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Nach Bush: Das Ende der Neokonservativen und die Stunde der Demokraten
 
 
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Nach Bush: Das Ende der Neokonservativen und die Stunde der Demokraten [Gebundene Ausgabe]

Paul Krugman , Friedrich Griese
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 2 (14. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593385651
  • ISBN-13: 978-3593385655
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Paul R. Krugman
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Konservative Bewegung spaltet die Vereinigten Staaten von Amerika. Davon ist Paul Krugman überzeugt. Auf seiner Suche nach stichfesten Beweisen beleuchtet der Autor schlaglichtartig die US-Geschichte der letzten 100 Jahre. Der grundlegende Gedanke: Die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten kann nur, wer sich der Vergangenheit stellt. Dabei macht der Autor keinen Hehl daraus, dass er politisch auf Seiten der Demokraten steht.

Heute sieht Krugman die Vereinigten Staaten in einer vergleichbaren Lage wie vor dem New Deal drei Jahre nach dem Börsencrash von 1929. Damals hatte US-Präsident Franklin D. Roosevelt die Steuern erhöht, um Wirtschafts- und Sozialreformen für mehr Gleichheit durchzuführen. Krugman wiederum zeigt sich davon überzeugt, dass erst dieser aktive Eingriff des Staates eine breite Mittelschicht schuf.

Als neokonservative Republikaner wie Ronald Reagan oder George W. Bush schließlich an die Macht gekommen waren und die Gewerkschaften zurückgedrängt hatten, ging die Schere zwischen Arm und Reich dramatisch auseinander. So sieht Krugman die heutigen, horrenden Spitzengehälter als fassbares Ergebnis neokonservativer Politik. Zudem unterstellt Krugman der Konservativen Bewegung, dass sie ihre wahren Ziele hinter populären Forderungen verberge. Wer gegen Abtreibung stimme, bekomme in Wahrheit nur die Senkung der Steuern auf Vermögenserträge, lautet einer der schweren Vorwürfe.

Bei seinem Streifzug durch die Geschichte zeigt sich Krugman oft detailversessen und bringt es ganz und gar nicht “straight to the point”. Was die Präsidentschaftswahl im November 2008 betrifft, sieht der parteiische Wirtschaftsprofessor und Kolumnist der New York Times den Stern der Republikaner sinken -- und fordert im Gegenzug einen zweiten New Deal. Doch wenn Krugman in seinem Buch die Stunde der Demokraten schlagen hört, geht es nicht nur um fundierte Überzeugungen, sondern dann ist auch der Wunsch Vater des Gedankens. -- Herwig Slezak

Pressestimmen

17.01.2008 / Die Zeit: Abrechnung mit den Neokonservativen "Krugman ist einer der schärfsten intellektuellen Bush-Kritiker."

20.01.2008 / Welt am Sonntag: Handbuch für den nächsten Demokraten im Weißen Haus "Das Buch liefert auch interessante Impulse für die Gerechtigkeitsdebatte in Deutschland."

25.01.2008 / Handelsblatt: Götterdämmerung in Washington "Überzeugend und faktengesättigt beschreibt Krugman die sozialpolitischen Defizite, wie sie in den USA an der Tagesordnung sind."

02.02.2008 / Die Tageszeitung: Zeit für Gerechtigkeit "Paul Krugman ist einer der brillantesten und eloquentesten Ökonomen unserer Zeit ... Wahrscheinlich gibt es kaum einen anderen Ökonomen auf der Welt, der mit so viel Sachverstand und schriftstellerischem Witz die Sache des Egalitarismus zu vertreten vermag." (Robert Misik)

01.03.2008 / Literarische Welt: Neokons sind an allem Schuld "Paul Krugmans Buch ist eines von vielen, das uns die amerikanische Wahlkampagne beschert. Doch es ist lesenswerter als die meisten anderen ... Wer es liest, wird überrascht sein, wie ähnlich die Probleme dies- und jenseits des Atlantiks sind."

22.03.2008 / Süddeutsche Zeitung: Warum Egoismus die Gesellschaft zerstört "Dieses Buch ist eine Offenbarung."

20.05.2008 / Financial Times Deutschland: Herausforderung für die Industriestaaten "Professor mit Herz: US-Ökonom Paul Krugman hat bei seinen Theorien auch die Einkommensschwachen im Blick."

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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr vor Bush als nach Bush 25. Januar 2008
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Liest man Bücher wie dieses, fragt man sich automatisch, welche Lektüre denn auf den Tischen der Auslandkorrespondenten liegt. Auch als ich jahrelang in Italien lebte, stellte ich mir solche Fragen. Klar, die meisten Journalisten schreiben süffiger als der amerikanische Wirtschaftsprofessor mit Aussicht auf Nobelpreiswürden. Aber im Zweifelsfall ziehe ich inhaltliche Gewinne den unterhaltsamen vor. Da Paul Krugman davon ausgeht, dass ohne Analyse der Vergangenheit jede Aussage über die Zukunft zur Wahrsagerei wird, ist der Buchtitel eher missverständlich. Denn was nach der Ära der Neokonservativen folgen soll, verrät uns der Autor erst ab Seite 218. Das ist auch deshalb nicht so schlimm, weil Krugmans Grabungen in den Schuttablageplätzen der Zeit nicht einfach Altbekanntes zutage befördert. Diese Einschätzung bestätigten auch in Amerika lebende Verwandte und Freunde, mit denen ich über Aspekte dieses Buches diskutierte. Was den Autor zudem auszeichnet, sind seine Kenntnisse europäischer Systeme und Eigenheiten. Als Schweizer bin ich immer froh, wenn ich keine Statements zu Ikea und Elchen abgeben muss.

Wo Paul Krugman politisch steht, verschleiert er nicht. Und obwohl er unter Fachkollegen und international als wissenschaftliches Schwergewicht gilt, geht es mit dem Wort "Beweis" sehr sorgsam um. Mit Statistiken lässt sich alles belegen, Vor allem, wenn sie auf dürftigem Zahlenmaterial beruhen, wie das in Amerika bis vor einigen Jahrzehnten erstaunlicherweise der Fall war. Krugmann zieht es vor, genau zu beobachten, zu vergleichen und mögliche Thesen zu formulieren. Dann überlässt er es dem Leser, ihm zu glauben oder zu widersprechen. Nach der Lektüre des ganzen Buches braucht es allerdings schon fast mentale Loopings, um noch immer an die Mär zu glauben, die berühmte unsichtbare Hand würde ganz automatisch für Gerechtigkeit, Wohlstand und Demokratie sorgen. Wie Mythen geschaffen werden und den eigenen Zielen dienen, zeigt Krugman in einer Klarheit auf, die bei manchem Leser Empörung auslösen kann. Aber ohne Empörung, so der Autor zum Schluss, wird sich an den bestehenden Verhältnissen nichts ändern. Wen es also nicht weiter stört, dass der Mittelstand erodiert, die Reichen immer reicher werden und die Arroganten immer arroganter, liest lieber rechtskonservative Pamphlete. Allen andern kann ich dieses Buch empfehlen. Zu den Voraussetzungen für vollen Lesegenuss gehören jedoch: ausgeprägtes Interesse an Politik, Nachsicht für eine beschränkt spannende Erzählweise und die Fähigkeit, über Zahlen, Namen und länderspezifische Eigenheiten locker hinweglesen zu können. Da mich Krugmans Analysen inhaltlich zwar überzeugten, die Form ihrer Darbietung aber Verbesserungen ertragen würde, gibt es einen Stern Abzug.

Mein Fazit: Wenn Amerika eine neue Führung bekommt, kann es nichts schaden, etwas mehr über die Politik und Gesellschaft der USA zu wissen. Wer sich bei Paul Krugman orientiert, wie es zur gegenwärtigen Misere kommen konnte, wird auch einiges besser verstehen, was in seinem eigenen Land vor sich geht. Für die politischen Berichterstatter der Medien sollte die Lektüre ohnehin Pflicht sein.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Paul Krugman will mit seinem furiosen, auch für Wirtschaftslaien sehr verständlich geschrieben Angriff auf die Konservativen in den USA eigentlich nur eines erreichen - er will die Kluft zwischen Armen und Superreichen schließen. Und das Erstaunliche ist:

Seine Vorschläge:
+drastische Steuererhöhungen auf privates Einkommen und Unternehemsgewinne,
+ Stärkung der Gewerkschaften, die in den USA weit weniger zu sagen haben als unser, die allerdings auch ständig an Macht verlieren, und eine
+ allgemeine Krankenversicherung, die es in seinem Land nicht gibt.

Krugman's Vorschläge leuchten spontan ein. Weil sie (abgesehen von der Krankenversicherung) schon mal Realität waren. Unter Präsident Roosevelt im sogenannten New Deal. Der bescherte dem Land 30 Jahre lang vorher unbekannten Wohlstand. Durch eine ziemlich gleichmäßige Verteilung der Einkommen.

Der Wirtschaftsprofessor von der Uni Princenton, inzwischen weltweit bekannt durch seine klugen, oft sogar witzigen, immer kontrovers zu diskutierenden Kommentare in der International Herald Tribune, greift die positiven Erfahrungen Amerikas mit den New Deal auf und plädiert für einen neuen Versuch mit ihnen. Damit die Bill-Gates-Society nicht noch reicher wird, die Armen in den Ghettos endlich wieder die Chance bekommen, die die US-Verfassung ihnen verspricht. "Nach Bush" ist also eine scharfe, aber immer faire Polemik gegen die sogenannten NeoCons, die "neuen" Konservativen, denen Machterhalt für sich und ihre Sponsoren wichtiger ist als soziale Fragen.

Auf der anderen Seite ist "Nach Bush" ein brillant geschriebenes, wenn auch etwas trocken ins Deutsche übertragene Lehrbuch für alle, die sich mit Wirtschaft auseinandersetzen wollen oder müssen. Top-Manager, Politiker, Einfach-so-Interessierte. Und für Globalisierungsgener, owohl Krugman sich mit der Weltwirtschaft höchstens am Rande beschäftigt. Die Kämpfer gegen die globale Vernetzung können von ihm trotzdem lernen, dass es nicht auf einzelne Unternehmen ankommt, die nach Rumänien oder Indien auswandern, weil ihnen hier die Steuern und die Lohnkosten zu hoch vorkommen. Wichtiger ist, zumindest auf Dauer, dass eine Gesellschaft zusamenarbeitet, denn nur dann kreiert sie die nötigen Inventionen, um trotz Abwanderung der Global Player zu überleben. Und zusammenarbeiten können die Menschen der USA oer z. B. der EU nur, wenn die Gerchtigkeitslücke nicht zu groß wird. So wie zur Zeit auch bei uns.

Paul Krugman beschreibt das sehr eindringlich. Und glaubwürdig. Zumindest für alle, die die Ideen der amerikanischen Demokraten richtiger finden als die der Repubikaner unter Bush.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von toni-v
Format:Gebundene Ausgabe
Zielgruppe:
Dies ca. 300 Seiten umfassende Buch sollten all jene lesen, die sich für die Zusammenhänge zwischen (Markt-?) Wirtschaft und Gesellschaftspolitik interessieren. Es werden sich diejenigen bestätigt fühlen, die davon überzeugt sind, dass Politik sehr wohl Einfluss auf die gesellschaftlichen Verhältnisse eines Staates ausübt. Es ist aber imho auch und grade besonders geeignet für Anhänger der Globalisierung, soweit diese die (einzelstaatlichen) politischen Einflussmöglichkeiten gegenüber den (global-) wirtschaftlichen im Nachteil sehen.

Inhalt:
Paul Krugmann bezieht hier nachhaltig Stellung für die politische Einflussnahme auf gesellschaftliche Bedingungen. Am Beispiel der US-amerikanischen Geschichte in den letzten 100 Jahren belegt er eindrucksvoll, wie der Wille, die Überzeugung und letztlich die Entscheidungen der jeweiligen US-Politiker die Ausrichtung der Gesellschaft geprägt haben. Krugmann beschreibt,
- wie sich (US-) Amerika zu Beginn des 20. Jahrhundert in einer Gesellschaft beispielloser Ungerechtigkeit (dem sog. "Goldenen Zeitalter")
- wie sich danach langsam ein Wandel in das Zeitalter des "New Deal" vollzog mit dem erklärten Ziel einer sozial gerechten Gesellschaft, belegt durch wenig Armut, eine breite Mittelschicht und verhältnismäßig geringen Einkommensunterschieden auch zur reichen Oberschicht
- wie anschließend eine erneute "konservative Bewegung" (angefangen bei McCarthy und endend mit George W. Bush) wieder zu haarsträubender Schieflage im Sozialgefüge geführt hat
- und wie letztens mittlerweile (wieder geprägt durch politische Überzeugung) eine neuerliche Kehrtwendung zur gerechteren Gesellschaft führen soll (und seiner Meinung nach auch wird).

Schreibstil:
Krugmanns Stil ist flüssig und für Otto-Normalverbraucher leicht verständlich (umso lobenswerter für einen Professor). Insbesondere ist er vergleichsweise sparsam mit Fremdworten. Das Buch hat nur wenig Querbezüge (was mich oft an anderen Büchern stört), so dass man das Lesen ruhig mal für 2 Wochen unterbrechen kann, ohne von vorn anfangen zu müssen. Wohl in dem Bewusstsein der zu erwartenden Kritik der zahlreichen Lobbyisten belegt er seine Einschätzungen (etwa zu Einkommensunterschieden) jeweils haarklein und vielfältig (die Quellangabe umfasst 12 Seiten!). Natürlich kann man immer einzelne statistische Angaben in Zweifel ziehen. Aber die Summe seiner Belege ist doch mehr als beeindruckend.

Mein Fazit:
1) Ich habe doch Recht gehabt: Politik kann sehr wohl maßgeblich und nachhaltig die gesell¬schaftlichen Verhältnisse (z.B. die Einkommensdifferenzen zwischen arm und reich) determinieren. Diese Einflussnahme vermisse ich deutlich bei unseren politischen Verantwortungsträgern (bei schwarz/gelb nicht mehr so sehr - allerdings geht der Einfluss da in die falsche Richtung).
2) Das Buch ist meine absolute Empfehlung wert!
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