Kurzbeschreibung
Nach Babel postuliert die These, daß das Übersetzen Teil eines jeden Kommunikationsaktes ist und somit der zentrale Ansatzpunkt für das Verstehen von Sprache. In seiner Analyse der Übersetzung verbindet George Steiner die verschiedenen Gebiete von Rhetorik, Literaturgeschichte und -wissenschaft sowie der Linguistik wie auch der Sprachphilosophie und beleuchtet ihre wechselseitigen Beeinflussungen. Für George Steiner birgt der Mythos von Babel, also der Verlust der einen Sprache, ein schöpferisches Potential für die Menschheit. Denn wer übersetzt, interpretiert notwendigerweise, und so spiegeln Sprachen die Mechanismen der Welterschließung wider.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Über den Autor
Goerge Steiner, geboren 1929 in Paris, hat seit 1994 den Lord-Weidenfeld-Lehrstuhl für Komparatistik an der Universität Oxford inne. U.a. von ihm erschienen sind: "Martin Heidegger" (1989), "Von realer Gegenwart" (1990) und "Der Garten des Archimedes" (1997).