Aus der Amazon.de-Redaktion
Persien ist noch heute für uns ein Land voller Rätsel und Geheimnisse. Wie mag das erst Anfang des 20. Jahrhunderts gewesen sein? Der Klassiker
Nach Isfahan des Autors Pierre Loti hat in seiner Aktualität nichts einbüßen müssen. Seit 1879 ist Loti als Schriftsteller gefragt und geschätzt. Und weil das französische Außenministerium beschloss, einen Gesandten nach Indien zu schicken, um den Maharadscha zu ehren, entstand das Buch, das in dieser Ausgabe im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen ist. Im April 1900 ging es für Loti von Indien Richtung Isfahan. Seine Reiseerzählungen sind ebenso abwechslungsreich wie das unbekannte Land. Loti berichtet in Form eines Tagebuches über die abenteuerliche wie malerische Tour. Lebendig sind die Darstellungen der Landschaft, des iranischen Hochlands und der Wüsten sowie das Zusammentreffen mit Nomadenstämmen und Karawanen. Er begegnet Menschen fremder Kulturen, gelangt zu Stätten längst vergangener Zeiten, pilgert durch Orte, die dem schon damals hektischen Europa völlig fern sind und versteht es, uns dieses "Andere" durch eine präzise und detaillierte Art der Wortwahl nahe zu bringen. Die Bildhaftigkeit seines Schreibens hat den Effekt, dass der Leser völlig in diese "alte neue Welt" eintauchen kann, ohne dass es hierfür Bilder, Fotos oder Zeichnungen bedürfte. Ein bisschen Romantik ist dabei, Spannung, Abenteuer und die Mystik des Islam -- eine wundersame und exotische Geschichte, über 260 Seiten, von deren Inhalt man sich einfach mitreißen lassen muss! Ein ganz besonderes Buch voller Fantasie und ferner Welten -- eine Reiseerzählung, die man sich keinesfalls entgehen lassen darf!
--Corinna Frese
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Im Frühjahr 1900 druchquert Loti in abenteuerlicher Weise vom Persischen Golf aus das iranische Hochland zu Pferde mit dem Ziel, die alten iranischen Königsstädte aufzusuchen. Er taucht dabei ganz ein in eine eigentümliche Kultur uralter Herkunft, die aber vom siebten Jahrhundert an auch vom Islam geprägt ist. In poetischer Sprache vermittelt der Autor nicht nur Landschaft und Architektur, die er in einprägsamer Form beschreibt, sondern läßt den Leser teilhaben an einer mystischen Form des Islam, der im Iran seinen feierlichen Höhepunkt am Todestag Alis findet. Die Erinnerung an seine Ermordung endet alljährlich in einem religiösen Delirium von erstaunlicher Kraft aber auch Fremdheit für den westlichen Beobachter.Pierre Loti (eigentlich Julien Viaud, 1850 - 1923) war Marineoffizier. Reisen nach Nord- und Südamerika, Tahiti, Tongking (Teilnahme am Boxerkrieg), Indien, China und Japan. Er veröffentlichte seit 1879 Romane, Erzählungen, einige Dramen und Reiseberichte.