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Nach Hause schwimmen: Roman
 
 
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Nach Hause schwimmen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Rolf Lappert
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 10 (9. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446209921
  • ISBN-13: 978-3446209923
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 186.117 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rolf Lappert
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Was für ein mutiges Buch - und was für ein großer Wurf. Ein Roman, mit unerhörter erzählerischer Großzügigkeit geschrieben: wuchtig, kraftvoll erzählt und kühn erdacht." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 19.02.08 "Der Schweizer Autor, der auch Drehbücher schreibt, besitzt sämtliche Tugenden eines wirklich guten Handwerkers. Sein Roman ist ein Meisterstück. ... Lappert hat jede Menge skurrile Einfälle, die er durch eine starke Handlung im Zaum hält. Er findet wunderbare Worte, Wendungen, Sätze. Und er stimmt seinen Roman auf einen lakonischen Grundton, den er geschickt nach oben und unten modelliert." Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung, 15.03.08 "Lappert hat ein ungeheures, ein furchtbar trauriges Buch geschrieben, das zugleich - und nicht nur für Wilburs Geschichte - die Kraft verleiht, nach Hause zu schwimmen, zu sich selbst." Guido Graf, Frankfurter Rundschau, 17.09.08 "Ein Roman, der ganz in seiner Erzählfreude aufgeht." Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung, 15.03.08 "Ein Meisterwerk. Die Überraschung dieses Bücher-Frühlings ist ein Schweizer: Rolf Lappert. Ein hochbegabter Erzähler, der unerwartet einen grossen Entwicklungsroman gelandet hat ... Das ist hohe Erzählkunst, die tief reicht und weit geht, viele Existenzen umfassend und Charaktere knapp und scharf zeichnend." Christine Richard, Basler Zeitung, 07.02.08 "Rolf Lappert hat einen grandiosen irisch-amerikanischen Roman geschrieben, der so leicht kein Pendant in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur findet. ... Ein Füllhorn von kleinen und großen Geschichten." Rainer Moritz, Welt Online, 28.06.08

Kurzbeschreibung

Wilbur, gerade mal 1,50 Meter groß, ist wirklich kein Glückskind: Seine irische Mutter stirbt bei der Geburt, sein schwedischer Vater macht sich aus dem Staub, und sein erstes Zuhause ist der Brutkasten. Erst als seine Großeltern ihn nach Irland holen, erfährt er, was Heimat ist. Doch das Glück währt nicht lang: Sein bester Freund kommt in die Erziehungsanstalt, und seine Großmutter Orla stirbt bei einem Unfall. Auch wenn er gern so stark wäre wie Bruce Willis: Er ist und bleibt ein Verlierer. Erst die charmante Aimee bringt ihm etwas anderes bei: Wilbur muss endlich lernen, zu leben - ob er will oder nicht. Rolf Lappert hat einen großen Roman über das Erwachsenwerden eines kleinen, an der Welt verzweifelnden Jungen geschrieben, der durch seine bezwingende Komik mitreißt.

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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Für alle Fans von John Irving, 15. März 2008
Von 
S. König (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nach Hause schwimmen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte des kleinwüchsigen, etwas schrägen, aber liebenswürdigen Wilbur kann ich nur jedem empfehlen, der ein Freund ist der verrückten Charaktere in den Büchern von John Irving. Die Lektüre ist ein echter Genuss und meiner Meinung nach ein Muss für alle Fans von Owen Meany, Garp und Homer aus "Gottes Werk und Teufels Beitrag" von John Irving. Wie auch sein großes amerikanisches Vorbild, handelt dieser Roman von einem Außenseiter mit einer schwierigen Kindheit, in der er nach dem Tod seiner Mutter (bei seiner Geburt) von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wurde. Nur bei seiner Großmutter Orla in Irland ist er wirklich glücklich, doch stirbt diese allzu früh und Wilbur ist wieder allein. Schließlich kommt er an den Punkt, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch auch das will ihm nicht so recht gelingen. Und damit beginnt der Roman: "Ich wollte nicht sterben, ich wollte nur nicht schwimmen." Wo findet man noch solche Sätze? Derart witzig, nachdenklich und unterhaltsam schreiben sonst nur die ganz großen amerikanischen Autoren!
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine tragikomische Geschichte über das Erwachsenwerden eines an der Welt verzweifelnden Jungen, 6. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Nach Hause schwimmen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mit "Nach Hause schwimmen" meldet sich der Autor Rolf Lappert nach längerer Abwesenheit wieder auf dem Buchmarkt zurück und sein Comeback hätte nicht besser sein können, denn es ist lange her, daß mich ein Roman wirklich so gefangen genommen hat wie dieser hier.

Der Held in Rolf Lapperts Roman ist der körperlich zu kurz geratene und vom Schicksal arg gebeutelte Wilbur. Wilbur scheint das Pech gepachtet zu haben und in den erst 20 Jahren seinen Lebens hat er schon so viele Schicksalsschläge einstecken müssen wie anderen in ihrem ganzen Leben nicht. Als schwaches 7-Monats-Kind kommt er in Amerika zur Welt, seine irische Mutter stirbt jedoch bei der Geburt und sein schwedischer Vater läßt ihn im Stich und verschwindet spurlos. Wilburs erstes Zuhause ist der Brutkasten, seine ersten Bezugspersonen sind liebevolle, aber ständig wechselnde Krankenschwestern, an die der Winzling sein Herz hängt. Die erste Zeit verbringt er in einem Kinderheim, bis ihn seine Großmutter Orla nach Irland holt. Bei Orla verlebt Wilbur glückliche Kinderjahre. Er ist ein introvertiertes aber hochbegabtes Kind, was ihn schnell zum Außenseiter werden läßt. Als seine Großmutter bei einem Unfall ums Leben kommt, der indirekt leider von Wilburs bestem Freund Conor verursacht wird, verliert Wilbur mit einem Schlag seine wichtigsten Bezugspersonen. Für ihn beginnt eine Odyssee durch Pflegefamilien und Jugendbesserungsanstalten. Die Suche nach seinem Vater endet in einem Fiasko, Wilbur entwickelt sich immer mehr zu einem Neurotiker und unternimmt schlußendlich einen Suizidversuch.

Mit diesem Suizidversuch beginnt das Buch, denn Wilburs Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Im ersten Erzählstrang berichtet ein distanzierter Erzähler über Wilburs Leben vor dem Suizidversuch, seine Kindheit in Kinderheimen, Pflegefamilien und Jugendbesserungsanstalten sowie über die erfolglose Suche nach seinem Vater.

Im zweiten Erzählstrang schildert Wilbur als Ich-Erzähler selbst die Zeit nach seinem Suizidversuch, seinen Weg zurück ins Leben, seinen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und sein Leben in einem Hotel für Männer, in das er sich verkriecht. In der Psychiatrie für Selbstmörder lernt Wilbur die junge und charmante Aimee kennen und verliebt sich in sie. Aimee ist es letztendlich auch, die Wilbur dazu bringt, seine bisherige Lebensweise in Frage zu stellen. Wilbur durchwandert einen Lernprozeß und durch die Ich-Erzählung nimmt man als Leser unmittelbar an der Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten teil. Beide Erzählstränge sind so gekonnt miteinander verwoben, daß sie eine regelrechte Sogkraft entwickeln.

Auch wenn es im ersten Moment den Eindruck erweckt - Rolf Lappert hat alles andere als einen bedrückenden und auf die Tränendrüse drückenden Roman geschrieben. Wilbur ist ein auf charmante Art skurriler und unglaublich liebenswürdiger Neurotiker. Seine Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Ernsthaftigkeit und Tragikomik, ohne hierbei ins Lächerliche abzurutschen. Die Geschichte ist komplex, aber nicht überfrachtet, flüssig und flott erzählt. Die Charaktere bis hin zu den Nebencharakteren sind ausgefeilt und vielschichtig und alles andere als stereotyp oder klischeehaft. Rolf Lappert erzählt in einer schönen, klaren und schnörkellosen Sprache und ohne irgendwelche intellektuellen Verrenkungen. Er wertet nicht, sondern überläßt das dem Leser.

Ein wirklich lesenswertes Buch!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Für lebensbejahende Menschen, 8. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Nach Hause schwimmen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Autor Rolf Lappert hat mit diesem Buch den Schweizer Buchpreis 2008 gewonnen. Das war der Anlass zum Kauf sowie eine bevorstehende, längere Zugsfahrt. Das gebe ich gerne zu.

Das Buch hat mich von Beginn weg fasziniert. Die Geschichte von Wilbur wird in zwei Erzählsträngen beschrieben. Angelpunkt zu Beginn ist der Selbstmordversuch des 20jährigen Protagonisten, titelgemäss im Wasser vollbracht.
Was dann folgt ist kapitelweise einerseits die Beschreibung von Wilburs Schicksal von der Fremdtherapierung über die Selbsterfahrung und versöhnlichen Abrechnung mit seiner Vergangenheit zur Entwicklung Lebenswillen innert weniger Monate und Jahre. Und anderseits wird die Verkettung von teilweise grotesken Einzelereignissen zwei Generationen hinweg aufgezeigt. Die Geburt von Wilbur bildet den Startpunkt zum zweiten Erzählstrang, der mit dem gleichzeitigen tödlichen Verlust und dem Wegrennen des Vaters eine unwirtliche Situation für das Kleinkind schafft.

Schön finde ich die Einführung und Beschreibung von neuen Personen, die Aufarbeitung des Hintergrunds, vor dem die Handlungen und Denkweisen der Personen Sinn machen. Wilbur spürt diesen Hintergrund ebenso. Er ist nie wirklich im Konflikt mit den Personen, nur mit dem eigenen Schicksal, das ihn als manchmal trübsalblasenden selten auch glückseligen Jungen mit vielen Talenten und dem autistischen Hang zur Verinnerlichung aller Ereignisse durch die Episoden seines Lebens treiben lässt. Der definitive Wunsch zur Aufgabe des Lebens bildet den Start zur Neugeburt.

Die Sprache ist auf wunderbare Weise bildhaft. Man geniesst und liest manche der eingebungsvollen Sätze und Paragraphen mehrfach. So wie wenn man bei der Bilderausstellung am Schluss nochmals seine Favoriten besucht, bevor man zu Kaffee und Kuchen schreitet.

Ich wurde gefragt, wem dieses Buch gut tut: Lebensbejahenden Menschen, die dem Schicksal nicht ausweichen wollen und somit auch die Komik von Lapperts Schilderungen geniessen können.
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