Ich möchte euch heute ein Buch über ein Thema vorstellen, welches immer wieder - leider immer wieder - sehr aktuell ist. AMOK !!!
In diesem Buch geht es um die Zeit nach einem Amoklauf und um die Menschen, die dem Amokläufer nahe stehen.
Die Autorin:
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Myriam Keil ist Jahrgang 1978 und in Pirmasens geboren. Sie wuchs in der Pfalz auf und studierte in Münster. Seit 2002 lebt sie in Hamburg.
Sie hat schon zahlreiche Preise einheimsen können auch für Kurztexte und Gedichte usw.
Auch Stipendien wurden ihr zugeschrieben, wie z. B. der Hamburger Förderpreis für Literatur usw.
Mein vorliegendes Buch ist der erste Jugendroman aus ihrer Feder. Man kann auf mehr gespannt sein ...
Inhalt und Gliederung:
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David ist 15 Jahre und Maike ist seine Schwester, sie erzählt aus ihrer Sicht dem Leser in der Ich-Schreibweise, was ihre Gefühle sind, wie sie die Zeit nach dem Amoklauf ihres Bruders erlebt, wie sie genervt ist von der Sprachlosigkeit ihrer Eltern und dem Ausgrenzen in der Klasse.
David hat diesen Amoklauf begangen, warum muss Maike darunter leiden? Hat auch sie etwas falsch gemacht?
Ihre gesamte Welt ist aus den Fugen geraten, nichts ist mehr wie vorher. Ihre Eltern verdrängen das Schreckliche ganz einfach, was Maike total verkehrt findet und Jannik ihr Freund - na ja, die Beziehung ist auch nicht mehr wie sie war. Janniks Freund wurde schwer verletzt bei dem Amoklauf und liegt noch immer im Krankenhaus.
Im Verlauf des Buches passiert es dann, dass in der Schule das Gerücht herum geht, dass Maike von den Vorbereitungen des Amoklaufes gewusst hätte. Das Mobbing ihr gegenüber wird immer schlimmer ...
Kurze Leseprobe:
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Ich bekomme kaum mit, wie sie mich finden. Es sind nur vereinzelte Bilder, die hängen bleiben, ein bisschen wie damals, als ich zum ersten Mal aus diesem Raum geführt wurde. Ich sehe ein erschrockenes Lehrergesicht. Noch mehr erschrockene Augen. Jannik, der sich über mich beugt, mein Gesicht streichelt. Ich höre Gesprächsfetzen, einzelne Worte, die sich in meinen Kopf eingraben und das übrige Gesagte einfach vorbeiziehen lassen. Keines dieser hervorgehobenen Worte scheint etwas zu bedeuten, ich begreife die Prioritäten auf meiner Liste nicht mehr. Gelb. Gelbe Wände. Neonröhre über mir. Das Krankenzimmer ....
Meine Meinung zum Buch:
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Ich finde, dass es sehr wichtig war, dass dieses Buch geschrieben wurde, als Jugendbuch geschrieben wurde, man sollte es in den Schulen behandeln ...
Die Schreibweise ist gefühlvoll und ehrlich und kommt äußerst authentisch und real rüber. Man kann sehr gut mit Maike fühlen und sie verstehen, was in ihr vorgeht nachvollziehen.
Immer wieder wird sie konfrontiert mit der Tat ihres Bruders, sie ist ein eigenständiger Mensch und muss büssen für eine Tat, die ihr Bruder getan hat und niemand kann ihr so wirklich helfen, jeder hat mich sich zu tun....
So ist es wohl im wahren Leben auch ....
Einfühlsam beschreibt die Autorin, was in den Menschen vorgeht, die mit einem Amoklauf in Berührung kommen, wie verkraften sie diese Situation und was machen sie richtig und was falsch ???
Die Folgen eines Amoklaufs werden in diesem Buch endlich einmal realitätsnah, aufwühlend und bewegend geschildert. Sachlich wird beschrieben, was passiert, wie die dem Amokläufer nahe stehenden Menschen leben nach der Tat usw. usw.
Anhand einer fiktiven Handlung wird dargestellt, was überall dort, wo ein Amoklauf stattfand sicher jedem Involvierten passierte. Es ist nicht nur die Tat an sich und das was geschah, die Folgen auch für die Zurückbleibenden sind verheerend ...
Ein tolles und wertvolles Buch, spannend und intensiv geschrieben, leicht verständlich und gefühlvoll.
Prädikat: besonders wertvoll !!!! Leseempfehlung auch für Erwachsene !!!