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5.0 von 5 Sternen
Nicht nur geben, auch loben macht glücklich, 26. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Nach der Ego-Gesellschaft: Wer gibt gewinnt - Die neue Kultur der Großzügigkeit (Gebundene Ausgabe)
Obwohl das Buch nun schon seit drei Jahren auf dem Markt ist, ist es mir einfach ein Anliegen, ein dickes Lob an den Autor auszusprechen. Thomas Ramge ist einer Entwicklung des Gebens und sich sozial Engagierens nachgegangen, die die Menschen wohl wieder stärker bewegt. Dabei geht es nicht nur um ein paar ehrenamtlich Tätige, die sich nach Feierabend oder nach der Pensionierung im heimischen Verein engagieren, es geht auch nicht nur um kuchenbackende Mütter im Kindergarten. Sondern der Trend des Gebens zeigt sich auch zunehmend in Unternehmen. Und aus Initiativen, die klein begannen, wird manchmal sogar eine bundesweite Bewegung, wie z.B. die Tafel. Ramge baut jede Menge statistische Daten und Ergebnisse aus Studien ein, ohne dass man das Gefühl hat, man müsse sich durch Zahlenberge wühlen. Logisch aufgebaut, sehr angenehm zu lesen und schlüssig nachvollziehbar erklärt er, warum es in der Natur des Menschen liegt zu geben und was jeder davon hat. Auch bei Unternehmern und Stiftungsgründern geht soziales Engagement inzwischen oft über das schlichte Ausstellen eines Schecks hinaus. Zugleich ist das Buch ein Plädoyer für mehr Anerkennung des Ehrenamtes, das oft in der Gesellschaft zu wenig gewürdigt wird.
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Richtiger Titel wäre: die Loslösung von der Ego-Gesellschaft., 25. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Nach der Ego-Gesellschaft: Wer gibt gewinnt - Die neue Kultur der Großzügigkeit (Gebundene Ausgabe)
Ein gut zu lesendes Buch, wissenschaftliche Ergebnisse spannend gemixt mit Beispielen aus dem wohl wachsenden Bereich des Altruismus. Die Bertelsmann Stiftung wurde für mein Empfinden etwas zu oft zitiert, ohne dass ich deshalb einen Auftrag dahinter vermuten würde oder es falsch gewesen wäre. Falsch ist jedoch der Titel Nach der Ego-Gesellschaft . Immer wieder kaufe ich solche zukunftsbezogenen Bücher, weil ich mehr wissen möchte darüber, wie die Zeit nach der Egozentrik aussehen könnte. In weiten Teilen ist das Buch eine Erklärung für die Motivation des Anderen-Helfen-Wollens im Sinne der Stiftungen und des Ehrenamtes. Es klärt auf über die Stiftungs-Kultur in Amerika (schon lange existent und bestens entwickelt) und wie man auch bei uns die Super-Reichen besser und gezielter für Stiftungen begeistern könnte. Es beschreibt die positiven Motivations- und Belohnungsmechanismen bei der Ausführung eines Ehrenamtes. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Beschreibung der Vergabe von Auszeichnungen an verdiente Bürger. Bürgermeister scheinen diese Auszeichnungen eher an Prominente vergeben zu wollen (weil sie dann mal wieder, zum 1000. Mal in der Zeitung stehen) als die Vergabe auch für einfache Bürger vorzusehen, die sich ein Leben lang im Ehrenamt aufopfern. Und gerade hier findet die Hilfe jenseits von Egoismus etc. nach wie vor statt. Diese stillen Helden bleiben leider oft im Vergessenen. Unter der Überschrift Der ermöglichende Staat wird ein Leitbild entwickelt, das bei Stärkung des Bürgerengagements autonome, eigenständige, kreative Lösungen forciert. Besonders interessant und neu für mich das Beispiel der Seniorengenossenschaft in Riedlingen: 600 Mitglieder betreuen Senioren im Hinblick auf Essensservice, Tagespflege, Fahrdientst etc. Man kann direkt abrechnen im Stundenlohn oder die Stunden ansparen, die man dann später (im eigenen Alter) von anderen erhält. Anderen zu helfen, eine Stütze zu sein, scheint viel mehr zu beglücken und zu motivieren als vieles andere. Diese Schlussfolgerung überträgt der Autor auf alle Bereiche des Lebens uns findet auch Beispiele im Unternehmensbereich. Mir persönlich fehlen Beispiele aus dem Bereich des Internet, wo Altruismus mittlerweile zu ganz neuen Formen der Zusammenarbeit - weit weg von klassischen Institutionen bzw. angstmachendem Konkurrenzdruck - geführt hat. Ich hätte dem Buch 5 Punkte gegeben, wenn der Titel besser gewählt worden wäre. Es hat Spaß gemacht, die optimistischen Gedanken aufzulesen und sich mit den Beispielen zu beschäftigen.
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Bitte recht freundlich, 3. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Nach der Ego-Gesellschaft: Wer gibt gewinnt - Die neue Kultur der Großzügigkeit (Gebundene Ausgabe)
Ein eloquentes, kluges und dicht argumentiertes Plädoyer für mehr Nettigkeit in Geschäft und Gesellschaft. Diese Anleitung zum altruistischen Glücklichsein zeigt, warum selbstlose Menschen zufriedener sind, länger leben und mehr Geld verdienen als Egoisten. Ramge meint: Nicht Vereinsmeierei oder Gutmenschenromantik, sondern ökonomische Vernunft zwingt uns zum Engagement für andere. Das klingt schön, nach Lektüre dieses Buches aber auch noch wahr. Der Autor schreibt sonst fürs Wirtschaftsmagazin Brand Eins. Hätten mehr Business-Experten so viel Herz, wären wir auf bestem Weg in die Nice Economy ...
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