Veröffentlichungen unter dem Titel "NachBilder" zu den Themen "Holocaust, RAF und Wende". Sie sind aus Vorlesungs- und Seminarreihen der beiden Herausgeberinnen am Institut für neuere deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden und sind eine einzigartige Zugangsweise zu Themen, zu denen in Deutschland schon tausendfach veröffentlicht worden ist.
Bei allen drei historischen Ereignissen bzw. Phänomenen gibt es sichere Indizien für die Unabgeschlossenheit ihrer Aufarbeitung. Dies und viele andere Gründe haben zu den Seminaren und Büchern geführt.
"Holocaust, RAF und Wende sind und bleiben insofern nach wie vor die drei großen traumatischen Ereignisse, die als Nachbilder nicht nur von deutschen, sondern auch von internationalen Autoren, Künstlern und Regisseuren emphatisch heraufbeschworen, satirisch zersetzt oder ironisch gebrochen werden. Dabei lassen sich Unterschiede des künstlerischen Umgangs sowohl zwischen den Generationen und Geschlechtern als auch in Hinsicht auf die Auseinandersetzung mit den jeweiligen historischen Ereignissen beobachten. Zugleich wird deutlich, dass sich Erinnerungskomplexe in der Gegenwart zunehmend verschränken und überschneiden. Dass Holocaust, RAF und Wende unmittelbar zusammenhängen wird ... deutlich."
Das vorliegende Buch ist ebenso wie die beiden anderen der "Trilogie" eine hervorragende sozial- und kulturwissenschaftliche Leistung, die jedem, der sich mit der Holocaust und ihren Nachwirkungen auf die Literatur und Kunst befasst, eine Fülle neuer Erkenntnisse bringt.
Bei solchen Hochschullehrern hätte ich gerne meine Ausbildung gemacht. Ich kann alle drei Bücher des Böhlau Verlags nur zur Lektüre empfehlen.