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Nach dem Schlussakkord: Fragen und Anworten Mit einem Nachwort von Peter Hamm Gebundene Ausgabe – 8. März 2010

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Alfred Brendel, 1931 in Wiesenberg /Nordmahren geboren, lebt in London. Als Schriftsteller ist der weltberühmte Pianist Alfred Brendel mit Essays und Gedichten hervorgetreten.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Gedanken zu Leben und Kunst
(Gespräch mit Martin Meyer, 2006)
Sie sind ein überaus erfolgreicher Musiker. Doch einmal von der anderen Seite her gefragt: Was wäre - im Rückblick auf hypothetische Korrekturen Ihres Lebens als eines Künstlerlebens - anders zu machen gewesen?
Ich kann mich nicht beklagen. Es ist ja erstaunlich gut gegangen. Und statt mein Schicksal im Detail zu korrigieren, erfinde ich jetzt Szenarien, die mein Leben in eine andere Richtung gelenkt hätten.
Wenn ich Ihren schwarzen Humor in Rechnung stelle, versprächen auch jene Szenarien keine allzu bürgerlich-friedliche Ambience. Können Sie Beispiele nennen?
Erstens: Musikereltern. Kein Krieg, keine Erinnerung an Nazis und Faschisten, an Hitler und Goebbels im Radio, an Soldaten, Parteigenossen und Bomben. Sodann Klavierstunden bei einem Neffen Rachmaninows in Amerika. Kompositionsstudium bei Schönberg in Los Angeles. Filmmusiken für Woody Allen.
Das klingt allerdings vielversprechend, und ich freue mich, daß so wenigstens im spielerischen Konjunktiv eine gewisse Nähe zu Rachmaninow zustande kommt. Aber noch Skurrileres wäre wohl möglich.
Also gut: Künstlereltern. Vater Bildhauer und Tierausstopfer, Mutter Tänzerin und Diseuse. Frühzeitig Zuträger von Fundgegenständen für Joseph Cornell, dessen Assistent ich wurde.
Alle Cornell-Boxen, in denen Vögel oder Ballerinen vorkommen, sind eigentlich von mir. Danach Drehbuch-Autor von Buñuel-Filmen. Schöpfer des Grazer Dada-Mahnmals, bei dessen Enthüllung sich der Bürgermeister verpflichtet hatte, stets auch das Gegenteil zu sagen.
Das Gegenteil zu spielen wäre vermutlich wieder zu einer Hommage für Rachmaninow geworden ... Aber im Ernst: mir ist Ihre Begeisterung für Dada, mit oder ohne Mahnmal, nie ganz plausibel geworden. Maske, Rhetorik und die Schaubühne des Kabaretts vertragen sich doch nicht mit dem Ernst des Interpreten.
Wenn ich Beethoven spiele, bin ich kein Dadaist. Dennoch wird selbst der seriöseste Musiker ohne eine Beziehung zu Maske, Bühne und Rhetorik nicht auskommen. Dazu mein drittes Szenario: Schauspielereltern. Mein Vater, der sachlichste Hamlet seiner Generation, meine Mutter eine Tragödin, deren Schreie als Messalina, der Charlotte Wolter nachempfunden, gefürchtet waren. Als Kind zahlreiche Auftritte am Burgtheater, bevor ich zu den Wiener Kellerbühnen desertierte. In der Wiener Premiere von »Warten auf Godot« spielte ich abwechselnd Estragon und Vladimir, danach mit überwältigendem Erfolg »Victor« von Vitrac. Charakterrollen in Antonioni-Filmen neben Monica Vitti, die beinahe meine dritte Frau wurde.
Letzteres hätte mich allerdings, wenigstens damals, neidisch gemacht. - Doch zurück ins reale Leben. Welche Projekte beschäftigen heute den Interpreten und Konzertsolisten?
Das, was ich schon kann, noch besser können. Die MozartSonaten weiterführen. Mit den nettesten Dirigenten und besten Orchestern spielen. Die Konstitution eines 75jährigen in Rechnung stellen. Architektur besichtigen, Museen und Ausstellungen besuchen, also: mehr Zeit haben. Alte Filme ansehen. Große Literatur wiederlesen. Gedichte schreiben. Vorträge halten. Trotz des Zustandes der Welt versuchen, glücklich und dankbar wenigstens auszusehen.
Wahrlich ein großes Pensum, doch - wie mir scheint - gut balanciert zwischen Kontemplation und Vita activa. Der 75jährige wirkt freilich, wenn ich so sagen darf, überaus rüstig. Besteht da überhaupt die Notwendigkeit, sich Gedanken zu einem möglichen »Spätstil« des Interpretierens zu machen?
Gute Frage. Schon in jungen Jahren hatte ich den deutlichen Eindruck, der sogenannte Altersstil sei ein Kompromiß mit der Arthritis. Für Arthritis setze man Gelenkschäden, Muskel- und Nervenentzündungen und was sich sonst noch an Leiden ansammelt: Ein Musiker, der sich nach siebzig seinen natürlichen Schwung bewahrt hat, ist also selten.
Namen gefällig?
Arthur Rubinstein war wohl ein solcher Fall. Unter den Dirigenten nenne ich als erstaunliche Beispiele Claudio Abbado und den achtzigjährigen Charles Mackerras. Bruno Walter meinte übrigens, daß man im Alter fließender musiziere, weil man auf Grund eines größeren Überblicks weniger Zeit brauche. Auf ihn selbst traf dies indessen keineswegs zu. Ich erinnere mich etwa an eine späte Aufführung von Schuberts »Unvollendeter« in Wien, die, nach einem herrlichen ersten Satz, im zweiten den Bläsern das Äußerste an Luft abverlangte - das klang wie ein aufs Letzte hinausgezögerter feierlicher Abschied.
Aber es gab und gibt doch eine ganze Reihe von musizierenden Künstlern, die im Alter dieses zugunsten einer spätesten Jugendlichkeit vergessen machen wollten - selbst eher introvertierte Figuren wie Rudolf Serkin oder Horowitz wären hier zu nennen.
Ich vermerke mit Interesse, daß Sie Horowitz den Introvertierten zuschlagen. Es gibt allerdings Fälle, in denen alternde Künstler jugendlicher sein wollen als die Jungen. Der alte Casals, der ja als Cellist kein Heißsporn war, dirigierte in Marlboro Aufführungen der »Achten« von Beethoven und der »Vierten« von Mendelssohn geradezu hektisch. Der ideale Altersstil wäre eine Verbindung aus Weisheit und Frische. Peinlich wird es, wenn hochbetagte Virtuosen - ich nenne keine Personen! - es nötig finden, sich an Chopins As-DurPolonaise immer noch zu beweisen.
Fiele Ihnen selbst ein Abschied vom aktiven Solistenleben schwer? Oder noch konkreter: Treffen Sie schon Vorbereitungen für denkbare Übergänge und Prozesse der Ablösung?
Es gibt Menschen, die lassen sich von allem überraschen. »Wenn eine Krankheit kommt, dann warten wir eben, bis sie da ist und reagieren darauf.« Mein Stil ist das nicht. Es wird immer noch genügend Überraschungen geben, Dinge, die man nicht voraussehen kann. Eine solche Überraschung waren zum Beispiel meine Gedichte. Aber manches sollte man doch antizipieren und vorausfühlen, um es zu verhindern oder um den Schock zu mildern.
Pardon, aber das klingt mir nun doch ein wenig gar theoretisch oder abstrakt.
Natürlich werde ich einmal aufhören zu spielen - gezwungenermaßen oder freiwillig. Das wird nicht leicht sein, denn die musikalische Einsicht schreitet fort, wird präziser im Detail, fühlt besser das Wesentliche, während die physische Kraft und Mobilität wohl irgendwann nachläßt; ebenso die Fähigkeit, sich über lange Strecken zu konzentrieren. Da haben es die Dirigenten leichter, denn das Orchester spielt weiter.
Thomas Mann stellte sich - spät in seinem Leben - einmal vor, daß der Körper relativ tüchtig weiterexistieren könnte, während die Geisteskraft versiegte. Proust, umgekehrt, zeigte Angst, daß die schwindende Physis seine Ideen und Gedanken nicht mehr zu Papier bringen würde. - Was wäre denn schlimmer?
Wohl der von Thomas Mann in Aussicht gestellte Horror. Gerade auch dann, wenn ich daran denke, mich nach der Karriere des Solisten mit anderem zu beschäftigen: mit Vorträgen und gelegentlichen Kursen, mit dem Schreiben - immer vorausgesetzt, daß Augen, Ohren und Verstand noch funktionieren. Worauf ich mich aber jedenfalls freue, ist, mehr Zeit für das Persönliche zu haben, weiterhin zu reisen, Kunst zu besichtigen, neue Musik zu hören, im Theater auf der Stuhlkante zu sitzen und meine Kinolücken zu füllen.
Weitere Überraschungen?
Als mein erster Gedichtband erschien, schrieb mir Jürg Laederach, er erwarte von mir nun einen Kirchenbau in Hampstead.
Da hätte der liebe Gott gewiß Freude bekundet, einen Atheisten wenigstens als Baumeister zu seinem Lobe begrüßen zu dürfen. - Doch noch zu Früherem: Wäre es für Sie wirklich interessant, Meisterkurse zu geben? Ihr pädagogisches Ethos hatte doch bisher nicht oberste Priorität?
Zumindest hat es sich in den letzten dreißig Jahren lieber auf die Unterweisung einzelner beschränkt. Trotzdem könnte mich die Idee wieder reizen. Denn in einem guten Meisterkurs sollten sich alle Anwesenden darin verbunden fühlen, daß es nicht um sie geht, nicht um Personen, sondern um die Musik, um das jeweilige Werk. Von der...


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Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 20. März 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Alfred Brendel ist nicht nur einer der größten Pianisten unserer Zeit, sondern auch ein Essayist über musikalische Themen, wobei er sich in seinen zahlreichen Aufsätzen mit den Eigenarten großer Komponisten beschäftigte. Brendel hat auch viele, schöne, zum Teil exzentrisch - groteske Gedichte geschrieben. Vor gut einem Jahr hat er nun seinen Konzertflügeldeckel zugeklappt und so darf man annehmen, dass er jetzt die Zeit nutzt, um noch mehr zu schreiben. Er ist ein begnadeter Universalkünstler, der in seinem Leben nicht nur komponiert, gemalt und musiziert hat, sondern der immer das Bedürfnis hatte voller Lust mit der Sprache umzugehen. In diesem Gedichtband spricht einer der größten Klavierspieler des 20. Jahrhunderts über seine Inklination für die Musik, für die moderne Literatur, für analytisches Lesen, über Träume und Visionen sowie über sein Faible für irrationale, groteske und widersinnige Stilmittel und natürlich spricht er über das Aufhören, über den "Schlussakkord".

In diesem schmalen Buch sind also Gespräche mit Alfred Brendel versammelt, darunter auch ein sehr reizvolles Selbstgespräch, bei dem die warme Macht des Erzählens beeindruckt. Natürlich findet man auch in diesem schmalen Band sehr schöne Gedichte und Aufsätze aus der letzten Zeit. Alles hat mehr oder weniger den Bezugspunkt Aufhören mit der Konzerttätigkeit", dabei trifft Brendels skurriler Humor zielsicher immer ins Schwarze.

Es ist auf der Oberfläche federleicht und gibt doch auf die existenziellen Fragen in einer sich teilweise selbst ironisierenden Sprache viel Tiefsinniges und Schwerwiegendes.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
.......mit diesen Worten ist der Meister des Klaviers, Alfred Brendel, deutlich gekennzeichnet. In seinen Aufzeichnungen von Gesprächen, Gedichten, Beantwortung von öffentlichen Fragebögen und einem Selbstgespräch gibt der Pianist Alfred Brendel dem Abschied vom Konzertleben, den er 2009 vollzogen hat, einen Schlussakzent.

Die Gespräche drehen sich um Musikinterpretationen, um Künstler, die besonderen Vorlieben von von A.Brendel, Aussagen zu seinen Eindrücken über Filme, Komponisten, Künstler, Maler und allgemeinen Musikbetrachtungen.
Hier zeigt sich der Pianist mit einer Vielzahl an Begabungen. Malerei, Architektur und Literatur, dazu das Verfassen von eigenen Gedichten bieten Einblicke in den Charakter einer Persönlichkeit, die uns über Jahre im Konzertleben mit Klavierkonzerten und Soloabenden erfreut hat. A.Brendel ist ein humorvoller, nüchterner, uneitler und klar denkender Mensch, der sich keinen Illusionen über sich oder das Leben hingibt. Er weiß genau zu unterscheiden, wo er eigenen Ansprüchen genügt, und wo sie ihm versagt blieben. In aller Bescheidenheit wirkt er gelassen, selbstironisch und immer wieder dankbar für seine Musikbegabung, die ihn durchs Leben begleitet hat. In deutlicher Manier bezeichnet er sich selbst als nicht vom Intellekt gesteuert. In seinen Worten:" Im Zusammenwirken von Chaos und Ordnung, Gefühl und Überlegung sollte die Hitze des Chaos' durch die Ordnung zur Wärme reduziert werden. Die Wärme erwärmt ihrerseits wiederum die Kühle zur Ordnung. Ob das bewusst oder unbewusst geschieht, hat kaum Bedeutung, solange das Resultat stimmt....
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Das Buch faßt Interviews und Artikel über das Werk und die Ansichten Alfred Brendels zusammen. Habe ich Brendel schon in Vorträgen erleben dürfen, in welchen er klare Ansichten pointiert und humorvoll vertritt, so wird dies auch in diesem Band noch einmal deutlich: Ein Universaltalent, ein Mensch, der etwas zu sagen hat.
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